Lieferengpässe

SWR-Fernsehen: „Apotheker schlagen Alarm“

Stuttgart - 15.11.2013, 14:30 Uhr


Nach dem Hessischen Rundfunk hat nun auch das SWR-Fernsehen das Thema Lieferengpässe bei Arzneimitteln aufgegriffen. In der Sendung „Marktcheck“ vom gestrigen Donnerstag wurde ausführlich über die Lieferprobleme bei „Blutdruckmitteln“ und „Schilddrüsentabletten“ berichtet.

Zwei Patienten schilderten ihre Suche nach einem nicht näher bezeichneten „Blutdruckmittel“ der Firma Hexal und „Schilddrüsentabletten“ von Merck in mehreren schwäbischen Apotheken. Die Patienten hätten solche Probleme immer öfter, „viele Apotheker schlagen nun Alarm", erläutert die Moderatorin .

„Das ist eine Situation, die einem Industrieland wie Deutschland nicht gerecht wird“, äußert sich der Stuttgarter Apotheker Christof Mühlschlegel, Vizepräsident des LAV Baden-Württemberg, in der Sendung.

Die betroffenen Hersteller verweisen in dem Beitrag auf eine stark angestiegene Nachfrage aus dem Ausland – eine Begründung, die der unvermeidliche Experte Gerd Glaeske als „vorgeschoben“ bezeichnet. Der wahre Grund sei vielmehr ein wirtschaftlicher. Glaeske: „Hersteller sagen mir, dass sie in Spanien, Portugal oder Griechenland höhere Preise bekommen.“ Schuld seien die Rabattverträge. Ein Vorwurf, den der Chef der AOK-Baden-Württemberg Christopher Hermann von sich weist. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Rabattverträgen und Lieferengpässen. Die Einsparungen durch die Rabattverträge dienten dazu, das Geld an anderer Stelle sinnvoller für die Versorgung einsetzen zu können.

Diese Argumentation überzeugte die „Marktcheck“-Redaktion jedoch offenbar nicht, der Beitrag endet mit der Frage: „Doch was hat das mit guter Versorgung zu tun, wenn viele gängige Arzneimittel nicht erhältlich sind?“

Den Beitrag "Derzeit nicht lieferbar!" aus der Sendung „Marktcheck“ vom 14.11. können Sie auf der Website des SWR hier ansehen.
Die Sendung wird am 22.11.2013 um 10.45 Uhr und am 23.11.2013, 07.45 Uhr auf eins plus wiederholt.


Dr. Benjamin Wessinger


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