Großhandel

Sanacorp sieht sich auf gutem Weg

Berlin - 20.06.2013, 10:41 Uhr


Die Anstrengungen der Sanacorp für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 haben sich ausgezahlt: Wie Dr. Herbert Lang, Vorstandsvorsitzender der Sanacorp, auf der Vertreterversammlung am Samstag, 15. Juni, in Berlin bekannt gab, ist es der Apothekergenossenschaft gelungen, im Jahr eins nach AMNOG die Wende herbeizuführen. Trotz einer nach wie vor sehr hohen Wettbewerbsintensität konnte die Sanacorp den Umsatz 2012 stabil auf rund 3,7 Milliarden Euro halten.

Wie Lang in seinem Rechenschaftsbericht erläuterte, erweise sich das neue Konditionsmodell der Sanacorp als zentraler Erfolgsfaktor. Im Sinne des Genossenschaftsgedankens fördere es die Bündelung des Einkaufs bei der Sanacorp und biete Apotheken eine echte Alternative zum Direktgeschäft. Die Sanacorp konnte die Packungszahl nahezu konstant halten beziehungsweise bereinigt um die Umsatzverschiebungen sogar um rund ein Prozent steigern. Damit liege die Apothekergenossenschaft im Schnitt sogar um rund 5,2 Prozentpunkte besser als der Wettbewerb. „Mit unserem neuen Konditionsmodell haben wir genau ins Schwarze getroffen. Es ist uns gelungen, im Verlauf des Jahres 2012 nicht nur Packungen aus dem Direktgeschäft wieder zu uns zu holen, sondern wir waren dabei auch wesentlich erfolgreicher als der Wettbewerb“, so Lang.

Neben dem neuen Konditionsmodell habe die Sanacorp mit dem Sparprogramm „Sanacore“ einen entscheidenden Schritt unternommen, um die Kosten im eigenen Haus massiv zu senken. Im Rahmen des Projekts wurden im Jahr 2012 alle Bereiche des Unternehmens durchleuchtet und verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung und Ertragssicherung durchgeführt. Im Rahmen der Versammlung nannte Lang konkrete Zahlen: So konnte die Sanacorp bei den Personalkosten knapp vier Millionen Euro sparen, im Versandbereich waren es ebenfalls etwa vier Millionen Euro. Hinzu kommen etwa drei Millionen Euro Einsparungen bei den Zinsaufwendungen durch eine optimierte Lagerhaltung. Einige Maßnahmen würden ihre Wirkung in den nächsten Monaten noch entfalten und so dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu sichern, so Lang.

Trotz der sehr erfreulichen Entwicklung warnte der Vorstandsvorsitzende davor, euphorisch zu werden. Nach wie vor tobe im deutschen Pharmagroßhandel ein nie dagewesener Verdrängungswettbewerb, der auch 2013 zu einem angespannten Jahr für den Pharmagroßhandel führen werde. „Angesichts der aktuellen Marktentwicklung kann man nur hoffen, dass schnell wieder die wirtschaftliche Vernunft einzieht in diesen Markt“, so Lang.

Ähnlich wie in Deutschland konnten auch die französischen Kollegen die Herausforderungen des Marktes gut meistern, wie ein Blick auf die Entwicklung im Teilmarkt Frankreich zeige. Der französische Pharmagroßhandel war mit Margenkürzungen aufgrund politischer Sparmaßnahmen konfrontiert und entwickelte sich mit Umsatzrückgängen von 2,5 Prozent insgesamt negativ. Die französische Astera-Tochter Cerp Rouen konnte sich hingegen mit einem Umsatzwachstum von 0,9 Prozent erneut deutlich von der allgemeinen Marktentwicklung absetzen.


Lothar Klein


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