Armut, Bevölkerungswachstum und multiresistente Stämme erschweren Kampf gegen Tuberkulose
Von Hans-Peter Hanssen und Markus Schmitz-Hübsch
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren 30 Millionen Menschen an der Tuberkulose sterben werden. Während in Deutschland die Erkrankungszahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, steigen sie global stetig an. Ein Problem mit zunehmender Bedeutung ist das Vorkommen von Erregern, die gegen verschiedene Medikamente gleichzeitig Resistenzen entwickelt haben. Auch in Deutschland ist der Anteil multiresistenter Stämme in den letzten Jahren gestiegen. Durch die EU-Osterweiterung und die zunehmende weltweite Migration –so wird befürchtet – könnte sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch verschärfen.