Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Gonorrhö: wenn Standardtherapien versagen
Gonorrhö ist eine weltweit verbreitete sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Im Jahr 2020 schätzte die WHO die Zahl der Neuinfektionen mit N. gonorrhoeae bei Erwachsenen im Alter von 15 bis 49 Jahren auf über 82 Millionen. Gonorrhö ist behandelbar, jedoch erschwert das Auftreten von antibiotikaresistenten Erregern zunehmend die Therapie. Die Entwicklung neuer Antibiotika ist entscheidend, um diese Bedrohung zu verringern. Welche Resistenzen liegen vor und wie ist der aktuelle Stand der Forschung?Show moreberatung-pharmazie
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Zunehmende Resistenzen
07.05.2026, 15:50 Uhr
Apotheker melden verstärkt Dextromethorphan-Missbrauch
Dass Dextromethorphan kein harmloser Hustenstiller ist, darauf ist in der Vergangenheit wiederholt hingewiesen worden. Eine im Jahr 2007 durchgeführte Umfrage bei deutschen Giftnotrufzentralen hatte noch den Eindruck erwecken können, dass Dextromethorphan-Missbrauch in Deutschland nur vereinzelt ein Problem ist. Nun berichtet das BfArM darüber, dass im Jahr 2009 die Berichte über (vermutete) missbräuchliche Anwendungen Dextromethorphan-haltiger Arzneimittel deutlich gestiegen sind.Show moreHustenstiller mit Missbrauchspotenzial
21.04.2010, 22:00 Uhr
Viele sind mit Vitamin A und D unterversorgt
Vitamine sind für ein funktionierendes Immunsystem unerlässlich. Darin waren sich alle Referenten der 3. Hohenheimer Ernährungsgespräche einig. Wie aus ihren Vorträgen hervorging, ist vor allem eine optimale Versorgung mit den Vitaminen A und D für die Abwehrleistung wichtig. Leider ist es um diese Versorgung nicht gut bestellt. Den Vitaminforschern zufolge lässt die Zufuhr von Vitamin A und D in Deutschland deutlich zu wünschen übrig. Zwar werde man kein Vollbild eines Mangels bei uns sehen, die latente Unterversorgung wirke sich aber langfristig negativ auf die Gesundheit aus. Ziel muss eine ausreichende Versorgung über die Ernährung sein. Allerdings halten die Referenten Multivitaminpräparate zur Schließung von Ernährungslücken durchaus für sinnvoll.Show moreVitamine und Immunsystem
21.04.2010, 22:00 Uhr
Je früher die Therapie, desto besser die Prognose
An rheumatoider Arthritis leiden schätzungsweise 450.000 Menschen in Deutschland. Bei rechtzeitiger und optimaler Therapie könnte heute jeder Zweite beschwerdefrei leben und arbeiten. Für das Konzept der "vollständigen Remission" spielen Biologika eine entscheidende Rolle: neben TNF-alpha-Inhibitoren neue Interleukin-Antagonisten und Lymphozyten-Hemmstoffe. Der kommende Antikörper Denosumab soll zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: entzündliches Rheuma und die Folge, sekundäre Osteoporose.Show moreEntzündliches Rheuma
21.04.2010, 22:00 Uhr
Idebenone gegen seltene neuromuskuläre Erkrankungen
Die Friedreichsche Ataxie ist eine seltene, genetisch bedingte neuromuskuläre Erkrankung, die bislang als unheilbar galt. Die Erkrankung zeigt einen langsamen Verlauf, der fünf bis zehn Jahre nach Ausbruch zum Verlust der Gehfähigkeit führt. Zu den Symptomen gehören unter anderem Skoliose, Missbildungen der Beine und sehr oft Kardiomyopathien. Eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung ist nach positiven Studienergebnissen offensichtlich mit Idebenone möglich. Der synthetisch hergestellte Abkömmling des Coenzyms Q10 befindet sich in der Phase III der Entwicklung.Show moreAus der Forschung
21.04.2010, 22:00 Uhr
Keine Belege für Zusatznutzen langwirksamer Insulinanaloga
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht derzeit keine Belege, dass die zur Behandlung des Typ-1-Diabetes zugelassenen Wirkstoffe Detemir (Levemir®) und Glargin (Lantus®) Patienten einen Zusatznutzen gegenüber langwirksamem Humaninsulin bieten. Für Erwachsene gilt dies ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Der Langzeitnutzen und -schaden der langwirksamen Insulinanaloga sei generell nicht ausreichend untersucht, das IQWiG.Show moreIQWiG-Abschlussbericht
21.04.2010, 22:00 Uhr
Das Modell der Mammastammzelle
Mithilfe des Mammastammzellkonzeptes soll die Tumorproliferation beim Mammakarzinom erklärt werden. Das Modell geht davon aus, dass die Tumorentwicklung von mutierten Stammzellen ausgeht. Der Krankheitsverlauf, die unterschiedlichen klinischen Erscheinungsbilder sowie das Ansprechen auf eine Therapie werden ebenfalls von den Mammastammzellen bestimmt. Therapeutische Konsequenzen aus dieser Vorstellung stehen erst am Beginn der klinischen Erprobung.Show moreBrustkrebs
21.04.2010, 22:00 Uhr
Mifamurtid zur Behandlung des Osteosarkoms
Mepact® ist eine liposomale Zubereitung von Mifamurtid, einem immunstimulierenden Bestandteil der Zellwand von Mykobakterien. Das Präparat kommt zur Behandlung des Osteosarkoms, eines seltenen Knochentumors im Anschluss an eine Tumorresektion auf den Markt.Show moreNeues Immunstimulans
21.04.2010, 22:00 Uhr
Neues Antibiotikum aus Cellulose-zersetzendem Bakterium
Wissenschaftlern vom Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena ist es gelungen, aus dem obligat anaeroben Bodenbakterium Clostridium cellulolyticum ein ungewöhnliches Antibiotikum zu isolieren. Der neue Naturstoff, ein symmetrisches Molekül mit zahlreichen Schwefelatomen, wird nur unter "naturnahen" Bedingungen gebildet und wurde als Closthioamid bezeichnet. Erste Untersuchungen zeigten eine Aktivität gegen multiresistente Staphylokokken.Show moreNaturstoffe
14.04.2010, 22:00 Uhr
Ivermectin als neue Option zur innerlichen Anwendung?
Sie sind lästige und perfekt an den Menschen angepasste Plagegeister: Kopfläuse. Viele Betroffene erinnern sich mit Schrecken an die Begegnung mit den scheinbar unbezwingbaren Parasiten. Oral angewendetes Ivermectin, ein bisher vor allem in der Veterinärmedizin eingesetztes Antiparasitikum, zeigte sich in einer Vergleichsstudie an Kindern mit schwer zu therapierendem Kopflausbefall dem topisch angewendeten Phosphorsäureester Malathion überlegen.Show moreKopflausbefall
14.04.2010, 22:00 Uhr
Tumore überlisten Immunabwehr
Die Immunabwehr wird normalerweise durch Proteine aktiviert, die von Tumoren gebildet werden. Zumindest eines dieser Signalproteine ist allerdings auch daran beteiligt, das Abwehrsystem zu täuschen. Unter seinem Einfluss bildet der Tumor eine Schutzschicht und wird dann nicht mehr als schädliches Gewebe erkannt: Der Krebs kann sein Wachstum ungehindert fortsetzen.Show moreAus der Forschung
14.04.2010, 22:00 Uhr
Chemotherapie des alten Tumorpatienten
Unter Berücksichtigung altersabhängiger Besonderheiten können auch alte Tumorpatienten von einer zytotoxischen Behandlung profitieren. Grundlage für die Therapieentscheidung sind ein geriatrisches Assessment und entsprechend adaptierte Behandlungsprotokolle.Show moreOnkologie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Capsaicin-Pflaster – neue Option in der Schmerztherapie
Die medikamentöse Therapie von Patienten mit peripheren neuropathischen Schmerzen ist bis heute oft nicht zufriedenstellend und mit einer Reihe unerwünschter Wirkungen verbunden. Zusätzlich wird die Behandlung durch Wechselwirkungen, einen langsamen Wirkungseintritt, sowie schlechte Patienten-Compliance erschwert. Mit dem Wirkstoffpflaster Qutenza stellt die Astellas Pharma GmbH nun eine neue therapeutische Option zur Verfügung, die direkt am Entstehungsort der peripheren neuropathischen Schmerzen ansetzt und aufgrund der topischen Applikation kaum zu systemischen Nebenwirkungen führt.Show moreNeuropathie
14.04.2010, 22:00 Uhr
Kombination mit Infliximab nach Methotrexat-Monotherapie
Den Ergebnissen einer schwedischen Studie zufolge könnte sich bei einer frühen rheumatoiden Arthritis folgendes Vorgehen bewähren: Eine dreimonatige Gabe von Methotrexat, der bei ungenügendem Ansprechen eine Kombination aus einem TNFα-Inhibitor plus Methotrexat folgt.Show moreFrühe rheumatoide Arthritis
14.04.2010, 22:00 Uhr
Falsche Versprechungen lassen keine Haare wachsen
Der anlagebedingte Haarausfall ist ein weit verbreitetes Phänomen. Dem Schwinden der Haarpracht kann mit wissenschaftlich gut dokumentierten Präparaten entgegengewirkt werden. Auf einer Konsensuskonferenz zur Behandlung der androgenetischen Alopezie haben Experten aus den Bereichen Dermatologie, Gynäkologie und Pharmazie kürzlich eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet, in welcher der äußerlich aufzutragenden Minoxidil-Lösung eine besondere Rolle zukommt. Zudem wird die notwendige Beratung des Apothekers hervorgehoben.Show moreHaarausfall
14.04.2010, 22:00 Uhr
Clopidogrel/Omeprazol-Interaktion ohne Folgen?
Nicht nur die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA rät davon ab, bei einer Clopidogrel-Behandlung den Protonenpumpenblocker Omeprazol einzusetzen. Auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt, nach Möglichkeit auf die routinemäßige Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol zu verzichten. Denn durch Interaktionen kann die Wirksamkeit des Thrombozytenaggregationshemmers Clopidogrel herabgesetzt werden. Das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko soll steigen. Eine neue Metaanalyse kann diesen Zusammenhang nicht bestätigen.Show moreHerzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
14.04.2010, 22:00 Uhr
Morgens darf es etwas fetter sein
Wer sich an das Sprichwort "Frühstück wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler" hält, hat offenbar eine bessere Chance, sich vor Übergewicht und Diabetes zu schützen als Frühstücksmuffel. Das sagen amerikanische Wissenschaftler, die an Mäusen untersuchten, wie sich verschiedene Arten von Nahrung und der Zeitpunkt der Aufnahme auf ein metabolisches Syndrom auswirken.Show moreMetabolisches Syndrom
07.04.2010, 22:00 Uhr
Neuer Xanthinoxidase-Hemmstoff Febuxostat
Febuxostat (Adenuric®) ist ein neuer nicht Purin-selektiver Hemmstoff der Xanthinoxidase, der als Alternative zu Allopurinol zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen indiziert ist, die bereits zu Uratablagerungen geführt haben. Mit der Febuxostatbehandlung sollte erst nach vollständigem Abklingen eines akuten Gichtanfalls begonnen werden.Show moreHyperurikämie
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dienogest: neue Therapieoption bei Endometriose
Endometriose wird häufig erst spät erkannt. Vielleicht weil das Beschwerdebild mit Blutungsstörungen und starken Unterbauchschmerzen dem typischen "Frauenleiden" gleicht und deshalb von Ärzten wie von Patientinnen nicht ernst genommen wird. Bisheriger Standard für die medikamentöse Therapie waren GnRH-Analoga. Mit der Einführung des Gestagens Dienogest (Visanne®) für die Indikation Endometriose erweitert sich die Palette der Möglichkeiten. Für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch bleibt der chirurgische Eingriff aber die einzige Option, die Fertilität zu verbessern.Show moreGegen Dysmenorrhoe und Blutungsstörungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dem wichtigsten Stoffwechselorgan etwas Gutes tun
Wenn es nach einer üppigen Mahlzeit im Oberbauch drückt und kneift, vermuten Kunden dahinter häufig "Probleme mit der Galle". Bei leichten Beschwerden kann die Apotheke Mittel empfehlen, die Schmerzen lindern und die Leber- bzw. Gallenfunktion anregen. Symptome, die auf schwerwiegendere Störungen hindeuten, bedürfen jedoch der ärztlichen Abklärung.Show moreLeber- und Gallebeschwerden
07.04.2010, 22:00 Uhr
Schokolade macht keine Migräne
Schokolade galt bislang als eines der Lebensmittel, das im Verdacht stand, Migräneattacken auslösen zu können. Gute Nachricht zur Osterzeit: Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat Schokolade nun teilweise rehabilitiert. Nahrung werde als Auslöser für Kopfschmerzen überbewertet.Show moreKopfschmerzen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Einfache Diagnose durch Darmbakterien
Die Zahl der im menschlichen Darmtrakt vorkommenden Bakterien wird auf etwa 100 Trillionen geschätzt. Ein Ungleichgewicht dieser Keime kann zu Darmerkrankungen führen und – umgekehrt – bei verschiedenen Erkrankungen kann ein unterschiedliches Artenspektrum beobachtet werden. So findet man bei Patienten mit Morbus Crohn weniger Bakterien der Art Faecalibacterium prausnitzii , bei Colitis ulcerosa hingegen tritt dieser Keim vermehrt auf. Dies könnte für eine einfache Diagnostik hilfreich sein, bietet zudem aber auch Therapieoptionen.Show moreDarmerkrankungen
07.04.2010, 22:00 Uhr
Orale MS-Therapie ist „durchaus vielversprechend“
Cladribin und Fingolimod sind nach Einschätzung des ärztlichen Beirats der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) zur oralen Behandlung der multiplen Sklerose "durchaus vielversprechend". Die Nebenwirkungen seien derzeit aber noch schwer abzuschätzen. Der ärztliche Beirat bezieht sich auf die Ergebnisse von drei Studien, die kürzlich veröffentlicht wurden.Show moreDeutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
07.04.2010, 22:00 Uhr
Dunkle Schokolade senkt das Herzinfarktrisiko
Die Meldung ist nicht wirklich neu. Angesichts der vielen Schokoladen-Ostereier, die im Moment wieder darauf warten, verzehrt zu werden, ist sie jedoch durchaus berichtenswert. Dunkle Schokolade, so das Ergebnis einer achtjährigen Studie mit knapp 20.000 Personen, kann in Maßen genossen den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko senken.Show moreErnährung und Herzgesundheit
07.04.2010, 22:00 Uhr
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