Endspurt 2014

Versorgungsstärkungsgesetz nächste Woche im Kabinett

Berlin - 08.12.2014, 11:44 Uhr


In der kommenden Woche wird die Bundesregierung den Entwurf zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz auf die parlamentarische Reise schicken. Laut BMG ist für den 17. Dezember die Kabinettbefassung vorgesehen. Nicht im Zeitplan befindet sich hingegen das eHealth-Gesetz. Statt wie angekündigt noch vor Jahresschluss wird Gesundheitsminister Gröhe seine Vorstellungen erst 2015 präsentieren.

Wie aus dem BMG zu erfahren war, haben die Ressortabstimmung und die interne BMG-Anhörung noch zu kleineren Änderungen am GKV-VSG geführt. Details wollte das BMG aber nicht nennen. Es werde noch am Kabinettentwurf gearbeitet. Kern des GKV-VSG ist die intensivere Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer medizinischer Versorgung sowie eine Verkürzung der Wartezeit auf einen Facharzttermin für GKV-Versicherte.

Enthalten darin sind aber auch für Apotheker wichtige Punkte: So soll der Kassenabschlag wie vom Deutschen Apothekerverband und vom GKV-Spitzenverband gemeinsam gefordert gesetzlich auf 1,77 Euro festgeschrieben werden. Außerdem sind Vorgaben für eine Regelung der Retax-Problematik durch die Selbstverwaltung sowie zum Entlassmanagement und zur Abstimmung des Notdienstes vorgesehen.

Mit dem angekündigten eHealth-Gesetz will Bundesgesundheitsminister Gröhe Vorgaben zur Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) machen. Im Gespräch ist unter anderen die bundesweite Einführung eines Medikationsplanes.


Lothar Klein


Das könnte Sie auch interessieren

Stellungnahme zum AM-VSG: Keine weiteren Erhöhungen bei Rezepturen gefordert

Die ABDA ist zufrieden

Pharmakonzerne zum Apothekenhonorar

Ist das Honorarplus für Apotheker verfassungswidrig?

vfa kritisiert Querfinanzierung durch Sparmaßnahmen bei Herstellern

Herstellerverband gegen Honorar-Plus

Was wurde aus den Anträgen?

Nachlese zum Apothekertag 2014

Gesundheitsminister beim DAT

Was bringt Gröhe zum Apothekertag mit?

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt will Honorarsystem reformieren

Raus aus der Abhängigkeit von der Politik

Mattheis beharrt auf Deckelung bei Hochpreisern / Lauterbach sieht Erhöhung kritisch

Will die SPD den Honoraranstieg verhindern?