Pharmacon-Umzug

Schweizer, Österreicher und Deutsche wollen zusammenarbeiten

Davos - 07.02.2014, 17:27 Uhr


Der Pharmacon-Fortbildungskongress neigt sich dem Ende zu, die Teilnehmer, Aussteller und Veranstalter nehmen Abschied von Davos. Im nächsten Jahr wird der Winter-Pharmacon im österreichischen Schladming stattfinden. Doch das wird nicht die einzige Änderung sein. In Zukunft sollen die Österreichische Apothekerkammer und der Schweizer Apothekerverband an der Gestaltung des Vortragsprogramms mitwirken.

Die deutschen, österreichischen und Schweizer Apotheker wollten ihre Fortbildung stärker verzahnen, teilte die Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker (WuV) heute auf dem Pharmacon mit. Dies hätten die Präsidenten der Bundesapothekerkammer, Dr. Andreas Kiefer, der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. Max Wellan, und des Schweizerischen Apothekerverbandes PharmaSuisse, Dominique Jordan, vereinbart. Der Winter-Pharmacon solle zum wissenschaftlichen Leitkongress des deutschsprachigen Raums weiterentwickelt werden. Dazu wollen alle drei Länder am wissenschaftlichen Programm mitwirken und namhafte Referenten empfehlen.

Veranstalter des Kongresses bleibe aber die Bundesapothekerkammer, teilte ein WuV-Sprecher auf Nachfrage mit, die WuV werde weiterhin die Organisation und Durchführung übernehmen. Es sei auch nicht geplant, den Pharmacon mit dem Fortbildungskongress der österreichischen Apotheker, der ebenfalls in Schladming stattfindet, zusammenzulegen.

Metin Ergül, Geschäftsführer der WuV, ist überzeugt, mit Schladming den richtigen Ort für das neue Konzept gefunden zu haben. Mit dem „ausgewogenen Hotel-, Gastronomie- und Betreuungsangebot“ werde man auch den Bedürfnissen jüngerer Apothekerfamilien gerecht. Das sehen allerdings nicht alle Teilnehmer des Davoser Pharmacon so. Gerade die bisher zahlreich teilnehmenden Schweizer Apothekerinnen und Apotheker beklagen die lange Anfahrt in die Steiermark, andere langjährige Davos-Besucher sagten, dass sie im nächsten Jahr eben Urlaub in Davos machen würden, statt den Pharmacon zu besuchen. Es gab aber durchaus auch Zustimmung für den Umzug, vor allem da das Preisniveau in Davos unerschwingliche Höhen erreicht habe.


Dr. Benjamin Wessinger


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