Nordrhein-Westfalen

Ärzte und IT-ler bieten digitale Impfnachweise via Internet an

Dresden - 18.06.2021, 17:50 Uhr

Geimpfte können laut zimpfen.de ihre COVID-19-Impfungen aus dem gelben Impfpass in einen QR-Code als „offiziellen digitalen Impfnachweis“ umwandeln lassen. Und zwar „ganz einfach und bequem vom Sofa aus, am Schreibtisch oder auf der Bank im Park – morgens, mittags, abends, nachts, am Wochenende“. (b/Screenshot: zimpfen.de)

Geimpfte können laut zimpfen.de ihre COVID-19-Impfungen aus dem gelben Impfpass in einen QR-Code als „offiziellen digitalen Impfnachweis“ umwandeln lassen. Und zwar „ganz einfach und bequem vom Sofa aus, am Schreibtisch oder auf der Bank im Park – morgens, mittags, abends, nachts, am Wochenende“. (b/Screenshot: zimpfen.de)


Über die Website „zimpfen.de“ können sich Geimpfte ein digitales Impfzertifikat bestellen. Betreiber der Seite ist ein Arzt aus Essen. Die Kassenärztliche Vereinigung ist wenig begeistert und kündigt eine Überprüfung an.

„Wir zertifizieren dir das Impfen!“, heißt es auf der Website zimpfen.de. Seitenbetreiber ist ein Arzt aus Essen: Dr. Christian Brodowski. Er erklärt: „Wir sind ein kleines Team, bestehend aus Ärzt:innen und IT'ler:innen, die Euch die Möglichkeit geben wollen, Euren digitalen Impfnachweis möglichst schnell, unkompliziert und orts- bzw. zeitunabhängig zu erhalten.“ Das Angebot sei kostenlos, die Finanzierung erfolge über die Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)  bzw. mit dem Bund. „Wir alle warten darauf: Endlich wieder mit Freunden treffen, endlich wieder einkaufen gehen, endlich wieder in den Urlaub. Endlich mehr Freiheit! Doch dafür benötigen wir alle den Impf-QR-Code, um unsere Impfung digital nachweisen zu können“, schreibt Brodowski.

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Geimpfte können laut zimpfen.de ihre COVID-19-Impfungen aus dem gelben Impfpass in einen QR-Code als „offiziellen digitalen Impfnachweis“ umwandeln lassen. Und zwar „ganz einfach und bequem vom Sofa aus, am Schreibtisch oder auf der Bank im Park – morgens, mittags, abends, nachts, am Wochenende“. Was ist zu tun? „Einfach ein Video von deinem Impfpass und einem offiziellen Ausweisdokument machen, Daten ins Formular eintragen und alles hochladen. Dein, vom Robert Koch-Institut signierter, offizieller digitaler Impfnachweis kommt anschließend sicher und schnell als Link zum Download“, so das Versprechen. Was im Video zu sehen sein muss, wird an einem Beispiel-Film gezeigt.

Die eingegebenen Daten würden schließlich verschlüsselt über das „gesicherte Telematik-Netz“ an den vom Robert Koch-Institut beauftragten Dienstleister übertragen. „Dieser erstellt daraufhin das Impf-Zertifikat und das zugehörige PDF, das wir dir dann zum Download zur Verfügung stellen.“ In den FAQ erklärt der Seitenbetreiber, die eingegebenen Daten würden „lediglich zur Verifikation der Impfung“ genutzt. „48 Stunden später werden alle Daten, die wir nicht gesetzlich länger speichern müssen, gelöscht. Die Daten, die länger gespeichert werden müssen, liegen auf einem separaten Server verschlüsselt vor und sind nicht aus dem Internet direkt erreichbar. Dein QR-Code ist nach 48 Stunden nur auf Deinem eigenen Endgerät gespeichert.“



Anja Köhler, Freie Journalistin
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

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von Dipl.-Heilpädagogin Penitzka Anna-Maria am 05.07.2021 um 7:34 Uhr

https://zimpfen.de/s/451/

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