Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Fieber bei Kindern - zwischen Thermometer und Therapie
Fieber gehört zu den häufigsten Gründen, weshalb Eltern mit ihren Kindern in die Apotheke kommen. Dann stehen Fragen im Vordergrund wie: Welches Fieberthermometer liefert zuverlässige Werte? Muss jedes Fieber gesenkt werden? Was wirkt besser: Ibuprofen oder Paracetamol? Als Saft oder besser als Zäpfchen?Show moreHerzinfarkt und Schlaganfall: Clopidogrel ohne Zusatznutzen?
Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) hat einer Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge gegenüber einer Monotherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) keinen Zusatznutzen, wenn es um die Sekundärprophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall geht.Vorteile gegenüber Acetylsalicylsäure sieht das IQWiG nur für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit.
Show moreAdhäsionsmolekül-Inhibitor: Natalizumab zur Behandlung der multiplen Sklerose
Der neue monoklonale Antikörper Natalizumab (Tysabri®) kommt für die krankheitsmodifizierende Monotherapie bei schubförmig remittierend verlaufender multipler Sklerose (MS) zur Prävention von Schüben und zur Verlangsamung der Behinderungsprogression auf den Markt. Wegen der Gefahr von zwar sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wird Natalizumab bei uns zunächst nur bei schweren Verläufen und bei Patienten, bei denen eine Therapie mit Interferon beta nicht anschlägt, eingesetzt.Show moreBiomarker: Diagnose der Schizophrenie bereits im Frühstadium möglich
Wissenschaftler der Universitäten Köln, Cambridge und London haben einen Biomarker für Schizophrenie entdeckt, mit dem erstmals ein messbarer Nachweis der Schizophrenie gelungen ist. Sie bestimmten in der Zerebrospinalflüssigkeit mittels HNMR-Spektroskopie eine Art Fingerprint der Energiestoffwechselprodukte, der sich bei Schizophrenie-Patienten sehr klar von dem Gesunden unterscheidet.Show moreBrustkrebs: Trastuzumab schädigt das Herz
Die Kardiotoxizität von Anthrazyklinen erschwert die Therapie des Mammakarzinoms. Doch auch die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) kann das Herz schädigen. Das belegt erneut eine jüngst veröffentlichte retro–spektive Untersuchung nach Trastuzumab-Behandlung beim metastasierten Mammakarzinom.Show moreAkuter ischämischer Schlaganfall: Benefit durch den Radikalfänger NXY-059
Nach einem akuten Schlaganfall muss rasch gehandelt werden, um mögliche neurologische Folgeschäden wie Störungen der Motorik oder des Sprach- und Sehvermögens zu begrenzen. Wurde der Radikalfänger NXY-059 innerhalb von sechs Stunden nach Einsetzen des akuten ischämischen Schlaganfalls gegeben, so konnten auftretende Behinderungen verringert werden. Ausmaß und Dauer des Benefits müssen in weiteren Studien geklärt werden.Show morePneumonien: Wie lange sollten Antibiotika verordnet werden?
Bei moderaten bis ernsten Lungenentzündungen werden mit einer dreitägigen Antibiotikatherapie gleich gute Ergebnisse erzielt wie mit einer achttägigen Behandlung. Dieses Resultat ist insofern von Bedeutung, da kürzere Therapien Kosten sparen, die Compliance fördern und sich günstig auf die Resistenzlage auswirken.Show moreJ. KreskenFußpilz – bessere Compliance durch
Neues Terbinafin-Präparat zur EinmalanwendungDie Behandlung von Fußmykosen mit topischen Antimykotika ist nicht selten mit einer unzureichenden Compliance verbunden. Da die subjektiven Symptome unter der derzeit üblichen Behandlung (eine bis vier Wochen) oft schon nach wenigen Tagen abklingen, brechen viele Patienten die Behandlung vorzeitig ab, was zu einem unbefriedigenden Therapieergebnis und zu Rezidiven führen kann. Eine Lösung dieses Problems ist von einem neuartigen Präparat mit dem Wirkstoff Terbinafin zu erwarten, das nur ein einziges Mal angewendet werden muss und in Kürze unter dem Namen Lamisil® Once in Deutschland eingeführt wird.
Show moreAtherosklerose: Gemüse hält die Gefäße offen
Gemüse ist gesund Ų das weiß jedes Kind. Einen von zahlreichen Gründen für diese Aussage haben amerikanische Wissenschaftler nun in Mausversuchen entdeckt. Danach bremst reichlich Gemüse auf dem Speiseplan das Wachstum von atherosklerotischen Gefäßablagerungen.Show moreEinführung von Rimonabant: CB1-Rezeptorantagonist wirkt beim metabolischen Synd
Wen der dicke Bauch als Risikopatient ausweist, der sollte ein Augenmerk auf Blutdruck, Lipidparameter (LDL, HDL, Triglyzeride) und Blutzucker haben. Treten diese Risikofaktoren gleichzeitig auf, verstärken sie sich in ihren Auswirkungen. Das gefährliche Risikobündel "metabolisches Syndrom" lässt sich künftig mit einem neuen Wirkansatz angehen: Ab September steht der CB1-Rezeptorantagonist Rimonabant (Acomplia®) zur Verfügung.Show moreIndikationserweiterung: Atorvastatin zur Prävention kardiovaskulärer Ereigniss
Die Europäische Kommission hat für Atorvastatin (Sortis®) die EU-Zulassung erweitert und auf die Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse ausgedehnt. Damit ist Atorvastatin ab sofort auch zugelassen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird. {te} Diese Entscheidung basiert auf den Ergebnissen aus der ASCOT-LLA-Studie und der CARDS-Studie, in denen bereits mit der niedrigsten Dosis (10 mg Atorvastatin) eine Reduktion des kardiovaskulären Risikos erreicht werden konnte.Show moreOsteoporose: Monoklonaler Antikörper erhöht Knochendichte
Bereichern Antikörper die Osteoporosetherapie? Erste Studienergebnisse mit dem monoklonalen Antikörper Denosumab, der auf Osteoklasten hemmend wirkt, sind Erfolg versprechend. Die halbjährliche Injektion des Antikörpers erhöht die Knochen–mineraldichte in gleichem Maß wie die wöchentliche orale Therapie mit dem Bisphosphonat Alendronat. Allerdings müssen Sicherheitsprofil und Langzeitwirkungen der Antikörpertherapie noch abgeklärt werden.Show moreEpilepsie: Levetiracetam als Monotherapie zugelassen
Das Antiepileptikum Levetiracetam (Keppra®) war bisher zuge–lassen zur Zusatztherapie fokaler epileptischer Anfälle. Nun haben die europäischen Zulassungsbehörden die Indikation auf neu diagnostizierte fokale Epilepsie bei Patienten ab 16 Jahren erweitert, wie die UCB GmbH mitteilte. Levetiracetam scheint auch als Monotherapie nach Diagnosestellung mindestens ebenso wirksam zu sein wie Carbamazepin, so die Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie.Show moreHomocystein: Kein Einfluss auf kognitive Fähigkeiten
In einer Studie wurde die Hypothese untersucht, ob ein Absenken der Plasmahomocysteinwerte die kognitiven Funktionen gesunder, älterer Menschen verbessern kann. Die Zufuhr von Folsäure und Vitamin B senkte zwar den Homocysteinwert signifikant, hat aber keine Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten, so das Resümee der zweijährigen, doppelblinden Studie.Show moreAntioxidanzien: Melonen mögen es warm
Verschiedenes Obst oder Gemüse sollte aufgrund seiner Nachreifezeit besser nicht im Kühlschrank gelagert werden. Melonen bevorzugen z. B. eher Zimmertemperaturen, wie amerikanische Forscher jetzt herausfanden. Die Kürbisgewächse verlieren in der Kälte wertvolle antioxidative Eigenschaften.Show morePrimäre Osteoporose: Neue Empfehlungen zu Prophylaxe und Therapie
Frakturen verhindern und die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit der Betroffenen erhalten Ų so das Ziel der Leitlinien des Dachverbandes Osteologie. Während die alte Version der Leitlinie das Frakturrisiko jüngerer Personen eher überbewertet hat, betont die jetzt vorliegende neue Version vor allem den hohen Nutzen von Prophylaxe, Diagnostik und Therapie im höheren Lebensalter, der bisher unterschätzt wurde.Show moreVierfachimpfstoff: Erster MMRV-Impfstoff zugelassen
Schon seit zwei Jahren wird die Impfung gegen Varizellen von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) generell für alle Kinder empfohlen. Deren Akzeptanz ist allerdings bislang eher gering. Nun ist der erste Vierfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Priorix-Tetra®) für Kinder in Deutschland zugelassen. Er soll es Pädiatern einfacher machen, die Vorgaben der STIKO umzusetzen.Show moreAus der Forschung: Neue Option bei Nierenzell- und Bronchialkarzinom
Das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom gilt als schwer zu behandelnde Tumorentität, für die es keine effektive Chemotherapie gibt. Seit Anfang des Jahres ist der Tyrosinkinase- und Angiogeneseinhibitor Sunitinib (Sutent®) von der FDA bereits als Zweit-Linien-Therapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) nach Versagen einer Imatinib-Therapie zugelassen.Show moreMammakarzinom: Prognostische und prädiktive Faktoren
Prognostische und prädiktive Faktoren gewinnen bei der individualisierten Therapie des Mammakarzinoms zunehmend an Bedeutung. Prognostische Faktoren geben Auskünfte über den zu erwartenden individuellen Krankheitsverlauf; prädiktive Faktoren weisen auf geeignete therapeutische Maßnahmen hin.Show moreKeimbesiedelung: Bei Mischsalaten auf Frische achten
Für alle, die gerne Salat essen, aber wenig Zeit zum Verlesen und Zubereiten der Blätter haben, bietet der Handel Mischsalate als Halbfertigerzeugnisse in Beuteln oder Schalen an. Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten. Häufige Bestandteile sind Frisee, Eisbergsalat, Endivie, Lollo Rosso und Möhren. Ein praktischer Genuss, der allerdings nicht immer unbedenklich ist.Show moreRenaissance eines Naturheilmittels: Honig heilt fast alle Wunden
Viele Wunden lassen sich nicht mehr mit konventionellen Methoden heilen. Besonders im Klinikbereich erschweren multi–resistente Keime die Behandlung. In dieser Situation erlebt ein altes Naturheilmittel eine Renaissance. Mit Honig sollen sich mit unterschiedlichsten Wundbakterien infizierte Problemwunden erfolgreich behandeln lassen, selbst Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) werden abgetötet.Show moreDepressionen: Schneller aus dem Stimmungstief
Die zur Zeit zur Verfügung stehenden Antidepressiva haben einen gravierenden Nachteil. Bis sie wirken, vergehen oft mehrere Tage bis Wochen. Dann kann es für Suizid-gefährdete Patienten schon zu spät sein. Mit Hochdruck werden daher neue Therapieansätze verfolgt. Erste positive Ergebnisse machen Hoffnung. So soll beispielsweise eine Injektion von Ketamin schwer depressive Patienten innerhalb weniger Stunden aus ihrem Stimmungstief holen.Show moreKontrolle des Essverhaltens: Kleine Sünden sind in Ordnung
Was ist dran am Klischee der unkontrollierten, zügel- und hemmungslosen Übergewichtigen? Nicht viel, sagen Ernährungswissenschaftler. Dicke sind im Gegenteil oft sehr streng zu sich selbst und versuchen sich stark zu kontrollieren. Das funktioniert allerdings nur kurzfristig und bewirkt oft das Gegenteil.Show moreKontra: Nur der Arzt kann entscheiden
In Deutschland sind zurzeit sieben verschiedene Triptane (Frovatriptan, Eletriptan, Almotriptan, Zolmitriptan, Sumatriptan, Rizatriptan und Naratriptan) unter Rezeptpflicht gestellt. Seit dem 1. Juni 2006 ist das Migränemittel Naratriptan unter dem Namen Formigran® rezeptfrei in Apotheken erhältlich in einer Packungsgröße mit zwei Tabletten. Größere Packungen mit beispeilsweise sechs Tabletten, sollen weiterhin rezeptpflichtig sein ...Show morePädiatrie: Neue Therapieoption für Schulkinder mit ADHS
Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) belastet die betroffenen Kinder in erster Linie während der Schulzeit. Deshalb wurde eine spezielle Darreichungsform des Wirkstoffs Methylphenidat (Equasym® retard) entwickelt, die bei einmal täglicher Gabe eine gute klinische Wirksamkeit über den gesamten Schultag gewährleistet, wie die UCB GmbH mitteilte.Show morePro: Vorteile der leichteren Verfügbarkeit überwiegen
Die Migräne ist eine außerordentlich häufige Krankheit und etwa die Hälfte aller Patienten kann die Attacken nicht ausreichend mit Analgetika behandeln. Daher war es ein großer Fortschritt, als vor mehr als 15 Jahren die Triptane in Deutschland eingeführt wurden. In der Zwischenzeit gibt es sieben Triptane in vier verschiedenen Applikationsformen ...Show moreFragen an Apotheker Dr. Wolfgang Kircher: Strukturiert beraten mit Frageschemata
Informationen zum Mammakarzinom: Neue europäische Leitlinie zur Früherkennung
Zur Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms existieren mehrere nationale und internationale Leitlinien. Eine wichtige deutsche Leitlinie zur Früherkennung ist die Evidenz-basierte Stufe-3-Leitlinie "Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland". Parallel dazu wurden auf Europaebene weitere Leitlinien zur Früherkennung von Brustkrebs entwickelt. Die vierte Auflage einer europäischen Leitlinie liegt seit April dieses Jahres vor.Show moreRechtliches
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