Stada Halbjahresbilanz

Solides Ergebnis in schwierigem Marktumfeld

Berlin - 07.08.2014, 09:15 Uhr


Der Pharmakonzern Stada ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf einigen Märkten gut durchs erste Halbjahr gekommen. Insgesamt konnte das Unternehmen den Umsatz um vier Prozent auf 1,003 Milliarden Euro erhöhen, teilte Stada mit. Der Umsatz des Kernsegments Generika verringerte sich um zwei Prozent auf 598,7 Millionen Euro – im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung in den Märkten Deutschland und Russland.

Das bereinigte EBITDA nahm laut Stada um zehn Prozent auf 208,3 Millionen Euro zu (VJ: 189,1 Mio. Euro). Der ausgewiesene Konzerngewinn lag – ungeachtet hoher einmaliger Sondereffekte – mit 66,8 Millionen Euro ungefähr auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (66,6 Mio. Euro). Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn stieg deutlich um 29 Prozent auf 90,1 Millionen Euro (VJ: 70,1 Mio. Euro). Diese deutliche Steigerung führt Stada im Wesentlichen auf eine substanzielle Rückführung der effektiven Steuerquote beginnend ab dem ersten Quartal 2014 zurück.

Die vier Marktregionen von Stada entwickelten sich unterschiedlich: In Deutschland reduzierte sich der Umsatz wegen weiterhin rückläufiger Generikaumsätze um fünf Prozent (227 Mio. Euro). In CIS/Osteuropa nahm er um vier Prozent zu, in Euro verringerte er sich angesichts negativer Währungseffekte allerdings um neun Prozent (265,6 Mio. Euro) – speziell wegen des sinkenden Rubelkurses. In Zentraleuropa legte der Umsatz um 15 Prozent zu (467,4 Mio. Euro) – insbesondere durch signifikante Anstiege in Großbritannien, Spanien und Italien – und in der Marktregion Asien & Pazifik um 50 Prozent.

Für Forschung und Entwicklung gab das Unternehmen im ersten Halbjahr 29 Millionen Euro aus und führte weltweit 301 Produkte in einzelnen nationalen Märkten ein. Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender der STADA Arzneimittel AG, erklärte, mit dem Ausbau margenstarker Markenprodukte setze das Unternehmen seine Wachstumsstrategie konsequent fort und mache sich gleichzeitig zunehmend unabhängig vom reglementierten Generikabereich – insbesondere im deutschen Markt. Beim Ausblick bestätigt der Vorstand seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr: Er erwartet ein leichtes Wachstum.


Juliane Ziegler


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