Arzneimittel und Therapie

Neue Option bei Asthma und COPD

Kombi aus Salmeterol und Fluticason im Elpenhaler®

Seit Mitte August ist die Kombination Salmeterol plus Fluticason als Rolenium® in einem neuen Inhalationsgerät, dem Elpenhaler®, auf dem Markt. Mit ihm können zwei Wirkstoffe in Pulverform gleichzeitig inhaliert werden Eine Einzeldosis enthält 50 µg Salmeterol und 250 µg Fluticasonpropionat.
Ein neuer Inhalator steht für die gemeinsame Applikation von Salmeterol und Fluticason zur Verfügung.

Salmeterol ist ein selektiver lang wirkender (12 Stunden) Beta-2-Adrenozeptor-Agonist. Er führt zur Erschlaffung der glatten Muskulatur der Bronchien. Darüber hinaus steigert Salmeterol die mukoziliäre Clearance und besitzt einen leicht antiallergischen Effekt. Das Glucocorticoid Fluticason-17-propionat hat bei inhalativer Anwendung in den empfohlenen Dosierungen eine antiinflammatorische Wirkung in der Lunge. Die Kombination aus lang wirksamem Beta-2-Mimetikum und Glucocorticosteroid ist für die inhalative Therapie von COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) und Asthma in fortgeschrittenen Krankheitsstadien seit Langem etabliert. So belegte etwa die TRISTAN-Studie an knapp 1500 Patienten mit mittelgradiger bis schwerer COPD, dass Salmeterol/Fluticason die Lungenfunktion gegenüber den Einzelsubstanzen und Placebo signifikant verbessert und die Häufigkeit von Exazerbationen reduziert. Die GOAL-Studie lieferte den Nachweis, dass sich mit dieser Kombination eine Asthmakontrolle besser erreichen lässt als mit der jeweiligen Monotherapie.

Als Rolenium® kommt das Duo Salmeterol/Fluticason nun mit dem neuen Inhalationsgerät Elpenhaler® von der griechischen Firma Elpen Pharmaceutical auf den Markt. Das Pulverinhalationsgerät enthält feuchtigkeitsgeschützt sechzig Einzeldosen der beiden Wirkstoffe im Aluminiumblister und ermöglicht die Verabreichung einer konstanten Wirkstoffdosis. Jeder Wirkstoff ist getrennt voneinander in einem der zwei Näpfchen des speziell gestalteten Blisterstreifens verpackt. Der Patient kann visuell die Dosisbereitstellung vor und die Dosisaufnahme nach der Inhalation überprüfen. Die patentgeschützte Elpenhaler® -Technologie führt zu einer guten Deposition der Wirkstoffe in den Atemwegen. Im Vergleich mit dem Originalpräparat Seretide® Diskus konnte in einer randomisierten doppelblinden, multizentrischen Studie mit 28 Patienten nach Einmalgabe die Nicht-Unterlegenheit hinsichtlich des primären Endpunkts (FEV1 AUC 0-12 h) gezeigt werden, und damit eine vergleichbare bronchodilatatorische Wirkung.

Sinnvolle Ergänzung

Laut Dr. Volker Töpfer vom Lungenzentrum Ulm auf der von Elpen Pharmaceutical veranstalteten Einführungspressekonferenz am 3. August 2012 in Berlin stellt das neue Präparat eine sinnvolle Ergänzung der zur Verfügung stehenden inhalativen Atemwegstherapeutika dar. Es erweitert die Palette der Optionen für Arzt und Patient, aus denen das individuell am besten geeignete Präparat ausgewählt werden kann. Denn letztlich entscheiden über den Therapieerfolg die korrekte Inhalation und die Adhärenz des Patienten.


Apothekerin Dr. Beate Fessler



DAZ 2012, Nr. 34, S. 37

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