Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

18.02.2018, 08:00 Uhr

Versandhandel und Digitalisierung haben nichts gemeinsam – ist das so schwer zu verstehen? (Foto Andi Dalferth)

Versandhandel und Digitalisierung haben nichts gemeinsam – ist das so schwer zu verstehen? (Foto Andi Dalferth)


Versprochen, ja, aber durchgesetzt ist es leider noch lange nicht, das Rx-Versandverbot. Unser Noch-Bundesgesundheitsminister kämpft zwar löblich. Aber unsere „Freunde“, die Glaeskes und Lauterbachs, die JuLis und die BILD-Zeitungsleser verstehen das leider alles nicht. Man müsste den Digital-Freaks mal erklären, dass Päckchen analog sind. Und Verschreibungspflichtiges was anderes ist als Bücher, Shirts und Hosen. Aber man hat das Gefühl, die ABDA gibt ihr Geld lieber für andere Dinge aus als für unterstützende Kampagnen. 

12. Februar 2018

Arzneifälschungen kommen in unseren Apotheken so gut wie nicht vor. Das liegt in erster Linie an einer sicheren Versorgungskette Hersteller – Großhandel – Apotheke. Ein Kriminalexperte berichtete zwar in einem SWR-Rundfunkbeitrag, seinen Recherchen zufolge habe jeder sechste Apotheker schon einmal mit gefälschten Arzneimitteln zu gehabt. Aber schaut man da genau hin, dann bezieht sich diese Aussage in erster Linie auf Arzneimittel, die Kunden im Internet bestellt und in die Apotheke gebracht hatten, also nicht um Arzneimittel, die in Deutschland über Apotheken in Umlauf gebracht wurden. Unser System ist also schon relativ sicher, aber es soll noch sicherer werden – dank der EU-Fälschungsschutzrichtlinie und der Umsetzung durch Securpharm. 


Derzeit kommen die Vorbereitungen für Securpharm in ihre heiße Phase: Die Apotheken wurden oder werden noch in diesem Quartal von ihren Softwarehäusern angesprochen fürs Software-Update, der Scanner muss den Data-Matrix-Code lesen können und die Apotheke muss sich mit dem N-Ident-Verfahren im System registrieren. Alles kein Hexenwerk – wenn die Internetverbindung schnell und stabil ist. Und man muss es einfach machen. Am besten jetzt. Dann kann man sich schon mal mit den Abläufen vertraut machen. Ab 9. Februar des kommenden Jahres geht nämlich ohne Securpharm nichts mehr, d.h., jede Packung, die über den HV geht, muss am Scanner vorbei und wird auf Echtheit gecheckt. Mein liebes Tagebuch, das ist dann schon mal eine hohe Sicherheit, wohlwissend, dass es eine 100-prozentige Sicherheit nicht geben kann. Eigentlich wäre ein kleines Dankeschön von der Politik an die Apotheken, die perfekt die Fälschungsrichtlinie umsetzen und aus eigener Tasche in Soft- und Hardware investieren, angebracht. Und stattdessen bekommen wir ein Honorargutachten vorgesetzt, das zum Himmel schreit.  

13. Februar 2018

Nochmal Securpharm. Was ist eigentlich mit den Importen? Laut dem Kriminalexperten im SWR-Beitrag ist die gesetzlich vorgegebene Importquote heute ein Einfallstor für gefälschte Arzneimittel. Mein liebes Tagebuch, da muss man wohl zustimmen. Die Importarzneimittel werden für Securpharm dann auch eine entsprechende deutsche Codierung bekommen, die ihre Echtheit belegen soll. Diese Codierung vergeben allerdings nicht die Originalhersteller der Präparate, sondern die Parallelimporteure, da sie die Arzneimittel unter eigenem Namen in den Verkehr bringen. Das bedeutet aber, dass die volle Verantwortung für das im Ausland gekaufte und importierte Arzneimittel beim Importeur liegt.
Abgesehen davon, man muss immer wieder die Fragen stellen: Ist eine Importquote heute noch zeitgemäß? Mit Rabattverträgen erwirtschaften die Krankenkassen weit mehr Einsparungen – ohne Fälschungsrisiko. Und ist es noch zeitgemäß, anderen Ländern die Arzneimittel wegzukaufen und dort womöglich Lieferengpässe hervorzurufen? Sollte das Importgeschäft nicht schon längst ein Auslaufgeschäft sein?

14. Februar 2018

Apotheker auf Station, in allen Krankenhäusern Niedersachsens – das hatte die rot-grüne Vorgängerregierung dieses Landes geplant und im letzten Jahr sogar schon einen Gesetzesentwurf dazu ausgearbeitet. Als die niedersächsische rot-grüne Regierung auseinanderbrach, wurde dieses Gesetz aber nicht umgesetzt. Doch jetzt wird deutlich: Auch CDU und SPD wollen an diesen Plänen festhalten, ein neues Landeskrankenhausgesetz soll noch im ersten Halbjahr 2018 kommen – mit einer Regelung für den Stationsapotheker, allerdings nicht mehr für alle Krankenhäuser, sondern nur noch für die „großen Kliniken“. Nun gut, mein liebes Tagebuch, immerhin ein Anfang und besser als gar nicht. Ein Stationsapotheker soll die Weiterbildung zum „Fachapotheker für Klinische Pharmazie“ absolviert oder zumindest begonnen haben, hieß es im ersten Entwurf. Solche Apotheker auf Station sollen u. a. zuständig sein für Fragen der Arzneitherapie bei der Aufnahme und Entlassung der Patienten, der Anwendung und des Verbrauchs von Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten sowie für die Einhaltung der arzneimittelrechtlichen Bestimmungen. Da fragt man sich doch, liebes Tagebuch, wie kann es sein, dass in einem relativ hochentwickelten Land wie Deutschland Personen mit diesen Zuständigkeiten noch nicht in allen Krankenhäusern vorgesehen sind? Schier unglaublich, oder? Und eine Krankenhausgesellschaft hadert noch damit und klagt, die Krankenhäuser könnten die Kosten dafür nicht tragen. Da fragen wir doch: Was ist mit der Qualitätssicherung? Ich bin überzeugt, Apotheker auf Station werden sich nicht aufhalten lassen, sie werden, nein, sie müssen kommen. Nicht nur in Niedersachsen, sondern in allen Bundesländern. Ich sehe mit Freude voraus, dass sich junge Apothekerinnen und Apotheker sehr gerne zum Fachapotheker für Klinische Pharmazie ausbilden lassen. Das ist moderne Pharmazie pur! Da wird sich was tun! 


„Versprochen. Durchgesetzt“ – unser Noch-Bundesgesundheitsminister Gröhe wirbt derzeit dafür, dass er das Rx-Versandverbot in den Koalitionsvertrag gebracht hat. Was uns Apothekers in unseren Apotheken natürlich sehr freut. Aber die Menschen draußen in der realen und virtuellen Welt leider nicht verstehen. Und so muss sich Gröhe zurzeit viele ablehnende Posts, Kommentare und Bemerkungen im Netz, auf Facebook und Twitter, gefallen lassen. Mein liebes Tagebuch, alles soll digitaler werden, man will, man soll übers Internet seine Patientenakte führen können, das E-Rezept wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, man wird bald online mit Ärzten chatten, die Telemedizin wird erprobt, man bestellt und informiert sich online, man kommuniziert online mit Arzneiversendern, bestellt digital seine Selbstmedikationsarzneimittel – nur bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln soll das nicht möglich sein? Die Menschen verstehen die Unterschiede nicht – und daher hätte eigentlich schon seit einem Jahr eine bundesweite ABDA-Kampagne laufen müssen, auf Plakatwänden, in Anzeigen, im Netz, in den Sozialen Medien, um den Menschen klar zu machen, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel keine Bücher, keine Shirts oder Hosen sind, aber auch etwas anderes sind als die rezeptfreien Arzneimittel. Sicher keine leichte Aufgabe, aber wenn das Rx-Versandverbot glaubhaft überkommen soll, wenn es echt noch eine Chance haben soll, dann nur, wenn es die Menschen verstehen. Sonst heißt es am Ende noch „Versprochen. Abgesetzt“. 

15. Februar 2018

Gänzlich uneinsichtig sind die Jungen Liberalen, was das geplante Rx-Versandverbot betrifft. So etwas ist in ihrer digitalen Welt von Vorgestern. Und sie setzen gleich noch eins drauf, wollen die Rx-Preisbindung auch im Inland aufheben und gleich das Fremd- und Mehrbesitzverbot komplett streichen. Der Apothekenmarkt ist für sie antiquiert, verhindert Innovation und Wettbewerb und muss liberalisiert werden. Mein liebes Tagebuch, so sind sie halt, die Jungspunde, unerfahren, können sich leider das Szenario nicht vorstellen, was es bedeuten würde, wenn alles so käme, wie sie es sich erträumen. Und sie wissen nichts vom Arzneimittel, von der Apotheke und diesem besonderen Markt.
Einen wirklich amüsanten Link dazu hat ein Kommentator gepostet: ein Video von SternTV über den 18-jährigen Christian Lindner aus dem Jahr 1997. Eine Anmerkung zum Video zitiert Lindners Slogan auf den letztjährigen Wahlplakaten: "Schulranzen verändern die Welt, nicht Aktenkoffer“ und meint: „Das sah er 1997 scheinbar noch genau umgekehrt.“ Köstlich! 


Der Stecker bleibt draußen. Das Landgericht Mosbach hatte den DocMorris-Arzneimittelautomaten in Hüffenhardt bereits im Dezember verboten. Und am 15. Februar weitere Klagen gegen den Automaten bestätigt und fünf Urteile verkündet, Tenor: Das Gericht ist der Meinung, dass DocMorris in Hüffenhardt weder eine Apotheke noch einen zulässigen Versandhandel betreibt und somit gegen das Arzneimittelrecht verstoßen hat. Der Automat, der per Fernsteuerung aus den Niederlanden Arzneimittel freigab, hat mit Versandhandel nichts zu tun. So, mein liebes Tagebuch, das ist doch eindeutig. DocMorris kann die Urteile natürlich anfechten. Und da läuft noch ein weiteres Verfahren in Karlsruhe zum Fall DocMorris und Hüffenhardt, von dem sich der Versender mehr verspricht. Das Spiel geht weiter.  

16. Februar 2018

Da haben sich zwei gefunden: Lauterbach und Glaeske. Ehrlich gesagt, die zukünftige  Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker haben wir uns anders vorgestellt, mein liebes Tagebuch. Wie Pat und Patachon poltern die beiden gemeinsam gegen das Rx-Versandverbot. Der Koalitionsvertrag ist kaum trocken und schon zweifelt Lauterbach (der übrigens in der SPD-Bundestagsfraktion erneut zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde) daran, dass das Verbot auch umgesetzt werden könne – wegen Europarecht und Verfassungsmäßigkeit. Und Glaeske schießt gegen die ABDA-Annahme, der Versandhandel könne ohne Verbot langfristig einen Marktanteil von bis zu 25 Prozent aufbauen. Der Bremer Arzneimittel-Versorgungsforscher Glaeske meint, das sei eine „völlig übertriebene und abwegige Annahme“. Meinen Sie das wirklich, Herr Professor? Ein Anteil von 25 Prozent erscheint nicht abwegig, beim OTC-Versandhandel, dem man anfangs keine zehn Prozent zutraute, liegen wir schon in der Nähe von 15 Prozent. Auch die BILD-Zeitung schießt gegen das Rx-Versandverbot. Sie sieht einen Widerspruch darin, dass Gröhe ein Rx-Versandverbot und gleichzeitig die Digitalisierung vorantreiben will. Das ist das Dilemma, mein liebes Tagebuch, wie viele andere auch kapiert dieses Blatt nicht, dass der Versandhandel erstmal gar nichts mit dem Digitalen zu tun hat. Es gibt nichts, was mehr analog wäre als ein Päckchen, das ein Paketbote bringt. Versandhandelswaren wurden und werden schon seit ewigen Zeiten per Post, per Telefon geordert. Das einzig Digitale sind die Online-Kataloge. Und genau das trifft für Verschreibungspflichtiges gleich gar nicht zu. So what? Mein liebes Tagebuch, es fehlt einfach hinten und vorne an Aufklärung, an Bildung, aber die liefert BILD nicht. Weder digital noch analog.


Dr. Kirsten Kappert-Gonther, drogenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Fachärztin für Psychiatrie, möchte lieber, dass eine kontrollierte Abgabe von Cannabis (also zum Konsum, nicht für Medizinalzwecke) in Cannabisfachgeschäften stattfindet als in Apotheken. Kinder und Jugendliche hätten dazu nämlich keinen Zugang, ein Vorteil gegenüber der Abgabe in Apotheken, meint sie. Und ergänzt: „Die Bedingungen für Cannabisfachgeschäfte würden sich aber am Apothekenrecht orientieren.“ Äh, ja, mein liebes Tagebuch, was ist das denn für eine psychiatrische Logik. Strengere Abgabebestimmungen als in Apotheken gibt es doch gar nicht. Warum also Fachgeschäfte, die sich am Apothekenrecht „orientieren“? Das ist richtig grüner Quatsch mit Soße. Andererseits: Ich habe da meine Zweifel, ob wir Apothekers tatsächlich die von den Grünen gewünschten Haschischbuden werden wollen.

17. Februar 2018

War ‘ne gute Veranstaltung, die der Apothekerverband Nordrhein mit Thomas Preis und seinem Team auf die Beine gestellt hat: der Zukunftskongresss öffentliche Apotheke im World Conference Center in Bonn. In diesem Jahr zum zehnten Mal. Mein liebes Tagebuch, in dieser schweren Zeit, in der wir Apothekers ständig von allen Seiten angegiftet, attackiert und gebeutelt werden, war dieser Tag wie ein Wohlfühl-Spa für Apotheker. Denn alle Redner und Politiker setzen auf uns Apothekers, jetzt und in Zukunft, aber Hallo! Und das Beste: Das meinen die auch so. Das war Ernst und nicht nach dem Mund geredet. Also, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) war da und er versprach: Rx-Versandverbot muss kommen, Digitalisierung soll Heilberufe unterstützen und Medikationsplan geht nur mit Apotheker. Der Philosoph Richard David Precht ist überzeugt, dass man auch in Zukunft mit der vierten industriellen Revolution, wenn alles digital wird, wenn die Roboter und die Künstliche Intelligenz kommen, Apotheker braucht. Warum? Weil sie Empathie haben – und das wollen die Menschen! So sieht’s aus. Dann die politische Diskussion mit allen Farben, die im Bundestag sitzen. Union macht Rx-Versandverbot und SPD macht in der Groko mit. Auch wenn das den andern nicht so gefällt, so wollen sie dem Apotheker zumindest irgendwie mehr Sicherheit und ein neues Honorarsystem zukommen lassen. Und alle wollen sie die Apotheke und den Apotheker be- und erhalten, um jeden Preis. Das gefällt auch dem Klinischen Pharmazeuten Jähde, der sich für mehr Arzneimitteltherapiesicherheit einsetzt und Apotheker zum Mitmachen motiviert. Denn eins ist klar: Das ist Teil unserer Zukunft. Mein liebes Tagebuch, da gab’s nichts zu meckern. 


Und zum Schluss schauen wir noch auf die neue Woche: Rund 60 handverlesene Apothekerinnen und Apotheker dürfen sich freuen, am kommenden Montag, 19. Februar, in Berlin auf Schmidt und Schmitz zu treffen, also den ABDA-Präsidenten und seinen Hauptgeschäftsführer. Sie haben sich für die berufspolitische Informationsveranstaltung und als Anwärter für den berufspolitischen Nachwuchs qualifiziert. Ihre erste Lektion: Schmidt und Schmitz nicht verwechseln! Und dann lernen, was der Doppelpack bei der ABDA ist, nämlich Schmidt und sein Vize Arnold (es gibt sie nur im Doppelpack). Und dann heißt es aufgepasst. Wir lernen: Wie buchstabiert man bei der ABDA "demokratische Strukturen“? Danach gibt’s einen Workshop: „So mache ich erfolgreiche Berufspolitik - ein Workshop anhand konkreter Praxisbeispiele“. Mein liebes Tagebuch, kann sein, dass dieser Workshop mangels Beispiele ein wenig kurz ausfällt. Aber zum Schluss dürfen die Teilnehmer ihre Anregungen zur berufspolitischen Arbeit vorstellen. Na, dann! Hauptsache die Lust an der berufspolitischen Arbeit ist nach diesem Tag nicht ganz vergangen. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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7 Kommentare

cannabis gehört nicht in die Apotheken weil

von Jeremy Schoenhaar am 22.02.2018 um 13:02 Uhr

Cannabis gehört nicht in Apotheken weil die Apotheker sich schlicht und ergreifend nicht damit auskennen. Wenn ich in ein Fachgeschäft gehe, erwarte ich ein sinnvolle Beratung. Wenns um cannabis geht, bekomme ich diese in der Apotheke nicht. Im Gegenteil, durch die Jahrzehnte lange Verbotspolitik kennen die Apotheker nur die Propaganda der Prohibitionischen Politiker alla Marlene Mörtle "Cannabis ist verboten weil illegal ist". Allein für Depressionen gibt es über 900 wirksame Cannabis Sorten. Die meisten davon D-Lemonene lästiges Sativa. Liebe Apotheker, nenne mir bitte 10 Wirksame Sorten nur gegen depression. Nenne mir 5 d-lemonene lastige Sorten. Ich kanns ohne es nach zu schlagen mittlerweile (hinweise, der Ursprung von bedrocan ist eine), meine Apotheker kann kein einzigen nennen. Nicht mal eine. Nenn mir eine Sorte der bei insomnia hilft? Neoropatischen Schmerzen? PTBS? Ihr könnt die fragen nicht antworten weils euch an Erfahrung fehlt. Diese Erfahrung haben aber andere. Lass bitte der Patient aber nicht darunter leiden. Falsche medikamentation ist schlimmer als selbst medikamentation, insbesondere wenn der Selbstbehandlung informiert ist. Es gibt Datenbanken die Sorten mit Symptome und Diagnosen abgleichen können. Das sicherste Cannabis Medizin kommt daher aus dem Cannabisfachgeschäft oder der Blumentopf oder aus dem Garten.

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Apotheken sind der Fußabtreter

von Karl Friedrich Müller am 18.02.2018 um 11:25 Uhr

„Eigentlich wäre ein kleines Dankeschön von der Politik an die Apotheken, die perfekt die Fälschungsrichtlinie umsetzen und aus eigener Tasche in Soft- und Hardware investieren, angebracht“

Dieser Satz...... treibt mich zum Wahnsinn, zeigt er doch die Hilflosigkeit der Apotheken.
Wir sind ja so lieb und gut....
Streichelt uns doch ein bisschen.....

Statt sich das BEZAHLEN zu lassen

WIE IMMER. ALLES. UMSONST. IN APOTHEKEN.

Für ein aufwändiges wie unnötiges System, weil wie richtig erwähnt, die Probleme bei GH und Importeuren liegen, damit eigentlich auch bei Krankenkassen, die für billig ALLES in Kauf nehmen...

Ebenso Datenschutz. Strafandrohungen . Brechreiz.
Das Problem liegt auch hier an anderer Stelle.
Das fängt schon bei der Bevölkerung an. Und Konzernen
ABER NICHT BEI UNS

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Apotheken sind der Fußabtreter

von Martin Didunyk am 18.02.2018 um 12:36 Uhr

Lieber Kollege,

wir werden so wahrgenommen wie wir uns präsentieren.
Ohne Frage leisten wir einen phantastischen Beitrag zum Gemeinwohl, aber vor lauter Leistung vergessen wir, es entsprechend zu medialisieren.
Ob es nötig ist oder nicht, darüber können wir lange diskutieren.
Ich persönlich bin der Ansicht, JA es ist nötig unsere Leistungen zu medialisieren. Unsere Gesellschaft ist sensibel an den Stellen, an denen es um die eigene Sicherheit, Wohlbefinden geht und auch da wo um um Einschränkungen geht.
Wir kommunizieren oft und nur politisch unseren Wunsch nach "Einschränkung oder gar Verbot des RX Versandes". Wir kommunizieren allerdings nicht emotional die Einschränkung, die die Bevölkerung erfahren wird, wenn der Versand tatsächlich die Strukturen verändert.
Unser Problem ist daher nicht die Politik. Die ist weder besser noch schlechter denn je ....
Was sich aber veränderte ist unsere politische Arbeit, unser Standing. Wir investieren indirekt zweistellige Millionenbeträge in Prestige Bauten in Berlin Mitte, schaffen es aber nicht unseren gesellschaftlichen Beitrag entsprechend medial in der Gesellschaft zu platzieren.

Es ist nicht die Frage des Könnens, der Mittel....

Unsere Organisationen sind voll hochbezahlter Profis, Mittel haben wir für Top Standort in Berlin.

Woran hängt es dann ?
Läuft da etwas schief ?

Fehlt uns ein Plan, Phantasie, Nähe zum Apotheker vor Ort selbst ?

AW: Apotheken sind der Fußabtreter

von Ulrich Ströh am 18.02.2018 um 13:25 Uhr

Treffend analysiert,lieber Kollege Didunyk!

Die Nichtmedialisierung unserer Leistungen ist ein Kardinalfehler unserer ABDA.
Die Nähe zum Apotheker vor Ort ist nicht vorhanden.

Die aktuelle Diskussion um das RX-Versandhandelsverbot wird uns in diesem Zusammenhang noch schaden.

60 Jupos nach Berlin?

von Christian Giese am 18.02.2018 um 10:33 Uhr

Ob die 60 Jupos nach Berlin wissen, was man gemeinhin unter Demokratie versteht?
Gewaltenteilung: Executive, Legislative, Judikative. Parlament mit Vorschlagsrechten? Alles zu finden bei der ABDA in Berlin?
Oder doch nix dergleichen Strukturelles zu finden, ausser einer statischen, blutleeren Verwaltungsinstitution?

Also reine Alibiveranstaltung, das mit den 60 jungen Jupos nach Berlin?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: 60 JApos nach Berlin

von Gunnar Müller, Detmold am 18.02.2018 um 14:49 Uhr

Meine Kammer informiert mich über das Verbot der Abgabe konzentrierter Wasserstoffperoxid Lösung zum Bleichen von Gehörnen, neue Formulare für das Melden von Rezeptfälschungen und die Wichtichkeit, Berufsfelderkundungsplätze zu melden – DASS aber ein solcher Termin stattfindet, WER dorthin berufen wurde, WER das Berufungsverfahren fest gelegt hat und wie dieses dann ablief, darüber lässt mich meine Kammer im Dunkeln!
Aber ich bin ja auch nur ein einfaches Mitglied der Kammerversammlung und der Vorsitzende einer kleinen, oppositionellen Fraktion der Kammerversammlung der AKWL....

Securpharm

von Karl Friedrich Müller am 18.02.2018 um 9:00 Uhr

Ich hab bei Lauer Fischer nachgefragt und wollte Info über das Verfahren beim Arbeiten mit Securpharm.
Man hatte dort keine Ahnung. Gerade mal das Wort war bekannt.
Da bin ich skeptisch, was da wohl dieses Quartal noch kommen soll.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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