DAK-Gesundheit

Insulin-Rabattverträge starten zum 1. Dezember

Berlin - 12.11.2012, 10:04 Uhr


Bei der DAK-Gesundheit versicherte Diabetiker, die neu auf ein Humaninsulin eingestellt werden, erhalten dieses ab Dezember in der Regel nur noch von zwei Herstellern: von Novo Nordisk oder Sanofi Aventis. Wie die Kasse heute mitteilte, hat sie die Zuschläge in ihrer Insulin-Ausschreibung erteilt – ebenso für weitere 48 generische Wirkstoffe, für die Rabattverträge am 1. Januar 2013 starten sollen.

Die DAK-Gesundheit hatte im Juli als eine der ersten Krankenkassen Rabattverträge für Humaninsuline ausgeschrieben. Allerdings soll es hier nicht – wie bei den Generika-Rabattverträgen – eine generelle Austauschpflicht in der Apotheke geben. „Unsere Versicherten müssen daher keine Sorge haben, dass sie ihr altbewährtes Insulin nicht mehr bekommen können. Sie erhalten weiterhin das ihnen bekannte Präparat – auch über die zwei Jahre geltende Vertragsdauer“ erklärt Horst Bölle, Leiter des Geschäftsbereichs Produktmanagement. Die Entscheidung für das jeweilige Präparat treffe weiterhin der Arzt. Die Rabatt-Insuline sollen nur dann in Betracht kommen, wenn der Patient aus medizinischen Gründen umgestellt wird oder wenn er zum ersten Mal ein Insulin bekommt.

Unter anderem der Deutsche Diabetiker Bund hatte die Insulin-Ausschreibung kritisiert. Den Vorwürfen, die öffentliche Ausschreibung beschädige die Versorgungsqualität für Diabetiker, trat Bölle jedoch entgegen: „Durch Rabattverträge mit Pharmaunternehmen können wir eine qualitativ hochwertige Versorgung bei gleichzeitig wirtschaftlichen Kosten sicherstellen, ohne dass daraus Nachteile für Patienten entstehen – im Fall des Humaninsulins überwiegen sogar die Vorteile“. Denn für die Diabetiker, die bisher ein kostensparendes Re-Import-Insulin erhalten haben, stünden nun auf Wunsch zwei Originalpräparate zur Auswahl. „Auch hier hat sich wieder unser Modell bewährt, dass wir nicht nur Verträge mit einem Hersteller abschließen, sondern mit bis zu drei Partnern“, sagt Bölle.

Überdies gingen die Zuschläge für 48 generische Substanzen an insgesamt 32 Hersteller. Auch hier setzte die DAK-Gesundheit auf das Mehrpartnermodell. In den meisten Fällen wurden drei Hersteller bezuschlagt. Besonders erfolgreich war die Stada-Gruppe mit 22 Zuschlägen für Stadapharm und 25 für Aliud sowie die Bietergemeinschaft Teva/Ratiopharm mit 27 Zuschlägen. Der dritte große Generika-Konzern, die Sandoz-Gruppe, ist hingegen gar nicht mit von der Partie. Die Verträge gelten erstmalig für alle Versicherten der DAK-Gesundheit – also auch die der ehemaligen BKK-Gesundheit und BKK Axel Springer. Diese neuen Rabattverträge haben der Kasse zufolge ein Bruttoumsatzvolumen von 225 Millionen Euro.


Kirsten Sucker-Sket


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