Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vitamin-D-Tabletten für Säuglinge nur in Wasser auflösen
Nur in Wasser zerfallen lassen, nur vollständig zerfallene Vitamin-D-Tabletten verabreichen und keine Tablette in der Wangentasche platzieren – dazu sollten Apotheker bei der Abgabe von Arzneimitteln zur Rachitis- und Kariesprophylaxe wie Zymafluor, D-Fluoretten, Vigantol zwingend beraten.Show moreGabapentin mildert Schwere und Häufigkeit von Husten
Antiepileptikum ist bei chronischem Husten wirksam
Die Ursache für Husten kann sehr unterschiedlich sein, und der Husten selbst ist lediglich ein Symptom und dient der Reinigung der Atemwege. Dauert der Husten über einen Zeitraum von mehreren Wochen, sollte er ärztlich abgeklärt werden. Eine medikamentöse Therapie gestaltet sich bei ungeklärter Ursache oft als schwierig. Eine kleine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie zeigt jetzt eine deutliche Besserung der Symptomatik durch das Antiepileptikum Gabapentin.Show moreRuxolitinib gegen Myelofibrose
EU-Zulassung für den ersten JAK-Inhibitor
Jetzt hat die Europäische Kommission den neuen Wirkstoff Ruxolitinib (vorgesehener Handelsname Jakavi®) zur Behandlung der lebensbedrohlichen Myelofibrose zugelassen. Wie Novartis mitteilte, beruht die Entscheidung auf den positiven Daten einer klinischen Studie.Show moreNeuer Wirkstoff bei Mukoviszidose
Ivacaftor verbessert gestörten Chloridionentransport
Der neue Wirkstoff Ivacaftor (Kalydeco®) ist angezeigt zur Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten ab sechs Jahren mit einer G551D-Mutation im CFTR-Gen. Ivacaftor steigert die Aktivität der defekten Kanäle bei Patienten mit G551D-Mutation. Dadurch normalisiert sich der Ionentransport durch die Kanäle, was zu weniger zähflüssigen Sekreten und somit zu einer Milderung der Krankheitssymptome führt.Show moreArthrosepatienten unterstützen
Pharmazeutische Betreuung verbessert die Versorgung von Patienten mit Osteoarthritis
Patienten mit einer Kniegelenksarthrose sind häufige Apothekenkunden. Eine Studie aus Vancouver zeigt, dass diese im Rahmen einer pharmazeutischen Betreuung besser versorgt werden können. Es besserte sich die Qualität der Versorgung sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der betroffenen Patienten.Show moreStudie zum Brustkrebsrisiko von Spironolacton
Keine Risikoerhöhung für Frauen über 55 Jahre
Im Rahmen einer retrospektiven vergleichenden Kohortenstudie haben Mackenzie und Kollegen in Großbritannien den Einfluss auf das Brustkrebsrisiko bei Frauen über 55 Jahren durch die Einnahme von Spironolacton untersucht. Das Ergebnis zeigt – allerdings mit Einschränkung der zur Verfügung stehenden Datenlage – kein erhöhtes Brustkrebsrisiko für diese spezielle Patientengruppe.Show moreStatintherapie: erhöhtes Risiko für Grauen Star?
Möglicher Zusammenhang befürchtet
Ein Zusammenhang zwischen einer Medikation mit Statinen und einem erhöhten Risiko für die Entstehung einer Katarakt (Grauer Star) ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Nachdem die Ergebnisse einer australischen Studie aus dem Jahr 2007 eine Reduktion der Entstehung von Katarakten unter einer Statintherapie aufgezeigt hatten, kommt eine retrospektive kanadische Studie jetzt aufgrund von Daten zur Diagnose und Therapie von Linsentrübungen, Typ-2-Diabetes, Medikation mit Statinen und demografischen Parametern zu dem gegenteiligen Ergebnis.Show moreMysteriöse Immunschwäche
Aids-ähnliche Symptome ohne HIV-Infektion
Seit 2004 beobachten Spezialisten bei schwerkranken Erwachsenen Symptome, die verblüffend stark denjenigen von Aids-Patienten ähneln, wobei die Betroffenen jedoch HIV-negativ sind. Meist stammen diese Patienten aus Ostasien. Sie werden von opportunistischen Infektionen geplagt, die teils schwerste Symptome verursachen. Derartige Fälle wurden nun systematisch untersucht und die Ergebnisse im New England Journal of Medicine publiziert. Als Ursache für die Aids-ähnliche Erkrankung fand man Autoantikörper gegen Interferon γ (IFN-γ). Kommt hier eine neue Bedrohung, ähnlich wie Aids, auf die Menschheit zu?Show moreWeniger Pneumonien nach Einsatz von ACE-Hemmern
Husten durch ACE-Hemmer mit protektivem Effekt
Im Gegensatz zu Angiotensin-Rezeptorblockern haben Angiotensin-Converting Enzym Hemmer scheinbar einen protektiven Effekt im Hinblick auf das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Patienten mit vorangegangenem Schlaganfall und Asiaten profitierten ganz besonders von einer ACE-Hemmer-Therapie. Im Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie kam es auch zu weniger Todesfällen durch Pneumonie. Eine Metaanalyse, die soeben im British Medical Journal veröffentlicht wurde, kam zu diesen Ergebnissen.Show more
Störender Mundsoor
Bekanntlich bewirkt das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen oft, dass die Therapietreue des Patienten leidet. Insbesondere Nebenwirkungen, die als besonders belastend und unangenehm empfunden werden, veranlassen den Patienten dazu, seine Medikation nicht wie geplant einzunehmen. Eine für Asthmatiker störende Nebenwirkung ist Mundsoor infolge einer Therapie mit inhalativen Glucocorticoiden – oft einhergehend mit Mundgeruch.
Show moreImmuntherapie bei Tumorerkrankungen
Stärkung der immunologischen Krebsabwehr erfolgreich
Tumorzellen können immunsuppressive Signale aussenden und so der körpereigenen Krebsabwehr entkommen. Ein Unterbinden dieser Vorgänge wird derzeit in klinischen Studien untersucht. Erste Ergebnisse sind ermutigend.Show moreMit Schluckimpfung gegen Typ-1-Diabetes vorbeugen
Immunmodulation mit Insulin soll Betazellen schützen
Das Wunschziel einer Impfung gegen Typ-1-Diabetes rückt näher. Sie könnte bei gefährdeten Kindern mit Insulin erfolgen, das in der Pathogenese des Typ-1-Diabetes eine Schlüsselrolle als Autoantigen spielt. Um die natürliche Immunität gegen Insulin wieder herzustellen, wird dem sensibilisierten Organismus Insulin über Schleimhäute appliziert. So kommt eine Immunmodulation der T-Zellen in Gang. Insulindosen, die bei oraler und nasaler Applikation sicher und wirksam sind, werden in derzeit laufenden Studien ermittelt.Show moreRegelmäßiges PSA-Screening für alle Männer?
Benefit und Nachteile sorgfältig individuell abwägen
Nach einem Follow up von neun Jahren konnte eine europäische Studie (ERSPC), die die Auswirkungen von regelmäßigem Screening des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) untersucht hatte, eine signifikante 20%ige Reduktion des relativen Risikos zeigen, an Prostatakrebs zu sterben. Nach elf Jahren betrug die Reduktion des Mortalitätsrisikos sogar 29%. Jedoch war unklar, inwieweit diese regelmäßigen Untersuchungen, potenziell zu heftiger Therapien und deren Nebenwirkungen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Männer hatte. Eine Studie, die soeben im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, ging dieser Frage nach.Show moreNeuer Therapieansatz beim Basaliom
Tumorrückgang durch Hedgehog-Hemmer
Die pathologische Aktivierung des Hedgehog-Signalwegs ist bei der Entstehung von Basaliomen und dem Basalzellnävus-Syndrom beteiligt. Wie aus ersten klinischen Studien hervorgeht, kann dieser Signalweg mithilfe des Hedgehog-Signalweg-Inhibitors Vismodegib blockiert werden.Show moreRheumatiker profitieren von neuen Wirkstoffen
Biologika verringern das Sterberisiko
Vor 13 Jahren wurde in Europa mit Etanercept das erste Biologikum zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen. Zeitgleich haben Experten Biologika-Register in mehreren europäischen Ländern eingerichtet, um Sicherheit und Wirksamkeit der neuen Therapien zu prüfen. Dieses Register konnte jetzt erstmals zeigen, dass Rheumapatienten eine normale Lebenserwartung erreichen, wenn es gelingt, die Krankheitsaktivität dauerhaft zu kontrollieren.Show moreKurz gemeldet: Ingwer bei Diabetes? | Vorsicht mit Codein bei Ultra-rapid-Metabolisierern! | Alendronat in Gelform in Japan zugelassen
Mögliche Risiken einer Fluorochinolon-Therapie
Leberschäden durch Moxifloxacin und Levofloxacin
Fluorochinolone hemmen spezielle bakterielle Enzyme, zeichnen sich aber gegenüber vergleichbaren Antibiotika durch ein breiteres Wirkungsspektrum aus. Während einer Behandlung mit Fluorochinolonen können allerdings unerwünschte Wirkungen auftreten. Verschiedene Präparate dieser Gruppe wurden daher bereits vom Markt genommen. Jetzt zeigt eine kanadische Studie ein erhöhtes Risiko für schwere Leberschäden bei älteren Patienten nach einer Therapie mit Moxifloxacin und Levofloxacin. Die EMA hatte die Anwendung von Moxifloxacin bereits vor einigen Jahren eingeschränkt.Show moreNeue Option bei Asthma und COPD
Kombi aus Salmeterol und Fluticason im Elpenhaler®
Seit Mitte August ist die Kombination Salmeterol plus Fluticason als Rolenium® in einem neuen Inhalationsgerät, dem Elpenhaler®, auf dem Markt. Mit ihm können zwei Wirkstoffe in Pulverform gleichzeitig inhaliert werden Eine Einzeldosis enthält 50 µg Salmeterol und 250 µg Fluticasonpropionat.Show moreWirksamkeit der Hepatitis-A-Impfungen überzeugt
Cochrane-Review belegt Schutzwirkung
Zur Prävention der Hepatitis A stehen zwei Impfstofftypen zur Verfügung: die inaktivierte Form sowie abgeschwächte Lebendviren. Im Rahmen einer Cochrane-Metaanalyse wurde die Wirksamkeit der Impfstoffe bei Personen ohne vorherige Hepatitis-A-Exposition untersucht. Das Ergebnis macht deutlich, dass zuvor nicht exponierte Personen sowohl durch die Impfung mit inaktiviertem Virus über zwei Jahre als auch durch die Impfung mit abgeschwächten Lebendviren für mindestens fünf Jahre wirksam vor einer klinisch manifesten Hepatitis A geschützt werden.Show moreZukunft: maßgeschneiderte Brustkrebstherapie
Diskussion um die individuelle Therapie
Früherkennung und Fortschritte in der Therapie haben dazu geführt, dass immer weniger Frauen an Brustkrebs sterben, trotz steigender Inzidenz. Erreicht werden Fünf-Jahres-Überlebensraten von über 90%. Auf der 32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, die im Juli in Stuttgart stattfand, wurden weitere Fortschritte diskutiert, aber auch die Kehrseite der Medaille: Überdiagnostik und Übertherapie. Verfolgt wird das Ziel einer maßgeschneiderten Therapie.Show moreMutierte Malaria-Erreger
Fördert Impfung die Selektion aggressiverer Varianten?
Für Aufsehen sorgte kürzlich eine Veröffentlichung auf PLoS Biology, in der berichtet wurde, dass sich in Mäusen, die man mit einem Malaria-Impfstoff immunisiert hatte, eine besonders aggressive Variante des Malaria-Erregers entwickelt hat. Sollte dieses Ergebnis der Entwicklung eines zukünftigen Malaria-Impfstoffes möglicherweise einen Rückschlag erteilen?Show more
Ein junger Asthmapatient
Der Patient – in diesem Fall 28 Jahre alt – betritt morgens die Apotheke mit hörbaren Problemen bei der Atmung. Seine Probleme begannen, als er vor ca. einer Woche an einer „Sommergrippe“ erkrankte und trotz verstärkter Nutzung der ihm zur Verfügung stehenden Medikamente die Symptomatik zunehmend schlimmer wurde. | Andreas Niclas Förster, Robert Hermann und Hartmut DerendorfShow moreImpfstoff gegen invasive Meningokokken vom Serotyp B
Vielversprechende Ergebnisse einer Phase-II-Studie
Bakterielle Meningitiden (Hirnhautentzündungen) können durch unterschiedliche Erreger wie Haemophilus influenzae Typ B oder Neisseria meningitidis (Meningokokken) hervorgerufen werden. In Deutschland erkranken jedes Jahr mehrere Hundert Menschen an einer Meningokokken-Infektion, die zu rund 70% durch den Serotyp B verursacht werden. Gegen diesen Serotyp gibt es derzeit noch keinen Impfstoff. Eine randomisierte und placebokontrollierte Studie zeigt jetzt positive Ergebnisse für einen Impfstoff auch gegen Stämme des Serotyps B.Show moreRechtliches
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