Stada zuversichtlich

Internationales Geschäft treibt Gewinn

Berlin - 21.03.2013, 13:34 Uhr


Der Arzneimittelhersteller Stada hat das abgelaufene Geschäftsjahr dank der florierenden Geschäfte in Osteuropa mit einem kräftigen Gewinnanstieg abgeschlossen. Konzernchef Hartmut Retzlaff zeigte sich vor dem Hintergrund des starken Wachstums im internationalen Geschäft zuversichtlich und kündigte am Donnerstag weitere Zuwächse an.

Wie Deutschlands drittgrößter Generikahersteller heute mitteilte, legte der Konzerngewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 86,5 Millionen Euro zu. Im Vorjahr hatten Schwierigkeiten auf dem deutschen und dem wichtigen serbischen Markt zu einem Gewinneinbruch auf 22 Millionen Euro geführt. Stada hatte bereits Ende Februar vorläufige Zahlen ohne Details zur regionalen Entwicklung veröffentlicht.

Insbesondere das internationale Geschäft und die Entwicklung mit Markenprodukten wie dem Sonnenmittel Ladival sorgten bei Stada für Zuwächse. Getragen von der Nachfrage aus Russland und Europa stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Umsatz des Kernsegments Generika wies dabei einen leichten Anstieg von zwei Prozent auf 1,2 Milliarden Euro auf. Damit hatten Generika einen Anteil von 66 Prozent (Vorjahr: 69,3 Prozent) am Konzernumsatz. Das Segment Markenprodukte zeigte im letzten Jahr ein Umsatzwachstum von 26 Prozent auf 596,2 Millionen Euro. Es trug damit 32,5 Prozent zum Konzernumsatz bei – im Vorjahr waren es noch 27,5 Prozent.

Auf dem Heimatmarkt Deutschland litt Stada erneut unter den schwierigen Rahmenbedingungen im Generikageschäft, insbesondere dem Margendruck aufgrund der Rabattverträge. So fiel der Umsatz hierzulande um sechs Prozent auf 470 Millionen Euro. Und das, obwohl Stada-Vertriebsgesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Zuschläge bei den verschiedenen Ausschreibungen verzeichnen konnten. Deutschland trägt mittlerweile nur noch rund 26 Prozent zum Konzernumsatz bei, im Vorjahr waren es noch drei Prozentpunkte mehr. Mit der Stärkung des Auslandsgeschäfts und des Markensegments soll die Abhängigkeit vom deutschen Markt weiter reduziert werden.

Retzlaff bekräftigte erneut den Ausblick: 2013 soll der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit einem hohen prozentual einstelligen Plus einen neuen Rekord erreichen (VJ: 368). Für 2014 rechnet Stada mit einem Umsatz von circa 2,15 Milliarden Euro sowie einem Gewinn von rund 215 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA soll circa 430 Millionen Euro erreichen.

Stada hatte 2010 ein mehrjähriges Sparprogramm aufgelegt, das den Verkauf verschiedener Produktionsstätten und den Abbau von circa 800 Vollzeitstellen bis Ende 2013 vorsah. Diese Ziele haben die Hessen bereits 2012 erreicht.


Kirsten Sucker-Sket/dpa


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