DAZ aktuell

Erst rauf, dann wieder runter

Entwicklung der GKV-Arzneimittelausgaben

ks/ral | Die Corona-Krise hat nicht nur bei Klopapier und Trockenhefe zu Hamsterkäufen geführt – auch in der Apotheke wurde gehamstert. Das zeigt ein Blick auf die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel. Wie der Deutsche Apothekerverband mitteilt, sind die Ausgaben im März um 25 Prozent gestiegen, dafür zeichnet sich für den April ein deutlicher Rückgang ab.

Vergangene Woche haben sowohl das Statistische Bundesamt (Destatis) als auch Insight Health erste Zahlen zur Umsatzentwicklung im Arzneimittelmarkt seit der Coronakrise mitgeteilt. Nun hat auch der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit Zahlen aufgewartet. Demnach sind die GKV-Ausgaben für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 25,0 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro gestiegen. Im Januar und Februar habe der Anstieg wie erwartet noch zwischen 5,0 und 6,0 Prozent gelegen, so der DAV.

Für das erste Quartal 2020 ergibt sich somit ein Wachstum der GKV-Arzneimittelausgaben von 11,8 Prozent auf 10,38 Milliarden Euro. Die Zahl der Rezepte nahm im März um 13,7 Prozent auf 44 Millionen zu, die der abgegebenen Packungen stieg um 18,8 Prozent auf 71 Millionen.

Doch Ende März kam das Kontakt­verbot – und seitdem sieht die Lage anders aus. DAV-Chef Fritz Becker zufolge zeigen die ersten Marktdaten für April „stark rückläufige“ Arzneimittelumsätze. „Das lässt darauf schließen, dass neben einer umfangreichen Akutversorgung auch viele chronisch kranke Patienten reguläre Arztbesuche mit Folgeverschreibungen vorgezogen haben“, so der DAV-Vorsitzende. |

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