Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Das Schwitzen bleibt
Im Format „Aus der Lupe gelernt“ greifen wir einen Teilaspekt des Patientenfalles aus dem Webinar „Medikation unter der Lupe“ auf. Die Patientin in Fall Nr. 34 war gestürzt. Ein Blick auf die Laborparameter legt eine Hypoglykämie als Sturzursache nahe. Zusätzlich kann die Medikation der Patientin die Symptome einer Unterzuckerung maskieren. Hätten Sie gewusst, welche Arzneimittel hier kritisch sind?Show moreberatung-pharmazie
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Aus der „Lupe“ gelernt
11.05.2026, 11:00 Uhr
Fördert Paracetamol Asthma?
Eine soeben publizierte Querschnittsstudie lässt den Verdacht aufkommen, dass Paracetamol mitverantwortlich für die steigende Zahl von Asthmaerkrankungen bei Kindern ist. Sollten die ermittelten Daten die Wirklichkeit widerspiegeln, ließe sich etwa ein Drittel aller Asthmaerkrankungen im Kindesalter auf den Paracetamol-Gebrauch im ersten Lebensjahr zurückführen.Show moreKleinkinder
24.09.2008, 22:00 Uhr
Keine Evidenz für Beschwerden durch Zahnamalgam
Amalgam schadet im Allgemeinen nicht – außer denen, die darunter leiden. Das ist zugespitzt das Ergebnis des international größten Amalgamforschungsprojektes. Zwar haben Amalgamträger mehr Quecksilber im Blut, das – zumindest in Laborversuchen – auch viele Zellfunktionen hemmt. Doch gelang es in klinischen Studien nicht, einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Zahl der Füllungen oder dem Quecksilberblutspiegel und den subjektiven Beschwerden von "amalgamgeschädigten" Menschen nachzuweisen. Konkrete Hinweise gab es zur Diagnostik und zur Therapie eines "Amalgamschadens".Show moreZahnwerkstoff Amalgam
24.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Studien zur Frühtherapie
Welche Behandlungsmethoden das Fortschreiten einer multiplen Sklerose gleich zu Beginn aufhalten können, wird seit vielen Jahren intensiv untersucht. Zugelassen zur Frühtherapie sind bisher nur Betaferon® (Interferon beta-1b) und Avonex® (Interferon beta-1a). Jetzt werden auch Rebif® (Interferon beta-1a) und Cladribin, eine neue orale Behandlungsform in der Entwicklung, beim frühzeitigen Einsatz getestet.Show moreMultiple Sklerose
24.09.2008, 22:00 Uhr
Alitretinoin soll chronische Handekzeme kurieren
Das chronische Handekzem ist ein Sorgenkind der Dermatologie. Es stigmatisiert 300.000 Menschen. Die Behandlung gilt als schwierig, weil das Ekzem häufig chronisch und therapieresistent wird, selbst gegen topische Corticoide. Abhilfe verspricht eine natürlich vorkommende Isoform der Vitamin-A-Säure: Orales Alitretinoin (Toctino®) hat sich in einer großen klinischen Studie beim Handekzem bewährt. In Großbritannien wurde die Zulassung für diese Indikation schon erteilt, in Deutschland steht sie kurz bevor.Show moreChronisches Handekzem
17.09.2008, 22:00 Uhr
Die Schrothkur setzt auf Trink und Trockentage
Eine seit mehr als 170 Jahren praktizierte Diät ist die Schrothkur, die wir hier im Rahmen unserer Serie "alternative Ernährungsformen" vorstellen möchten. Die Schrothkur ist im Prinzip eine Fastenkur, bei der sich so genannte Trockentage mit geringer Flüssigkeitszufuhr und Trinktage abwechseln. Das Ziel ist eine "Entschlackung", Stoffwechselanregung, Entwässerung und heutzutage meist auch eine Gewichtsreduktion. Als Naturheilverfahren erfreut sich die Schrothkur vor allem in Kurorten im Allgäu großer Beliebtheit, obwohl Schulmedizin und Ernährungswissenschaft ihren langfristigen Nutzen anzweifeln.Show moreAlternative Ernährungsformen (Folge 6)
17.09.2008, 22:00 Uhr
Neue Erkenntnisse zum molekularen Mechanismus
Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass der Ginkgo-biloba-Extrakt EGb761® (Tebonin®) zu einem Dopaminanstieg im präfrontalen Kortex führt und Lernleistung sowie Lerngeschwindigkeit fördert. Möglicherweise können so auch die klinisch beobachteten verbesserten kognitiven Leistungen unter einer Therapie mit Ginkgo biloba erklärt werden.Show moreGinkgo biloba
17.09.2008, 22:00 Uhr
Placebo wirksamer als Johanniskraut
Derzeit wird das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom in erster Linie mit Stimulanzien wie Methylphenidat medikamentös therapiert. Viele Eltern suchen jedoch nach alternativen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Im Fokus des Interesses steht dabei auch ein Klassiker der Phytotherapie, Hypericum perforatum. Eine amerikanische Forschergruppe untersucht nun erstmals systematisch die Wirksamkeit von Johanniskraut bei der Indikation ADHS in einer klinischen Studie.Show moreADHS
17.09.2008, 22:00 Uhr
Diabetiker profitieren langfristig von guter Einstellung
Nach den Ergebnissen der großen Diabetes-Studien Accord und Advance wird darüber gestritten, wie eine gute Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetikern auszusehen hat. Für Beunruhigung hatte vor allem die erhöhte Gesamtmortaliät bei HbA1c -Zielwerten unter 6,5% in der Accord-Studie gesorgt. Mit Spannung wurden daher die Zehn-Jahres-Nachbeobachtungsdaten der UKPDS-Daten erwartet, die soeben vorgestellt worden sind: Sie untermauern, dass sich eine gute Diabeteseinstellung noch Jahre später auszahlt, auch im Hinblick auf die Gesamtmortalität.Show moreNeue UKPDS-Daten
17.09.2008, 22:00 Uhr
Wozu brauchen wir eine Arzneimittelkommission?
Arzneimittelkommissionen der Heilberufe sind eine Besonderheit des deutschen Arzneimittelrechts. Ihre Geschichte begann mit dem Bemühen von Internisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, angesichts der steigenden Flut neuer, industriell hergestellter Fertigarzneimittel eine rationale Arzneitherapie durchzusetzen. Seitdem klinische Prüfungen eine Voraussetzung für die Zulassung von Arzneimitteln sind (AMG 1978), haben sich die Schwerpunkte verlagert. Die 1975 gegründete Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) nahm vor allem die pharmazeutischen Qualitätsmängel von Arzneimitteln ins Visier. Daneben wird die Pharmakovigilanz auch in der Apothekenpraxis immer wichtiger.Show more17.09.2008, 22:00 Uhr
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Der Einsatz von Vitamin C in der Therapie von Krebserkrankungen wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Geht man davon aus, dass die meisten therapeutisch eingesetzten Zytostatika primär über oxidativen Stress wirken, erscheint die begleitende Gabe eines antioxidativen Mikronährstoffs kontraproduktiv. Bei sehr hohen Plasmaspiegeln wirkt Vitamin C jedoch prooxidativ und zerstört indirekt die Tumorzellen.Show moreAktuell und kompakt
17.09.2008, 22:00 Uhr
Immunmodulation mit individualisierten Impfstoffen
Aufgrund zunehmender Antibiotikaresistenzen gewinnen Autovaccine immer mehr an Aktualität. Bei diesen patientenindividuellen und erregerspezifischen Impfstoffen werden pathogene Keime des Erkrankten isoliert und nach entsprechender Anzüchtung, Vermehrung und schonender Abtötung dem Patienten wieder verabreicht. Über eine Stimulation des Immunsystems soll es zur Heilung und zum Schutz vor einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger kommen.Show moreChronische Infektionen
17.09.2008, 22:00 Uhr
Senken nicht-steroidale Antirheumatika den PSA-Wert?
Nach regelmäßiger Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika konnte in einer Untersuchung ein Absinken der PSA-Konzentration im Blut um rund 10% beobachtet werden. Die Autoren warnen jedoch davor, aus den Daten zu schließen, dass Männer, die nicht-steroidale Antirheumatika einnehmen, ein reduziertes Risiko haben, an Prostatakarzinom zu erkranken. Es sollte vielmehr an die Möglichkeit gedacht werden, dass die Schmerzmittel die Diagnose eines Prostatakarzinoms erschweren.Show moreProstatakarzinom
17.09.2008, 22:00 Uhr
Grippeimpfung für Senioren keine Lebensversicherung
Trotz der Diskussion darüber, ob ältere Patienten wirklich von einer Grippeschutzimpfung profitieren, rät das Robert Koch-Institut wieder allen über 60-Jährigen, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Es stützt sich dabei auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, die bis zum Jahr 2010 eine Impfrate von 75% in der älteren Bevölkerung anstrebt.Show moreInfluenza
17.09.2008, 22:00 Uhr
Proteaseinhibitor wirkt unabhängig von der Rasse
Eine Therapie mit der Kombination aus Lopinavir und Ritonavir (Kaletra®) zeigte vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Kontrolle der Viruslast und der Verbesserung der CD4-Zellzahl bei Männern und Frauen sowie bei Weißen und Patienten anderer Hautfarbe.Show moreHIV-Therapie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Myrtol verflüssigt zähen Schleim
Die Nase ist seit Tagen verstopft, der gesamte Gesichtsbereich schmerzt bis hin zum Kiefer und den Zähnen: Das sind die typischen Symptome einer Sinusitis, einer Entzündung der Nasennebenhöhlen. Zusammen mit dem banalen Schnupfen ist die Sinusitis eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Die wichtigsten Maßnahmen in der Selbstmedikation sind Nasentropfen und pflanzliche Mukolytika.Show moreSinusitis
10.09.2008, 22:00 Uhr
Ibuprofen senkt Fieber schneller als Paracetamol
Allerdings hält die Wirkung einer Monotherapie mit Ibuprofen nicht so lange an, wie unter Paracetamol. Eine kombinierte oder eine abwechselnde Einnahme der beiden Wirkstoffe scheint Kinder in den ersten 24 Stunden am längsten fieberfrei zu halten. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer aktuell veröffentlichten Studie, die 156 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren einschloss. Bisher wurde aus Angst vor Überdosierungen von Kombinationen abgeraten.Show morePädiatrie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Vermehrt anaphylaktischeReaktionen in Australien
In Australien ist eine erhöhte Inzidenzrate von anaphylaktischen Reaktionen nach Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mit Gardasil® aufgefallen. Sie sollen bei zwölf von 114.000 geimpften Frauen aufgetreten sein. Die Inzidenzrate lag signifikant um das Fünf- bis Zwanzigfache über der von vergleichbaren Impfprogrammen. Auf Anfrage der DAZ teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit, dass in Deutschland bislang keine erhöhte Melderate von anaphylaktischen Reaktionen unter dem HPV-Impfstoff zu verzeichnen ist.Show moreHPV-Impfung
10.09.2008, 22:00 Uhr
Mechanismus der „schlafenden“ Herpes-Infektion geklärt
Infektionen durch Herpesviren gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Haut. Die Erstinfektion verläuft zumeist symptomlos, danach persistiert der Erreger im Organismus und kann durch starke Sonnenbestrahlung, UV-Licht, Fieber, aber auch Stress aktiviert werden. Amerikanischen Forschern gelang es jetzt, den Mechanismus der "Einnistung" der Viren und Aufrechterhaltung der ruhenden Infektion im menschlichen Körper aufzuklären.Show moreAus der Forschung
10.09.2008, 22:00 Uhr
Lebensbedrohliche Pankreatitis unter Exenatid
Schon im Oktober 2007 informierte FDA über das Auftreten einer akuten Pankreatitis bei 30 Typ-2-Diabetikern unter einer Exenatid-Behandlung. Inzwischen wurden der FDA sechs weitere Fälle gemeldet, zwei davon mit tödlichem Ausgang. Vor Kurzem hatte auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft auf die Problematik hingewiesen. Patienten sollen bei Auftreten von akuten Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen sofort einen Arzt aufsuchen. Bei Pankreatitisverdacht muss Exenatid (Byetta®) sofort abgesetzt werden.Show moreTyp-2-Diabetes
10.09.2008, 22:00 Uhr
Auch Kinder mit Rheuma sollten geimpft werden
Rheumakranke Kinder brauchen Schutz vor Infektionskrankheiten und sollten geimpft werden, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hin. Denn ihr Abwehrsystem ist oft durch die Erkrankung und Medikamente geschwächt. Impfempfehlungen für diese Kinder fehlen jedoch was dazu führt, dass ihnen auch der Impfschutz oft fehlt.Show moreKinder- und Jugendrheumatologie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Lacosamid – neue Option bei fokalen Anfällen
Durch den Wirkstoff Lacosamid (Vimpat®) haben sich die Behandlungsmöglichkeiten bei Epilepsiepatienten erweitert. Lacosamid moduliert Natriumkanäle und ist zugelassen für die Zusatztherapie von fokalen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung für Patienten ab 16 Jahre zugelassen. Es hat seine klinische Wirksamkeit in drei Phase-III-Studien unter Beweis gestellt und steht nun zur Verfügung.Show moreBehandlung der Epilepsie
10.09.2008, 22:00 Uhr
Icatibant stoppt lebensbedrohliche Attacken
Patienten mit der seltenen Erkrankung hereditäres Angioödem (HAE) leiden vor allem an spontan auftretenden Hautschwellungen im Gesicht, Ödemen der Magen-Darm-Schleimhaut bis hin zu lebensbedrohlichen Kehlkopfschwellungen. Mit Icatibant (Firazyr®) wurde nun in ganz Europa ein Arzneimittel zur subkutanen Behandlung akuter HAE-Attacken bei Erwachsenen zugelassen. Der spezifische Antagonist von Bradykinin-B2-Rezeptoren besteht aus zehn Aminosäurebausteinen und soll im September 2008 eingeführt werden.Show moreHereditäres Angioödem
03.09.2008, 22:00 Uhr
Neuer nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor
Die Europäische Arzneimittelbehörde hat die Zulassung für Etravirin (Intelence®) erteilt. Etravirin ist ein neuer nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI), der auch noch bei NNRTI-Resistenzen wirkt. Etravirin ist für therapieerfahrene Patienten in Kombination mit einem geboosterten Proteaseinhibitor und anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von Infektionen mit dem Immundefizienzvirus 1 zugelassen.Show moreHIV-Therapie
03.09.2008, 22:00 Uhr
Hypofraktionierte Bestrahlung beim Mammakarzinom?
Wie lange und mit welcher Dosis muss ein Tumor bestrahlt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen? Diese Frage taucht auch bei der Therapie des Mammakarzinoms auf. Aktuell wird diskutiert, ob bei verringerter Strahlendosis und verkürzter Bestrahlungsdauer gleich gute Resultate erreicht werden wie bei dem herkömmlichen Vorgehen.Show moreRadiotherapie
03.09.2008, 22:00 Uhr
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