Gesundheit Wählen

Apothekenbus: Dritter CDU-Kandidat schwenkt um

Berlin - 16.09.2013, 13:55 Uhr


Mit dem Karlsruher CDU-Politiker Ingo Wellenreuther hat jetzt der dritte Bundestagskandidat aus den Reihen der Union seine Meinung zum Thema Apothekenbus geändert. Statt auf der offiziellen CDU-Parteilinie mitzuschwimmen, findet Wellenreuther rollende Apotheken jetzt „suboptimal“ und änderte seine Antwort für die ABDA-Kampagne „Gesundheit Wählen“.

Zunächst hatte der Karlsruher  CDU-Kandidat wie andere Parteifreunde auch, die Standardantwort aus dem Wahlprogramm der Union übernommen. Darin heißt es, dass in ländlichen Gegenden mobile/rollende Apotheke ein Mittel zur Sicherstellung der Versorgung sein können. Wellenreuther sitzt bereits für die CDU im Deutschen Bundestag. Der Jurist beschäftigt sich vor allem mit der Innen- und Rechtspolitik.

Die neue, aktualisierte Antwort Wellenreuthers lautet nun: „CDU und CSU wollen sicherstellen, dass die Menschen in ländlichen Regionen weiterhin möglichst nah eine Apotheke vorfinden. Deshalb werden die Apotheken in der Fläche, die häufiger Notdienste machen müssen, besser vergütet. Mit dem Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz stärken wir konsequent die medizinische Versorgung der ländlichen Gebiete. Ziel ist es, die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln insbesondere in ländlichen Regionen zu sichern – auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Apotheken.  Die teils in Erwägung gezogene Einrichtung von Apothekenbussen beziehungsweise mobilen Apotheken wäre aus meiner Sicht suboptimal, denn gerade ein dauerhafter Ansprechpartner, der stets erreichbar ist, gewährleistet eben nicht nur die notwendigste Grundversorgung, sondern schafft Vertrauen unter den – oft älteren – Patienten in ländlichen Regionen und ist auch grundsätzlich in der Lage, das volle Spektrum der Apothekerleistung anzubieten.“

Zuvor hatten bereits der Stuttgarter Abgeordnete Stefan Kaufmann und die Mainzer CDU-Kandidatin Ursula Groden-Kranich ihre Antworten zum Apothekenbus korrigiert.


Lothar Klein


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