Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Messen rettet Leben
Oft bleibt ein zu hoher Blutdruck jahrelang unbemerkt. Doch mit jedem Millimeter auf der Quecksilbersäule steigt das Risiko für Organschäden. Während die optimalen Zielwerte noch diskutiert werden, gehört die frühe Kombinationsbehandlung basierend auf ACE-Hemmern, Sartanen, Calciumantagonisten oder Diuretika mittlerweile zum Standard. Trotzdem ist nur jeder zweite Patient adäquat eingestellt: Worauf es bei der Therapie der Hypertonie ankommt.Show morepharmazie
Therapie der Hypertonie
04.11.2026, 23:01 Uhr
Weniger Krebstodesfälle unter niedrig-dosierter ASS
Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) scheint nicht nur vor kolorektalen Karzinomen zu schützen. Eine Analyse von randomisierten Studien deutet darauf hin, dass auch das Risiko für weitere Krebserkrankungen wie gastrointestinale Tumore gesenkt werden kann: das Risiko, an den Folgen solcher Krebserkrankungen zu sterben, wurde durch die Langzeitanwendung von Acetylsalicylsäure in einer Größenordnung von 20 bis 30% reduziert.Show moreASS-Langzeitprophylaxe
08.12.2010, 23:00 Uhr
Paracetamol: Ein Wolf im Schafspelz läuft frei herum!
Neue Studien zur Paracetamol-Einnahme in der Schwangerschaft haben Prof. Dr. Dr. Kay Brune vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, der Universität Erlangen-Nürnberg veranlasst, sich die Studienlage zu Paracetamol noch einmal genauer anzuschauen. Im folgenden Gastkommentar untermauert er seine Forderung, Paracetamol zumindest vollständig der Rezeptpflicht zu unterstellen.Show moreGastkommentar
08.12.2010, 23:00 Uhr
Langfristige Reduktion fokaler epileptischer Anfälle
Auf der diesjährigen Neurowoche wurden erstmals Erfahrungen aus der offenen Langzeitbehandlung mit dem Antiepileptikum Eslicarbazepinacetat (Zebinix®) präsentiert. Sie belegen eine anhaltende Wirksamkeit in der längerfristigen Zusatztherapie fokaler epileptischer Anfälle bei Erwachsenen. Auch die Depression als häufige Komorbidität der Epilepsie wird günstig beeinflusst.Show moreAntiepileptika
08.12.2010, 23:00 Uhr
Aflibercept bei feuchter Makuladegeneration
Das Fusionsprotein Aflibercept ist eine neue Möglichkeit zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration. Jetzt liegen für die Aflibercept-Lösung zur Anwendung am Auge (geplanter Handelsname VEGF Trap-Eye) erste Ergebnisse aus Phase-III-Studien vor, die seine Wirksamkeit belegen. Aflibercept wird gemeinsam von Bayer HealthCare und Regeneron Pharmaceuticals, Tarrytown/USA zur Behandlung der AMD entwickelt. Die Zulassungen in Europa und den USA sollen im ersten Halbjahr 2011 beantragt werden.Show moreAltersbedingte Makuladegeneration
08.12.2010, 23:00 Uhr
Neuer Therapieansatz mit TRH-Rezeptor-Antagonisten
Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Charakteristisch sind Kropfbildung, erhöhte Herzschlagfrequenz und hervortretende Augen. Für einen Großteil der – zumeist weiblichen – Patienten ist eine operative oder radioaktive Therapie notwendig. Neben verschiedenen äußeren Faktoren, die die Erkrankung auslösen können, sind es Antikörper, die den TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)-Rezeptor stimulieren. Mit der Entwicklung eines Rezeptor-Antagonisten haben US-Wissenschaftler jetzt einen neuen, vielversprechenden Therapieansatz gefunden.Show moreMorbus Basedow
08.12.2010, 23:00 Uhr
Reaktivierung des Enzyms Telomerase verjüngt Mäuse
Forever young? Das Enzym Telomerase stellt die Endstücke der Chromosomen, die Telomere, wieder her. Bei vielen Zellen geht im Alter auch die Fähigkeit verloren, die Telomerase zu bilden. Dieser Verlust ist mit zahlreichen altersbedingten Erkrankungen in Verbindung gebracht worden. US-Wissenschaftler haben in genetisch manipulierten Mäusen das entsprechende Gen zunächst abgeschaltet, anschließend die Telomerase dann reaktiviert [1]. Der Alterungsprozess der Tiere wurde dadurch nicht nur gestoppt, sondern sogar altersbedingte Veränderungen rückgängig gemacht.Show moreAus der Forschung
08.12.2010, 23:00 Uhr
Was tun bei Kratzen, Brennen und Schluckbeschwerden?
In den Herbst- und Wintermonaten klagen Kunden häufig über Halsschmerzen, die in den meisten Fällen eine Erkältung ankündigen. Zur Linderung der Beschwerden bietet die Apotheke eine breite Palette rezeptfreier Rachentherapeutika. Ein Arztbesuch sollte angeraten werden, wenn die Symptome nach drei bis fünf Tagen nicht abgeklungen sind und/oder zusätzliche Anzeichen auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten.Show moreHilfe bei Halsschmerzen
08.12.2010, 23:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Trizyklika
Im Gegensatz zu neueren Antidepressiva wie den Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRIs) scheinen ältere, trizyklische Antidepressiva das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu erhöhen. Darauf deutet eine prospektive schottische Beobachtungsstudie hin.Show moreAntidepressiva
08.12.2010, 23:00 Uhr
Mängel in Packungsbeilagen verhindern korrekte Dosierung
In der Laien- und Fachpresse sorgt derzeit eine amerikanische Studie für Aufmerksamkeit, die rezeptfreie flüssige Arzneimittel zur Anwendung bei Kindern hinsichtlich der Angaben der Beipackzettel und der beigelegten Dosierhilfen untersucht hat. Das ernüchternde Fazit: in fast 100 Prozent der untersuchten Fälle fand man widersprüchliche oder verwirrende Angaben, sodass fraglich ist, ob diese Medikamente damit korrekt dosiert werden können.Show moreKinderarzneimittel
08.12.2010, 23:00 Uhr

Kardiale Erkrankungen
In den letzten beiden Jahren waren es neue Antiarrhythmika wie Dronedaron, Ranolazin oder Vernakalant, die Aussicht auf frischen Wind in die Therapie kardialer und kardiovaskulärer Erkrankungen gebracht haben. So wie Hemmstoffe der Blutgerinnung mit der "Einstands-Indikation" Prophylaxe von post-operativen venösen Thromboembolien auf ihre klinische Tauglichkeit geprüft werden, so ist es das Vorhofflimmern, bei dem sich neue Antarrhythmika zunächst bewähren können.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Welche Dosis von Clopidogrel und ASS bei einer PCI?
Eine aktuelle Studie untersucht, ob bei einer perkutanen Koronarintervention (PCI) durch eine Verdoppelung der Clopidogrel- bzw. Acetylsalicylsäure-Dosis bessere kardiovaskuläre Ergebnisse erzielt werden können. Dabei zeigte sich kein überzeugender Vorteil zugunsten der höheren Dosen.Show moreAkutes Koronarsyndrom
01.12.2010, 23:00 Uhr
Enterale Ernährung kann Morbus Crohn stoppen
Morbus Crohn ist eine Wachstumsbremse für Kinder. In der symptomarmen Zeit benötigen sie eine energiereiche, ausgewogene Kost. Im akuten Schub erzielt eine ausschließliche enterale Ernährung mit flüssiger Formelnahrung eine Entzündungshemmung – so effektiv wie Glucocorticoide, aber ohne deren typische Risiken.Show moreErnährungstherapie bei Kindern
01.12.2010, 23:00 Uhr
Kein Einfluss auf kognitive Entwicklung von Säuglingen
Kinder epilepsiekranker Mütter haben doppelt so häufig Fehlbildungen wie Kinder von Frauen ohne Epilepsie. Ob hauptsächlich die Medikation das Fehlbildungsrisiko erhöht oder aber die epileptischen Anfälle selbst, ist nicht eindeutig geklärt. Auffällig ist jedoch eine Zunahme an Fehlbildungen nach einer Kombitherapie oder einer Monotherapie mit bestimmten Antiepileptika. Stillen hat jedoch keinen Einfluss auf die kognitive Entwicklung der Säuglinge. Zu diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Studie an Babys, deren epilepsiekranke Mütter bei unterschiedlicher Medikation stillten.Show moreAntiepileptika
01.12.2010, 23:00 Uhr
Wechseljahre: Neues gegen alternde Haut
Umwelteinflüsse lassen sich nicht durch Östrogene umkehren
Von Ralf Schlenger
Haut und Haare altern durch Umwelteinflüsse, aber auch physiologisch, sprich unausweichlich. Einen "Sprung" in der normalen Alterung löst der Östrogenabfall in den Wechseljahren aus. Recht abrupt setzen Veränderungen ein, die das gesamte Erscheinungsbild betreffen und subjektiv sehr belastend sein können. Denn mit der Hormonquelle versiegt auch ein Hauptinduktor für Kollagenaufbau und Wasserbindung der Haut. Zwischen indizierter endokriner Therapie und gewagten Anti-Aging-Versprechen liegt eine Fülle von topischen und innerlichen Behandlungsangeboten.Show more01.12.2010, 23:00 Uhr
Allergische Hautreaktionen: von harmlos bis tödlich
Allergische Reaktionen auf Arzneimittel treten bevorzugt an der Haut auf. Die häufigsten Manifestationen sind Ekzeme und Urtikaria; schwere Ereignisse wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse sind sehr selten. Prof. Dr. Hans Merk, Aachen, und Prof. Dr. Johannes Weiss, Ulm, erläuterten beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress pathophysiologische Grundlagen und Krankheitsbilder allergischer Reaktionen.Show moreAllergische Reaktionen auf Arzneimittel
01.12.2010, 23:00 Uhr
Behandlung von Asthmatikern mit Tiotropium untersucht
Das lang wirksame Anticholinergikum Tiotropiumbromid (Spiriva®) ist in Deutschland zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Kürzlich hat eine amerikanische Studie untersucht, ob sein Einsatz auch Asthmapatienten, deren Erkrankung unter inhalativen Steroiden allein nur unzureichend kontrolliert ist, Vorteile bringen kann.Show moreAsthmatherapie
01.12.2010, 23:00 Uhr

Blutgerinnungsstörungen
Die "Revolution" der plasmatischen Gerinnungshemmung ist in vollem Gange: orale direkte Hemmstoffe von Thrombin (F-II) oder Faktor X (F-X) werden auf ihre Wirksamkeit und Überlegenheit gegenüber Heparinen und Vitamin-K-Antagonisten in großen Studien getestet. Welche Vorteile sind zu erwarten? Bei den Hemmstoffen der Thrombozytenaggregation deutet sich ein Kommen und Gehen an. Mit Prasugrel und Ticagrelor stehen Alternativen zu Clopidogrel zur Verfügung, während die Wirkung von Dipyridamol als wenig nutzvoll gesehen wird.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Update
Die Serie Pharmako-logisch! ist seit fast zwei Jahren fester Bestandteil der DAZ. Ziel dieser Serie war und ist es, aktuelles pharmakologisches Hintergrundwissen auf dem neuesten Stand anzubieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Update der ersten sechs Folgen erstellt. Dabei werden neue Entwicklungen und Diskussionen zu Arzneistoffen und Therapien aufgegriffen, die bei Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Adipositas, Blutgerinnungsstörungen, kardialen Erkrankungen und Schlaganfall von Bedeutung sind. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako– logisch!
01.12.2010, 23:00 Uhr
Pioglitazon ab April 2011 nicht mehr für Kassenpatienten
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will bekanntlich Glitazone und Glinide zur Behandlung des Typ-2-Diabetes von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenkassen ausschließen. Zwar hatte das Bundesministerium für Gesundheit noch um ergänzende Stellungnahmen gebeten, doch nun wird das nach der Marktrücknahme von Rosiglitazon einzige verbliebene Glitazon, das Pioglitazon (Actos ®), zum 1. April 2011 nur noch in begründeten Einzelfällen von der GKV erstattet werden.Show moreTyp-2-Diabetes
01.12.2010, 23:00 Uhr
Protein-„Superklebstoff“ Sororin stabilisiert Chromosomen
Fehlerhafte Zellteilungen können zu Chromosomenschäden, Fehlgeburten oder Tumoren führen. Während der Replikation der DNA werden die beiden Schwesterchromatide mit einem Eiweiß, dem Cohesin, aneinander gebunden. Ein weiteres Protein, das Sororin, ist essenziell für eine stabile Cohesin-Bindung an die DNA. Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien zeigten jetzt die Funktion und Wirkungsweise des Sororins auf, die auch das steigende Risiko für Trisomien bei Kindern älterer Mütter erklärt.Show moreAus der Forschung
01.12.2010, 23:00 Uhr

Adipositas und Atherosklerose
Die Diskussion der sinnvollen und adäquaten Senkung der Blutfette stellt immer wieder die Frage nach den geeigneten Messparametern (LDL, CRP, Dicke der Gefäßintima) sowie nach dem Nutzen von weiteren Lipidsenkern wie Ezetimib und Nicotinsäure als ergänzende Komedikatoren zu den Statinen. Zudem gibt die Pleiotropie der Statine immer wieder Anlass, neue Indikationen wie den Einsatz gegen Krebs zu erforschen.Show moreUpdate
01.12.2010, 23:00 Uhr

Diabetes mellitus
Die aktuelle Diskussion einer modernen Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 beschäftigt sich mit zwei größeren Themenkomplexen: der Wirksamkeit der neuen Inkretin-Mimetika bzw. Gliptine und der optimalen Einstellung des Blutzuckers bzw. der Definition von Untergruppen, die von einem straff eingestellten Blutzucker profitieren.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Suizidgefahr unter der Therapie mit Ziconotid
Der Wirkstoff Ziconotid (Prialt®), das synthetisch hergestellte Gift der Meeresschnecke Conus magus, wurde bei seiner Einführung 2006 als sichere Alternative zu Morphin gefeiert. Jetzt gerät es zunehmend in Verdacht, bei Patienten Suizide auszulösen. Ziconotid ist zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Erwachsenen angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen.Show moreAnalgetika
01.12.2010, 23:00 Uhr
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