Umfrage zur Fastenzeit

Alkohol bleibt Favorit beim Verzicht

Berlin - 04.03.2014, 10:53 Uhr


Mit Beginn der traditionellen Fastenzeit am Aschermittwoch entscheiden sich viele Menschen dafür, für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter zu verzichten. Knapp 60 Prozent der Deutschen haben schon mindestens einmal eine persönliche Fastenzeit eingelegt. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Danach würden die meisten auf Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch und das Rauchen verzichten.

Laut der DAK-Studie haben 42 Prozent der Befragten schon öfter für mehrere Wochen gefastet – vor zwei Jahren gaben dies noch 34 Prozent an. Bei der aktuellen Umfrage gaben überdies weitere 17 Prozent an, bereits einmal gezielt auf bestimmte Genuss- oder Konsummittel verzichtet zu haben. Noch nie getan hat dies zwar jeder Zehnte, könnte es sich aber gut vorstellen. Nur für 29 Prozent der Befragten kommt der bewusste Verzicht überhaupt nicht infrage (2012: 36%). Während bei den 18- bis 29-Jährigen nur 18 Prozent das Fasten ablehnen, sind es in der Altersgruppe über 60 Jahre doppelt so viele.

Favorit beim Fasten bleibt der Umfrage zufolge Alkohol, 69 Prozent der Befragten würden am ehesten darauf verzichten. Es folgen Süßigkeiten (63%), Fleisch (47%), Rauchen (43%), Fernsehen (33%), Handy und Computer (31%) und das Auto (19%). Insgesamt zeigt sich, dass Frauen und Männer unterschiedlich fasten: Während 54 Prozent der Frauen bewusst auf Fleisch verzichten würden, sind es bei den Männern nur 40 Prozent. Auch auf Handy und Internet würden Frauen eher (36%) verzichten als Männer (26%). „Frauen achten in der Regel mehr auf ihren Körper und ihre Psyche“, erklärt Silke Willms von der DAK-Gesundheit.

Was früher eine Zeit der seelischen und körperlichen Reinigung war, werde heute oft leichtfertig als Methode zum Abnehmen definiert, mahnt indes die Barmer GEK. Wer das Fasten als Diät nutzen wolle, werde langfristig enttäuscht: „Erst hungern, dann wieder essen wie zuvor – da ist der Jojo-Effekt programmiert.“ Dennoch sei die Fastenzeit ideal, um die eigene Ernährungsweise kritisch unter die Lupe zu nehmen und an der einen oder anderen Stelle zu korrigieren, erklärt Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK. Fasten könne insoweit als Einstieg in eine bewusste Ernährung dienen.


Juliane Ziegler


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