Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
BfArM verlängert Ruhen der Zulassung für vier Arzneimittel
Das BfArM hat die Ruhensanordnung für die Zulassungen von Bupropion-neuraxpharm® 300 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung und Irbesartan HEC Pharm Filmtabletten verlängert. Grund dafür sind Mängel in Bioäquivalenz-Studien, die bereits im Jahr 2017 von der Europäischen Arzneimittelagentur bestätigt wurden.Show morearzneimittel-und-therapie
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Mängel in Bioäquivalenz-Studien
27.07.2026, 10:00 Uhr
M. KeusgenBiosensoren in der Pharmazie – Funkt
Biosensoren wurden in den vergangenen Jahren für vielfältige analytische Aufgaben entwickelt. Dabei stehen Anwendungen aus dem klinisch-medizinischen Bereich, der Fermentationskontrolle, der Qualitätskontrolle von Lebensmitteln und der Umweltanalytik im Vordergrund. Jedoch sind die Einsatzmöglichkeiten von biosensorischen Techniken weitaus vielfältiger: Mit Biosensoren lassen sich einerseits sehr spezifisch Strukturelemente erkennen, die für potenzielle Arzneistoffe charakteristisch sind, andererseits können Assays realisiert werden, mit denen sich gezielt Arzneistoffwirkungen erfassen lassen. Gegenüber klassischen Ansätzen zum Arzneistoff-Screening zeichnet sich der typische Biosensor durch seine Wiederverwertbarkeit aus.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Raucherentwöhnung: Wie erfolgreich sind Nicotin-Pflaster?
Acht Jahre nach einer abgeschlossenen Studie zum Einsatz von Nicotin-Pflastern bei der Nicotinentwöhnung wurde eine Nachuntersuchung durchgeführt. Ziel war es, festzustellen, ob und wie sich die Rauchgewohnheiten der damaligen Probanden in den dazwischenliegenden Jahren verändert haben. Es handelt sich dabei um eine von den wenigen Studien zur Wirkung von Nicotin-Pflastern, die Abstinenz länger als drei Jahre über die Zeit der tatsächlichen Anwendung des Pflasters hinausgehend kontrollierten. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur 5% der Teilnehmer waren über die gesamten acht Jahre abstinent.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Aus der Forschung: IL-15-Antagonist bei rheumatoider Arthritis
Roche wird den humanen Interleukin-15-Zytokin-Rezeptor-Hemmer (cytokine receptor blocker, CRB-15) von Cardion erwerben. CRB-15 befindet sich zurzeit in der präklinischen Entwicklung für die Behandlung von rheumatoider Arthritis und für die Anwendung bei Transplantationen. Gemäß dieser Vereinbarung wird Roche für die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb von CRB-15 verantwortlich sein.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Eklampsiebehandlung: Nimodipin in der Krampfprophylaxe unterlegen
Seit vielen Jahrzehnten gilt Magnesiumsulfat als Mittel der Wahl zur Vorbeugung einer Eklampsie, eine gefürchtete Komplikation in der Schwangerschaft. Die Ursache dieser Erkrankung könnte eine krankhafte Verengung der Blutgefäße sein. In einer Studie wurde untersucht, ob Nimodipin Ų ein lipophiler Calciumantagonist, der vor allem im Zentralnervensystem vasodilatierend wirkt Ų die Eklampsie noch effektiver als Magnesiumsulfat bekämpfen kann. Doch das Resultat ist ernüchternd: das bekannte Magnesiumsulfat ist wirksamer als Nimodipin.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Bronchialkarzinom: Neue Chemotherapien in fortgeschrittenen Tumorstadien
Fast zwei Drittel der nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome befinden sich zum Zeitpunkt der Diagnose in einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium. Eine präoperative Docetaxel-Cisplatin-Therapie erzielte im Stadium IIIa eine 5-Jahres-Überlebensrate von 38%. In den Stadien IIIb und IV verlängerte eine Docetaxel-Cisplatin-Therapie im Vergleich zur Vinorelbin-Cisplatin-Kombination das Gesamtüberleben. Alte Patienten profitierten ebenso von der Chemotherapie wie jüngere.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Entzündungen des Darmes: Topisch aktives Steroid mimimiert Nebenwirkungen
Das Steroid Budesonid ist topisch im Darm wirksam und hat sich bei der Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) etabliert. Es hat nicht zuletzt wegen der geringen Gefahr Steroid-assoziierter Nebenwirkungen wohl auch bei anderen entzündlichen Darmerkrankungen therapeutische Bedeutung, wie bei einem Internationalen Falk-Symposium in Berlin dargelegt wurde.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Transdermale Kontrazeption: Das erste Verhütungspflaster auf dem Markt
Sicherheit, eine gute Zykluskontrolle und eine geringe Nebenwirkungsrate Ų das sind die Kriterien, die Frauen bei der Wahl "ihres" Verhütungsmittels am wichtigsten sind. Die Pille konnte diese Kriterien aus Sicht der meisten bislang am besten erfüllen. Allerdings empfinden viele Frauen, die orale Kontrazeptiva verwenden, die regelmäßige, je nach Pillentyp sogar uhrzeitgenaue, Einnahme als lästig. Für sie steht mit Evra® nun eine Alternative mit einem wöchentlichen Anwendungsrhythmus zur Verfügung. Evra® ist das erste in Deutschland zugelassene transdermale therapeutische System zur hormonellen Kontrazeption.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
5-Alpha-Reduktasehemmer: Finasterid senkt Risiko für Prostatakarzinom
Eine neue Studie, der Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT), gibt zum erstenmal einen Hinweis darauf, dass sich das Auftreten bestimmter Formen eines Prostatakarzinoms medikamentös zumindest hinausschieben, möglicherweise aber sogar verhindern lässt. In dieser Studie sank unter der Einnahme von Finasterid das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, um rund 25%. Diese Ergebnisse hat das amerikanische "National Institute of Health" jetzt bekannt gegeben. Die Studie war auf zehn Jahre angelegt und hätte noch bis Mai 2004 laufen sollen, wurde aber Anfang März 2003 vorzeitig abgebrochen, da die Ergebnisse bereits eindeutig waren.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Dermatopharmazie: Johanniskrautextrakt-Creme wirksam bei subakuter Neurodermitis
In der Volksmedizin wird Johanniskraut bei verschiedenen Hauterkrankungen und Hautverbrennungen verwendet, indem es topisch appliziert wird. Eine Freiburger Arbeitsgruppe um Priv.-Doz. Dr. Christoph M. Schempp hat die klinische Wirksamkeit einer Johanniskrautextrakt-Creme bei subakuter atopischer Dermatitis (Neurodermitis) nachgewiesen. Damit erwies sich erstmals ein dermatologisches Phytotherapeutikum gegenüber Plazebo als signifikant überlegen.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Onkologie: Pharmakogenomische Studien für eine individualisierte Krebstherapie
Auf dem 39. Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurde aus allen Bereichen der Onkologie ein umfangreiches wissenschaftliches Programm präsentiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem die molekulare Onkologie sowie die Möglichkeiten, die die Integration von genetischen Tests für Therapieentscheidungen bieten kann.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
HIV-Behandlung: Weiteres Nukleosidanalogon zugelassen
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat Emtriva™ mit dem Wirkstoff Emtricitabin (FTC) zur Behandlung der HIV-Infektion bei Erwachsenen zugelassen, wie Gilead Sciences mitteilte. Emtricitabin ist ein neues Nukleosidanalogon, das als einzelne Kapsel (200 mg) einmal täglich in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen eingenommen wird und als Inhibitor der viralen Reversen Transkriptase wirkt. Die europäische Zulassung für das neue Nukleosidanalogon durch die EMEA wird noch in diesem Jahr erwartet.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Nichtsteroidale Antirheumatika: Diclofenac-haltiges Pflaster gegen den Tennisarm
Topische Applikationsformen nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) gelten als nebenwirkungsarme Alternative bei der Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden. Jetzt hat das NSAR Diclofenac eine Zulassung als wirkstoffhaltiges Pflaster erhalten. Das Diclofenac-Pflaster wurde in klinischen Studien an Patienten unter anderem mit Epicondylitis, Fußgelenksdistorsionen, Gonarthrose und Sportverletzungen untersucht. Nach Angaben von Novartis soll das Voltaren® Wirkstoff-Pflaster Ende November in den Apotheken zur Verfügung stehen.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Akutes Koronarsyndrom: GPIIb/IIIa-Rezeptor-antagonisten auch bei instabiler Angi
Die European Society of Cardiology (ESC) hat ihre Empfehlungen für die Behandlung bei akutem Koronarsyndrom ohne ST-Streckenhebung geändert. Demnach sollen alle Hochrisikopatienten mit erhöhtem Troponin-T-Spiegel zusätzlich zur Basistherapie einen Glykoprotein(GP)IIb/IIIa-Antagonisten erhalten, und so früh wie möglich eine Koronarangiographie bzw. Revaskularisierung durchgeführt werden.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
S. Noé, S. UllrichRuscus bei chronisch venös
Der Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus), eine in den Mittelmeerländern heimische und dort im Arzneischatz weitverbreitete Arzneipflanze (Abb. 1), gewinnt als Venentherapeutikum auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. So wurde Ruscus aculeatus von dem Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2002 gewählt. Ein Trockenextraktpräparat aus Ruscuswurzelstock erwies sich in einer multizentrischen, plazebokontrollierten Doppelblindstudie an Frauen mit chronisch venöser Insuffizienz, Stadium I und II, als wirksam und gut verträglich: Das Unterschenkelvolumen der Patientinnen nahm signifikant ab, und auch ihre subjektiven Symptome besserten sich signifikant während des 12-wöchigen Behandlungszeitraums [33].Show more27.07.2003, 15:53 Uhr
Böhnchen ohne Tönchen: Weniger Blähungen durch natürliche Fermentierung
Forscher aus Venezuela haben entdeckt, dass Bohnen, die auf natürliche Weise fermentiert wurden, weit weniger Blähungen verursachen als unbehandelte Hülsenfrüchte oder Hülsenfrüchte, die einer kontrollierten Fermentation unterzogen wurden.Show more27.07.2003, 15:53 Uhr
Monoklonaler Antikörper: Cetuximab blockiert Wachstumsfaktor-Rezeptor
Die Merck KGaA informierte, dass sie jetzt bei den Europäischen Behörden die Zulassung von Cetuximab (vorgesehener Handelsname: Erbitux®) für die Behandlung von metastasierendem Darmkrebs beantragt hat.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Hormonersatztherapie: Neues synthetisches Gestagen Trimegeston zugelassen
Wyeth Pharma hat die Zulassung für die Kombination 2 mg 17β-Estradiol und 0,5 mg Trimegeston (Minique®) zur sequenziellen Behandlung postmenopausaler Symptome erhalten, wie aus einer Pressemiteilung der Firma hervorgeht. Die Kombination 1 mg 17β-Estradiol und 0,125 mg Trimegeston (TMG) zur kontinuierlichen Gabe wurde jetzt im europäischen Verfahren der gegenseitigen Anerkennung ebenfalls zugelassen. Im Herbst 2003 soll Minique® in Deutschland eingeführt werden, die Einführung der Produkte ist auch in weiteren europäischen Ländern geplant.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Schizophrenie: Risperidon oder Haloperidol zur Rückfallprophylaxe?
Patienten mit stabiler Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung hatten während einer einjährigen oralen Risperidon-Therapie ein weitaus geringeres Rückfallrisiko und schwächere Symptome als unter einer Haloperidol-Therapie.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Aus der Forschung: Neue Wirkstoffe für Typ-2-Diabetiker
Die Zeitschrift Science berichtet nach einer Information von Roche über die Entdeckung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Typ-2-Diabetes. Einem Forschungsteam von Roche gelang es in präklinischen Studien, die Wirkung eines Enzyms zu verstärken, welches bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle spielt. Diese Entdeckung bildet die Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten für 135 Millionen Menschen, die weltweit an Typ-2-Diabetes leiden.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Primäre pulmonale Hypertonie: Bosentan verbessert Überleben
Die Firma Actelion gab die Analyse einer Langzeitbeobachtung von Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie aus den Zulassungsstudien für Bosentan (Tracleer®) bekannt. Die Daten geben Hinweis darauf, dass die Anwendung des oralen dualen Endothelin-Rezeptorantagonisten mit verbessertem Überleben verbunden ist.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Obstipation als Arzneimittelnebenwirkung: Unter Opioidtherapie sind Laxanzien un
Ist wegen starker chronischer Schmerzen die Behandlung mit einem Opioid indiziert, so muss gleichzeitig ein Laxans eingenommen werden. Denn die Patienten werden mit hoher Gewissheit eine chronische Obstipation entwickeln, die ohne abführende Therapie praktisch nicht zu kontrollieren ist.Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
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