Vorstandsbezüge

Baas und Straub bleiben Spitzenverdiener bei den Kassen

Berlin - 05.03.2014, 12:11 Uhr


Die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen müssen jedes Jahr zum 1. März bekanntgeben, was ihre Vorstände im zurückliegenden Jahr verdient haben. Die diesjährige Veröffentlichung im Bundesanzeiger zeigt: An der Spitze bei den Krankenkassen stehen weiterhin die Chefs der Großen im Geschäft: die der Techniker Krankenkasse und der Barmer GEK. Noch mehr verdienen allerdings die (Zahn-)Ärztefunktionäre.

Seit nunmehr zehn Jahren müssen die Krankenkassen sich in Sachen Vorstandsvergütung transparent zeigen, die Ärzteorganisationen müssen die Vorstandsbezüge seit 2005 veröffentlichen. Der Vorstandsvorsitzende  der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Wolfgang Eßer, erhielt 2013 mehr als 300.000 Euro – 254 895,84 Euro davon entfielen auf die Grundvergütung, der Rest auf variable Anteile. (Noch-) KBV-Chef Andreas Köhler erhielt bis Mai 2012 eine Vergütung von 350.000 Euro – nach Querelen mit dem Bundesgesundheitsministerium waren es ab Juni nur noch 320.000 Euro. Für 2013 fehlt hier bislang die Veröffentlichung.

Unter den Vorstandsvorsitzenden der Kassen steht Jens Baas (TK) ganz oben. Seine Kasse ist mittlerweile auch die größte im Land. Für seine Leistungen erhielt Baas 2013 eine Grundvergütung von 288.847,22 Euro – Boni oder ähnliches gab es nicht. Christoph Straub, Chef der Barmer GEK, steht ihm kaum nach. Er kam im letzten Jahr auf eine Grundvergütung von 257.812,50 Euro zuzüglich 25.000 Euro variablem Anteil. Auch Herbert Rebscher (DAK) zählt mit knapp 247.000 Euro zu den Spitzenverdienern.

Bei den AOKen liegen die Grundbezüge zwischen rund 150.000 und 190.000 Euro – jeweils zuzüglich Boni. Der Chef der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann, kam letztes Jahr etwa auf insgesamt 223.500 Euro. Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender AOK Plus, kam auf gute 246.000 Euro. Die Vorstände des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann und Uwe Deh, bekamen 180.000 Euro Gehalt plus gute 35.000 Euro zusätzlich – für die Zielerreichung 2012, wie es heißt.


Kirsten Sucker-Sket


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