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COVID-19 und niedriger Vitamin-D-Spiegel: Folge oder Ursache?

Stuttgart - 09.10.2020, 07:00 Uhr

Mehr zu den Hintergründen und welche Vitamin-D-Dosierung bei unspezifischer Supplementation – unabhängig von COVID-19 – zu empfehlen ist, lesen Sie in der aktuellen DAZ 41/2020. (s / Foto: Julia Klintsova / stock.adobe.com)

Mehr zu den Hintergründen und welche Vitamin-D-Dosierung bei unspezifischer Supplementation – unabhängig von COVID-19 – zu empfehlen ist, lesen Sie in der aktuellen DAZ 41/2020. (s / Foto: Julia Klintsova / stock.adobe.com)


In der aktuellen Ausgabe der DAZ beschäftigt sich Professor Martin Smollich mit Vitamin D im Kontext von COVID-19. Könnten entsprechende Supplemente einer Infektion vorbeugen oder gar den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen? Die Studienlage erscheint widersprüchlich, doch Smollich warnt insbesondere vor der Einnahme hoher Dosen – und liefert eine bemerkenswerte alternative Erklärung für die beobachteten erniedrigten Vitamin-D-Spiegel bei COVID-19-Patienten. 

DAZ-Autor Professor Martin Smollich ist Fachapotheker für Klinische Pharmazie und Leiter der Arbeitsgruppe Pharmakonutrition am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Er hat sich in der aktuellen DAZ 41/2020 den Vitamin-D-Empfehlungen gestellt, die im Rahmen der Coronakrise zunächst von Bloggern und Influencern im Internet kursierten. Diese rieten ihren Followern über verschiedene Social-Media-Kanäle Vitamin D zur Prävention von Infektionen mit SARS-CoV-2 einzunehmen. 

Smollich erklärt, dass die physiologische Relevanz von Vitamin D für ein funktionierendes Immunsystem einerseits detailliert erforscht und unstrittig ist. Welche Hypothesen daraus abgeleitet werden, das ist jedoch nochmal ein anderer Punkt. So gebe es zahlreiche Assoziationsstudien zu der Frage, ob beispielsweise die Häufung von Atemwegsinfekten und der saisonale Höhepunkt der Grippe im Winter/Frühjahr eine Folge der dann besonders niedrigen Vitamin-D-Spiegel sind.

Allerdings lasse sich als Fazit aus Metaanalysen ableiten, dass zur Prävention von Infekten eine Vitamin-D-Supplementation nur wirksam ist, wenn zuvor ein Vitamin-D-Mangel bestand. Das sei das Fazit aus pathophysiologischen und präklinischen Daten. Widersprüchlicher werde die Situation, wenn man den Blick auf epidemiologische Studien richtet. 

Vitamin D und COVID-19: umgekehrte Kausalität

So wurde beispielsweise gezeigt, dass hospitalisierte und schwer erkrankte COVID-19-Patienten häufiger einen Vitamin-D-Mangel haben als andere. Auf der anderen Seite konnten Autoren einer deutsch-österreichischen Studie mit 109 COVID-19-­Patienten keinen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Status und Krankheitsschwere oder Lungen­funktion feststellen, erläutert Smollich. Der große Haken an der Studienlage ist jedoch, dass der Großteil der klinischen Daten praktisch ohne Aussagekraft sei, „da entweder nicht auf potenzielle Störfaktoren adjustiert oder der Vitamin-D-Spiegel erstmals zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme erfasst wurde“. Und an dieser Stelle wird der DAZ-Artikel für Apotheker besonders interessant. Denn letzter Punkt spricht laut Smollich für eine umgekehrte Kausalität


Im Rahmen der immunologischen Akute-Phase-­Reaktion sinkt der Vitamin-D-Spiegel kurzfristig drastisch ab [24], weshalb hier ein niedriger Vitamin-D-Spiegel Folge (und nicht Ursache) der COVID-19-Erkrankung ist.“

Autor Prof. Martin Smollich, DAZ 41/2020


Ein Vitamin-D-Mangel trete vielmehr überdurchschnittlich häufig bei Erkrankungen und Lebensumständen auf, die ihrerseits das COVID-19-Risiko erhöhen. Genannt werden hohes Lebensalter, Adipositas oder Diabetes mellitus Typ 2. Und neu sei diese Erkenntnis auch nicht unbedingt: „Bereits in der Vergangenheit wurde darauf hingewiesen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel z. B. bei entzündlichen Erkrankungen Folge der Entzündung und eben nicht Erkrankungsursache ist [25].“ 

Schließlich rät Smollich nicht grundsätzlich von einer prophylaktischen Vitamin-D-Einnahme ab, allerdings warnt er ausdrücklich vor hohen Doiserungen: Es gebe sogar Hinweise darauf, dass erhöhte Serumkonzentrationen von Vitamin D auch zu einer immunsuppressiven Wirkung führen könnten. 

Mehr zu den Hintergründen und welche Vitamin-D-Dosierung bei unspezifischer Supplementation zu empfehlen ist, lesen sie in der aktuellen DAZ 41/2020.

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Vitamin D im Kontext von COVID-19


Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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16 Kommentare

Covid-19 und Vitamin D

von Rainer Meyer am 17.10.2020 um 12:25 Uhr

Ich bin auf dieser Seite gelandet , weil ich überprüft habe wie der der Verlauf der Pandemie auf der Südhalbkugel bisher war. Dabei bestätigte sich meine Vermutung , daß es dort in etwa umgekehrt verlief wie auf der Nordhalbkugel. Ende Juli waren hier auf der Nordhalbkugel die niedrigsten Fälle zu verzeichnen, während auf der Südhalbkugel die höchsten zu verzeichnen waren. Wenn es nicht die Temperatur war , die den entscheidenden Einluss auf Anstieg bzw Abfall der Covid-19 erkrankungen ausmachte, dann vielleicht der Lichteinfall, der wiederum Einfluss auf die Vitamin D-Bildung im Körper hat.

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AW: AW: AW: Die Dosis macht das Gift

von Martin Smollich am 12.10.2020 um 11:04 Uhr

Hallo Frau Dettling,
als Nachweis der Corona-Wirksamkeit führen Sie eine Publikation an, die auch ich im Artikel erwähnt habe (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32252338/). Sie übersetzen den Titel "Evidence that Vitamin D Supplementation Could Reduce Risk of Influenza and COVID-19 Infections and Deaths", zu Deutsch: "Es gibt Evidenz, dass eine Vitamin-D-Supplementierung das Risiko für Influenza und COVID-19-Infektionen und Todesfälle verringern könnte".
Diese Übersetzung des Titels spiegelt den INHALT der Publikation aber überhaupt nicht wider: So geben die Autoren zwar (aufgrund persönlicher Meinungen) Hochdosisempfehlungen ab, räumen aber gleichzeitig ein, dass es für eben diese Empfehlungen KEINE Evidenz gibt: "Randomized controlled trials and large population studies should be conducted to evaluate these recommendations."

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AW: Die Dosis macht das Gift

von Martin Smollich am 11.10.2020 um 21:40 Uhr

Liebe Frau Kamin,
als Gesundheitswissenschaftlerin können Sie doch seriöse und unseriöse Quellen unterscheiden. Wenn Ihr Hausarzt Ihnen bei 40 ng/ml von einer (höheren) Supplementation abrät, dann befindet er sich damit im Konsens der internationalen Fachgesellschaften. Epidemiologisch liegt die niedrige Gesamtmortalität sogar bei 30 ng/ml.
Sowohl die US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) als auch das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) empfehlen als adäquate 25-OH-D-Serumkonzentrationen zwischen 50 – 125 nmol/l (entspr. 20 - 50 ng/ml). Da sind Sie mit 40 ng/ml doch perfekt drin. Wie gesagt - das ist nicht meine Meinung, sondern die wissenschaftlich begründete Position der weltweit führenden Fachgesellschaften. Wieso glauben Sie, dass diese Referenzwertempfehlungen zu niedrig sein sollten?

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AW: Covid und Vitamin D-Mangel

von Martin Smollich am 11.10.2020 um 21:30 Uhr

Lieber Herr Dr. Feil,
die von Ihnen verlinkten Studien liefern leider keine Evidenz für die Wirksamkeit der Vitamin-D-Supplementation.
- In der genannten israelischen Studie wurde überhaupt nicht erfasst, welche freiverkäuflichen Vitamin-D-NEM die Patient*innen eingenommen hatten.
- Die genannte Studie von Castillo et al. habe ich ebenfalls im Artikel erwähnt. Dort schreibe ich auch, weshalb diese Studie aufgrund gravierender methodischer Mängel nicht den Hauch einer Evidenz für die Vitamin-D-Wirkamkeit liefert ("stark verzerrte Gruppenzuordnung").
Konkret: In dieser von Ihnen genannten Studie hatten in der Interventionsgruppe (Gabe von Vitamin D) 6 % der Patienten einen Diabetes und 24 % eine Hypertonie. In der Vergleichsgruppe (keine Gabe von Vitamin D) hatten dagegen rund drei Mal so viele Patienten (19 %) einen Diabetes und mehr als doppelt so viele (57 %) eine Hypertonie (steht alles so in der Studie).
Und da wundern Sie sich, dass die Patienten aus der Vitamin-D-Gruppe seltener intensivpflichtig wurden als die Patienten aus der Kontrollgruppe? Gerade Diabetes und Hypertonie sind Hochrisikofaktoren für schwere COVID-Verläufe. Wenn man die (relativ) Gesunden in die Vitamin-D-Gruppe packt un die (relativ) Kranken in die Kontrollgruppe, dann ist vorher klar, was rauskommt. Mit Vitamin D und wissenschaftlicher Evidenz hat das aber nichts zu tun.

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AW: AW: Covid und Vitamin D-Mangel

von Dr. Wolfgang Feil am 12.10.2020 um 15:46 Uhr

Lieber Herr Professor Smollich,
gerne nehme ich Stellung auf Ihre Antwort, da diese beiden Studien doch eine wesentlich höhere Evidenz haben, als Sie hier angegeben haben:

Zunächst zur Israel Studie: Das zentrale Ergebnis bei dieser Studie lautete: "In the matched cohort, we found a
significant association between low vitamin D levels and the risk of Covid-19, with the highest risk
observed for severe vitamin D deficiency. A significant protective effect was observed for
members who acquired liquid vitamin D formulations (drops) in the last 4 months."
Anmerkung Dr. Feil: hierbei geht es also nicht um eine Marke oder eine spezielle Vitamin D Menge, sondern allein um die zusätzliche Versorgung mit Vitamin D oder nicht.

Spanische Studie: Sie haben Recht, dass die Gruppen nicht identisch waren: während die Gruppe mit Vitamin D-Gabe weniger Diabetiker und Bluthochdruckpatienten hatten, hatte diese Vitamin D Gruppe jedoch deutlich mehr Leute über 60 Jahre und zusätzlich Patienten, die immunschwächende Medikamente nahmen. Aus der Gruppe mit Vitamin D-Gabe hatten 48 % einen Risikofaktor - aus der anderen Gruppe ohne Vitamin D Gabe 61 %.
Nun zum Ergebnis:
In der Vitamin D Gruppe mussten nur 2 % auf die Intensivstation - in der anderen Gruppe ohne Vitamin D-Gabe 50 %.
Dies sind große Unterschiede, die den marginalen Unterschied in den Gruppen, vernachlässigen lassen.

Umgekehrte Kausalität

von Rolf kratzke.r@gmail.com am 09.10.2020 um 23:05 Uhr

Es ist langsam wirklich unfassbar, welche unsachlichen Thesen verbreitet werden. Herr Jakob versucht hier etwas zu konstruieren, was jeglicher sachlichen Grundlage wiederspricht.
Fakt1 ist, beinahe jeder Erwachsene in Deutschland hat einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Vitamin D Mangel. Fakt 2: Vitamin D ist essentiell wichtig für das Immunsystem. Bei einem zu niedrigen Vitamin D Spiegel laufen auch Entzündungsreaktionen unkontrolliert ab, daher kommt es bei den Covid 19 Erkrankten teilweise zu dem Zytokinsturm.
Jetzt soll Covid 19 auch noch für den Vitamin D Mangel verantwortlich sein? Es gibt dafür keinen belegbaren Beweis.
Das Problem ist wie so oft, das Vitamin D zu billig und nicht patentierbar ist........
Wenn sie das anders sehen dürfen sie mir gerne schreiben.
R. Kratzke Gevelsberg.

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AW: Umgekehrte Kausalität

von Ulrich Schulze am 10.10.2020 um 22:09 Uhr

Ja, na sehen wir es mal so: die Krankheit lässt den D3 Spiegel sinken. Es dürfte ja einen Unterschied bedeuten, ob ich von einem Level von 80 auf 60 ng pro ml falle oder von 40 auf 20. Wenn man richtig supplementiert, braucht man sich auch keine Angst machen zu lassen. Hierzu empfehle ich Dr.Raimund von Helden (Landarzt mit großer Erfahrung zum Thema D3), der unermüdlich aufklärt und vor kurzem zwei Studien aus dem Iran und Spanien kommentierte zur Sterblichkeit nach Corona in Abhängigkeit vom D3 Gehalt im Serum.

D3

von C.L.-Z. am 09.10.2020 um 22:29 Uhr

Hm, komisch:
PoC, Adipositas, Alter, Polymorbidität = Risikofaktoren für D3 Mangel. Die Untersuchungen aus Indonesien an ITS Patienten zeigten ebenso niedrige D3 Werte = höhere Sterblichkeit an Covid-19. Wenn eine sich entwickelnde Entzündung ebenso verstärkt D3 konsumiert, ist es doch umso wichtiger, D3 im Blick zu behalten.
In meiner Praxis ist der D3 Mangel / - Unterversorgung eher die Regel als die Ausmahme...
Hier noch ein guter Text zum Thema:
https://www.heise.de/tp/features/Schuetzt-Vitamin-D-vor-Covid-19-4704193.html

Sehr gute D3 Werte(60-80ng/ml) könnte Covid-19 durchaus den Wind aus den Segeln nehmen - meine Meinung...

Hier noch ein guter Text zu D3 und Immunsystem:

https://www.vitamind.net/immunsystem/

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Die Dosis macht das Gift!

von Dr. Sabine Dettling am 09.10.2020 um 18:36 Uhr

"Schließlich rät Smollich nicht grundsätzlich von einer prophylaktischen Vitamin-D-Einnahme ab, allerdings warnt er ausdrücklich vor hohen Doiserungen:." Das ist das Problem. Warnungen vor zu hohen Dosen. Da in Coronazeiten Einzelfall-Berichte populär geworden sind, hier meine Erfahrungen in Kurzfassung: Vitamin D3, dosiert in Abhängigkeit von Körpergewicht und Statur (Normalgewicht oder Übergewicht), eingenommen mit den Co-Faktoren Vitamin K2, A, Magnesium und ggf. Kalium und Bor, stellt das Immunsystem so scharf, dass kein Virus mehr eine Chance hat. Ich nehme bei 54 kg Körpergewicht täglich 5000 IE D3 im Sommer und bis zu 20000 IE im Winter, dazu 400-800 Mg Magnesium, 5000-10000 IE Vitamin A sowie Kalium nach Bedarf, und auch Vitamin B12 in Spritzenform, da ich Vegetarier bin. Früher hatte ich jeden Winter sehr häufig schwere Infekte, auch Influenza. Seit mein Vitamin D-Spiegel auf 75-110 ng/ml ist, hatte ich nie wieder auch nur den Anflug eines Schnupfens. Dasselbe gilt für mein familiäres Umfeld und für Teile des Freundeskreises. Wir geben zwar viel Geld für diese Präparate aus, aber unsere Gesundheit ist uns das wert.

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AW: Die Dosis macht das Gift

von Manuela Kamin am 10.10.2020 um 16:02 Uhr

Vielen Dank für diesen informativen Kommentar. Ich habe meinen D-Status überprüfen lassen, da ich als Gesundheitswissenschftlerin die Diskussionen zu diesem Thema gern verfolge und auch entsprechend handeln möchte. Mein aktueller Status liegt bei 40ng, daher flute ich gerade an, auch wenn mein Hausarzt davon abrät.Vielen Dann

AW: Die Dosis macht das Gift

von Martin Smollich am 11.10.2020 um 20:08 Uhr

Also, selbst wenn es stimmt, dass Sie "nie wieder auch nur den Anflug eines Schnupfens" hatten, seit Ihr Vitamin D-Spiegel auf 75-110 ng/ml ist - dann beweist das ja nicht, dass man sich so vor einer Corona-Infektion schützen kann. Darum ging es ja in dem Beitrag.

AW: AW: Die Dosis macht das Gift

von Dr. Sabine Dettling am 12.10.2020 um 9:53 Uhr

Herr Smollich, Sie können beruhigt sein, ich hatte schon sehr lange Zeit keinen Infekt mehr, und an Schnupfen sind ja, wie wir alle wissen, Viren schuld, auch Corona-Viren. "Corona" ist also nichts anderes, als eine Virus-Infektion. Nun ist der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D3-Spiegel und Infektanfälligkeit in zahlreichen z. T. gut gemachten Studien hinreichend belegt. Wahllos auf die Schnelle herausgegriffen: DOI 10.1136/bmj.i6583, 10.1002/rmv.2032, 10.1017/S0950268806007175 sowie, ganz aktuell, 10.3390/nu12040988: "Evidence that Vitamin D Supplementation Could Reduce Risk of Influenza and COVID-19 Infections and Deaths", zu Deutsch: Es gibt Evidenz, dass eine Vitamin-D-Supplementierung das Risiko für Influenza und COVID-19-Infektionen und Todesfälle verringern könnte". Wie ist vor diesem Hintergrund zu erklären, dass Sie schreiben, mein Fallbeispiel beweise nicht, "dass man sich so [mit einem ausreichend hohen Spiegel an Vitamin D3, d. Verf.] vor einer Corona-Infektion schützen kann"? Einem schlagkräftigen Immunsystem ist sicherlich völlig egal, wer der Feind ist, den es bekämpfen muss, ob das Virus nun SARS CoV-2 oder Rhino heißt.

Umgekehrte Kausalität?

von Roger Jakob am 09.10.2020 um 15:42 Uhr

Bekannt ist, dass besonders Menschen ab einem Alter von über 80 Jahren mit Covid19 sterben. Fakt ist auch, dass gerade im Winter viele Deutsche einen D3 Mangel aufweisen. Wie viele Menschen sterben an einer D3 Überdosierung (schwer zu schaffen)?Niemand! Bitte D3 prüfen lassen und entsprechend dosieren

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AW: Umgekehrte Kausalität

von DAZ.online am 09.10.2020 um 16:55 Uhr

Lieber Herr Jakob,

mit der "umgekehrten Kausalität" ist nicht gemeint, dass die Menschen etwa an einer Vitamin-D-Überdosierung sterben, sondern dass der Vitamin-D-Spiegel infolge einer Erkrankung entsteht. Also die Frage ist: Sinkt der Spiegel und die Erkrankung folgt – oder erkrankt man, und der Spiegel sinkt?

Siehe dazu auch die Zitate im Text:

„Im Rahmen der immunologischen Akute-Phase-­Reaktion sinkt der Vitamin-D-Spiegel kurzfristig drastisch ab [24], weshalb hier ein niedriger Vitamin-D-Spiegel Folge (und nicht Ursache) der COVID-19-Erkrankung ist.“

„Bereits in der Vergangenheit wurde darauf hingewiesen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel z. B. bei entzündlichen Erkrankungen Folge der Entzündung und eben nicht Erkrankungsursache ist [25].“

Covid und Vitamin D-Mangel

von Abu-es-Soud,Dietrun am 09.10.2020 um 15:14 Uhr

Endlich kommt die Beziehung von Covid-Erkrankung und Vitamin D-Mangel zur Sprache.Warum betrifft es vor allem Erwachsene:Es ist bekannt daß jeder dritte Erwachsene in Deutschland Vitamin D-Mangel hat.Es wird allerdings auch nicht darauf geprüft,da es keine Kassenleistung ist.
Warum betrifft es nicht die Kinder,da sie durch Vigantol-gaben zunächst geschützt sind.Vitamin D ist übrigens fett-löslich,daher mit Fett oder Öl einzunehmen.(Was nützen Hochdosis wenn mit Wasser eingenommen)Ich setze auf Vigantoletten 1000 täglich mit Butterbrot oder Öl

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AW: Covid und Vitamin D-Mangel

von Dr. Wolfgang Feil am 10.10.2020 um 15:45 Uhr

brandaktuelle neue Studien: Vitamin D bei COVID-19 dringend anzuraten

Vitamin D im Vorfeld genommen schützt vor COVID-19
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.20188268v1.full.pdf

erste klinische Studie Oktober 2020: Vitamin D schützt vor schweren COVID-19 Verläufen
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764?via%3Dihub#bib0100

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