Naturheilkunde

Manuka-Honig zur Wundbehandlung

04.08.2011, 10:41 Uhr


Ein Krankenhausarzt berichtet in der aktuellen DAZ über die „ausgezeichneten“ Erfahrungen bei der Behandlung von Wunden mit Manuka-Honig. Das Verfahren ist zwar nicht durch klinische Studien validiert, aber diesen Mangel weisen auch Behandlungsalternativen auf, die dennoch in einem besseren Rufe stehen.

Bereits in der DAZ Nr. 25/2011 hatte ein Autorenteam die Gewinnung, Verarbeitung und Anwendung von Manuka-Honig vorgestellt: Naturheilkunde: Manuka-Honig. Manuka-Honig stammt aus Neuseeland und ist in Deutschland teils als zugelassenes Medizinprodukt im Handel, teils wird er ohne Zulassung im Versandhandel per Internet angeboten. Die Autoren stuften Manuka-Honig aufgrund seines Gehalts an dem bakteriziden Wirkstoff Methylglyoxal als Arzneimittel ein, das seine Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in klinischen Studien unter Beweis stellen müsse, bevor es routinemäßig therapeutisch eingesetzt werden darf.

Zu diesem Beitrag nahm der Oberarzt eines Krankenhauses Stellung. Für ihn relativiert sich die unbefriedigende Studienlage zu Manuka-Honig, weil dieselbe für alle anderen Wundauflagen nicht besser ist: „Generell konnte zu den ca. 250 verschiedenen in Deutschland erhältlichen kommerziellen Wundauflagen keine Überlegenheit gegenüber einfacher feuchter Wundbehandlung gezeigt werden.“

Andererseits berichtete der Arzt über die eigenen mehrjährigen positiven Erfahrungen: „Wir behandeln seit mehreren Jahren in einem DDG-anerkannten Fuß- und Wundbehandlungszentrum Patienten mit diabetischem Fußsyndrom mit Manuka-Honig. Die klinischen Erfahrungen sind ausgezeichnet. Die Therapie ist unkompliziert in der Anwendung, erfreut sich einer hohen Patientenzufriedenheit, erscheint ausgesprochen kosteneffektiv, und interessanterweise liegen bisher keine Berichte zu Resistenzentwicklungen gegenüber Honig vor.“

Der vollständige Leserbrief wurde in der DAZ Nr. 31 gedruckt.


Dr. Wolfgang Caesar


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