Anliegen auf EU-Ebene

ABDA will im Sommer aktiv werden

Berlin - 27.05.2014, 13:14 Uhr


Das Europäische Parlament ist gewählt und die heiße Wahlkampfphase vorbei. Einige Berufsverbände machten davon Gebrauch, ihre Ansichten und Forderungen vor der Wahl an die Politik zu richten. Nicht so die ABDA: Vor der Wahl hielt sich die Standesvertretung der deutschen Apothekerschaft bedeckt. Von „Aktionismus“ habe man ganz bewusst abgesehen, erklärt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt nun.

Bei der ABDA freut man sich über die im Vergleich zu den letzten Europawahlen deutlich gestiegene Wahlbeteiligung. „Die Bevölkerung realisiert offensichtlich immer mehr, wie sehr die Brüsseler Politik sich auf ihr tägliches Leben und Arbeiten auswirkt“, erklärte ABDA-Präsident Schmidt. Eine gute Wahlbeteiligung bedeute ein gestärktes Europaparlament und damit mehr demokratische Legitimation in der Europapolitik. Ein Ergebnis sieht er jedoch „mit Sorge“: Dass in vielen europäischen Staaten rechtsnationale Kräfte zunehmen.

Von „Aktionismus vor der Wahl“ habe man ganz bewusst abgesehen, erklärte Schmidt außerdem. Die Anliegen der Apotheker auf europäischer Ebene will er frühestens im Sommer einbringen – dann habe sich das Europaparlament in seiner neuen Zusammensetzung konstituiert und „dann stehen auch die zukünftigen Ansprechpartner für die Apothekerschaft fest“. Das sei daher „der richtige Zeitpunkt“, eigene Positionen „einzuspeisen“. Letztlich spürten auch die Apotheker die Auswirkungen der EU-Politik deutlich, beispielsweise wenn es um die grenzüberschreitende Anerkennung von Berufsqualifikationen gehe.


Annette Lüdecke/Juliane Ziegler


Das könnte Sie auch interessieren

Union und SPD liegen vorne – auch die AfD ist dabei

Europa hat gewählt

Gegenkandidat für Friedemann Schmidt

Kai-Peter Siemsen will ABDA-Präsident werden

Thomas Benkert wird zum neuen Präsidenten der Bundesapothekerkammer gewählt

BAK-Vizepräsidentin: Funke gewinnt gegen Kemmritz

Apothekerkammer Westfalen-Lippe

ABDA-Präsident Schmidt im Apotheker-Kreuzfeuer

Wahlen an der ABDA-Spitze

Posten verteilt, Proporz geglückt

DAZ.online mit Werbung und Tracking

Nutzen Sie den Newsbereich von DAZ.online wie gewohnt kostenlos. Alle Details zu unseren Werbe- und Trackingverfahren finden Sie hier.

DAZ.online – ohne Tracking

Nutzen Sie DAZ.online ohne verlagsfremde Werbung und ohne Werbetracking für 9,80 Euro pro Monat.
Alle Details zu unserem DAZ.online PUR-Abo finden Sie hier.

Jetzt DAZ.online PUR-Zugang buchen

(Sie können Ihren DAZ.online PUR-Zugang jederzeit kündigen.)