Prisma

Mit Hüpfburgen gegen Pollenallergien

Zunehmend mehr Kinder sind von Heuschnupfen betroffen und manche "Allergikerkarriere" beginnt bereits im Säuglingsalter. Möglicherweise lässt sich mit Herumtollen und körperlicher Aktivität das Risiko von Pollenallergien bei den kleinen Leuten verhindern.

Mitarbeiter des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg werteten dazu die über zwölf Jahre gesammelten Daten von etwa 1700 Kindern aus. Sowohl Eltern als auch ihre Sprösslinge im Alter von fünf bis vierzehn Jahren wurden innerhalb dieses Zeitraums mehrfach zum häuslichen Lebensstil befragt. Für die Forscher war dabei interessant, in welchem Maß sich die Kinder bewegten und ob Passivrauchen, bestehende Krankheiten oder Haustiere als mögliche Allergieauslöser in Frage kamen. Alle Ergebnisse deuteten darauf hin, dass für kleine Stubenhocker die Wahrscheinlichkeit, an Heuschnupfen zu erkranken bis zu fünfzig Prozent höher war, als bei Kindern mit regelmäßiger Bewegung. Zur Erklärung verweisen die Wissenschaftler auf Studien, wonach körperliche Aktivitäten das Immunsystem stärken und regulieren. Dass Kinder das Herumtoben im Freien aufgrund bereits bestehender Allergien meiden, schließen die Forscher für ihre Analysen aus. Wie die Statistiken zeigen, bewegen sich inaktivere Kinder das ganze Jahr über seltener als ihre Altersgenossen, nicht nur während der Pollenflugzeit. war

Quelle: Allergy 61, 1310 (2006).

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