Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Nach dem Protest ist vor der Veränderung
Der Apothekenprotesttag am 23. März 2026 war laut, sichtbar und in vielen Punkten berechtigt. Er hat auf Missstände aufmerksam gemacht, die seit Jahren bestehen: steigende Kosten, wachsende Bürokratie, wirtschaftlicher Druck und politische Entscheidungen, die die Lage aus Sicht vieler Inhaber eher verschärfen als verbessern. Dass sich die Branche dagegen wehrt, ist nachvollziehbar. Der Protest hat Probleme sichtbar gemacht, die zuvor vor allem innerhalb der Apothekerschaft diskutiert wurden, und sie in die öffentliche und politische Wahrnehmung gerückt.Show moreNeukundengewinnung in der Apotheke
Mit anlassbezogener Fragetechnik Stammkunden gewinnen
Vor allem unerfahrenen Mitarbeitern fällt es schwer, bei Neukunden nicht einfach nur den Rezeptwunsch zu erfüllen, sondern aktiv dafür zu sorgen, den Neukunden zum Stammkunden zu entwickeln. Was können die Apothekenleiterinnen und Apothekenleiter tun, um die Akquisitionskompetenz der Mitarbeiter zu steigern?Show moreDer Kunde im Fokus
Mit Category Management Kundenzufriedenheit steigern – ein Erfahrungsbericht
Neue Kundschaft und gesteigerte Kundenzufriedenheit: Dies gelang den Medicon-Apotheken in der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen allein durch die Umgestaltung der Produktpräsentation. Dabei mussten sich die Apotheker keineswegs auf das Bauchgefühl oder vage Ahnungen zur richtigen Platzierung der Frei- und Sichtwahl verlassen: Sie bauen auf das "Category Management", ein etabliertes Instrument zur Optimierung des Sortiments und der Platzierung in den Geschäftsräumen.Show moreRezeptur herstellen
Schritt 4 der Rezepturherstellung in sieben Schritten
Ulrike Fischer, Katrin Schüler | Eine gute Planung ist die beste Voraussetzung dafür, dass die eigentliche Herstellung der Rezeptur zügig und ohne unnötige Unterbrechungen erfolgen kann. Wesentliche Schwerpunkte sind in der nach ApBetrO zu erstellenden Herstellungsanweisung festgelegt. Die Herstellung einer qualitativ einwandfreien Rezeptur kann des Weiteren nur gelingen, wenn die Aufmerksamkeit des Herstellenden ganz der Rezeptur gilt und nicht nebenher noch Absprachen mit Kollegen durchgeführt, gebrauchtes Geschirr oder Arbeitsmaterialien gereinigt, weitere Rezepturen vorbereitet oder Prüfungen z. B. von Ausgangsstoffen durchgeführt werden.Show moreSteuerliche Vorteile der Ehegatten-Beschäftigung in der eigenen Apotheke
Mini-Job am günstigsten – Es muss aber tatsächlich gearbeitet werden
Um Missbräuchen vorzubeugen, sind strenge Voraussetzungen an die Anerkennung des Arbeitsverhältnisses zwischen Ehegatten geknüpft (Abschn. R 4.8 Abs.1 und H 4.8 EStR). Als Grundvoraussetzung für die steuerliche Anerkennung gilt, dass der Arbeitsvertrag ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt worden ist. Rückwirkend abgeschlossene Verträge werden steuerlich nicht anerkannt.Show moreAlter schützt nicht vor Kompetenz!
Die Potenziale älterer Mitarbeiter nutzen, Erfahrungsschätze heben
Es ist nicht allein der drohende Fachkräftemangel, der immer mehr Chefs zu dem Gedanken verleitet, dass ältere Mitarbeiter ihre Vorzüge haben. Denn "die Älteren" können zum Beispiel aufgrund ihres Erfahrungsschatzes oft besser mit Emotionen umgehen als die jüngeren Berufstätigen und darum in Konfliktsituationen konstruktiver agieren. Und dann ist da noch das in vielen Jahren erworbene Erfahrungswissen, das den älteren Mitarbeitern in der Apotheke einen Vorsprung vor den jüngeren verschafft.Show moreMystery Shopping – ein Schlüssel für mehr Qualität?
Neue Betriebsordnung fordert Qualitätsmanagement
Die neue Apothekenbetriebsordnung führt ein Qualitätsmanagementsystem verpflichtend für alle Apotheken ein. Mit ihm sollen "betriebliche Abläufe festgelegt und dokumentiert werden." Außerdem soll damit gewährleistet werden, dass "die Arzneimittel nach Stand von Wissenschaft und Technik hergestellt, geprüft und gelagert werden und dass Verwechslungen vermieden werden sowie eine ausreichende Beratungsleistung erfolgt". Das soll der Apothekenleiter im Rahmen regelmäßiger Selbstinspektionen und mit Maßnahmen zu externen Qualitätsüberprüfungen garantieren. Generell beinhalten Qualitätsmanagementsysteme die organisierte Dokumentation von Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten, Prozessen und Leistungen dienen. Diese Verbesserungen haben Kundenzufriedenheit zum Ziel. Apotheken müssen sich nun nicht nur damit auseinandersetzen, wie sie ihr Qualitätsmanagementsystem einführen oder verbessern können, sondern sich auch mit den verschiedenen Varianten der externen Überprüfungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Eine dieser Varianten ist das Mystery Shopping.Show moreWas wann wo im Fernsehen
Was läuft im Fernsehen? Was könnte interessant sein? Wir haben das Programm der Sender durchgesehen. Bei unserer Auswahl haben wir auch Sendungen berücksichtigt, die von Ihren Kunden angeschaut werden und zu denen sie in der Apotheke Fragen stellen könnten. Eine Wertung der Sendungen nehmen wir nicht vor.Show moreHerstellung planen und vorbereiten
Schritt 3 der Rezepturherstellung in sieben Schritten
Ulrike Fischer, Katrin Schüler | Die novellierte Apothekenbetriebsordnung fordert die Herstellung eines Rezepturarzneimittels nach einer vorab erstellten Herstellungsanweisung und gibt Mindestinhalte für die Erstellung vor. Somit ist der Apotheker verpflichtet, Festlegungen zu wesentlichen Aspekten der Herstellung inklusive Kontrolle und Dokumentation zu treffen. Diese Vorbereitung ist eine grundlegende Voraussetzung, damit die eigentliche Herstellung zügig und ohne unnötige Unterbrechungen erfolgen kann.Show moreKündigungsgespräche richtig führen
Faire Trennung hat guten und nachhaltigen Effekt für das Betriebsklima und das Gefühl der Gekündigten
Das Aussprechen einer Kündigung erfordert besondere Diplomatie. Ob eine Kündigung wegen Einsparens eines Arbeitsplatzes oder wegen schwacher Leistung des Betroffenen erfolgt, das Gespräch erfordert Behutsamkeit und Einfühlungsvermögen. Niemand übermittelt die Kündigung gerne und die Mitarbeiterin trifft es oft mitten ins Herz. Sie fühlt sich verletzt, ihr Selbstwertgefühl ist vermindert, sie ist verunsichert. Das Ziel für den Apotheker im Kündigungsgespräch heißt, auf sachliche Art eine Arbeitsbeziehung mit seiner Mitarbeiterin zu beenden. Von der Kündigung bis zum Ausscheiden soll die Mitarbeiterin in der Apotheke noch gute Arbeit leisten und nicht durch Unfreundlichkeit und schlechte Leistung auffallen.Show morePlausibilitätsprüfung
Das Protokoll muss die Datengrundlage widerspiegeln
Valentin Saalfrank | Zu den neuen Dokumentationspflichten, die die novellierte Apothekenbetriebsordnung bei der Rezepturherstellung vorsieht, gehört auch die Plausibilitätsprüfung. Der Apotheker muss die Plausibilitätsprüfung persönlich vornehmen. Doch stellen sich folgende Fragen: Darf sich der Apotheker bei der Durchführung der Plausibilitätsprüfung durch pharmazeutisches Assistenzpersonal unterstützen lassen? Hat dies Auswirkungen auf die Dokumentationspflichten?Show moreMotivation in der Apotheke
Wenn der Mitarbeiter den Kollegen lobt
Das Gehalt spielt bei der Frage, ob ein Mitarbeiter zufrieden ist und motiviert arbeitet, eine untergeordnete Rolle. Das ist bekannt, das haben zahlreiche Umfragen und Studien nachgewiesen. So auch eine Online-Umfrage der Jobbörse "stellenanzeige.de". Überraschend hingegen ist folgendes Ergebnis: Das Lob des Kollegen entfaltet eine größere motivatorische Kraft als die Anerkennung durch den Vorgesetzten.Show morePlausibilität überprüfen
Schritt 2 der Rezepturherstellung in sieben Schritten
Ulrike Fischer, Katrin Schüler | Grundanforderungen, die an Arzneimittel gestellt werden, sind Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und pharmazeutische Qualität. Entsprechend darf nach ApBetrO § 7 ein Rezepturarzneimittel nicht hergestellt werden, wenn die Verschreibung bzw. die Kundenanforderung einen erkennbaren Irrtum enthält oder unleserlich ist oder sich sonstige Bedenken ergeben. Mit der Novellierung der ApBetrO wurden die Mindestinhalte der Plausibilitätsprüfung konkretisiert (§ 7 Abs. 1b). Im folgenden Beispiel wird die Plausibilität eines Rezeptes für Bufexamac-haltige Zäpfchen geprüft.Show moreNachhaltiges Qualitätsmanagement in der Apotheke
Kundenorientierung und Arbeitsprozesse durch Qualitäts-Tagebuch verbessern
Eine Möglichkeit, die Qualitätsorientierung in der Apotheke zu verbessern, ist, die Mitarbeiter intensiver in den Prozess der Qualitätsverbesserung zu integrieren. Dazu wird ein "Qualitätsmanagement-Tagebuch" geführt. Alle Mitarbeiter und die Apothekenleitung können dort Fehler, Kritik, Mängel, aber auch Lob aus dem Apothekenalltag mit Tagesdatum notieren.Show moreAus- und Fortbildungskosten – was steuerlich abzugsfähig ist
Erhöhter Sonderausgabenabzug seit Jahresbeginn
Der Einstieg in das Berufsleben stellt stetig wachsende Anforderungen an die Ausbildung von Berufsanfängern. Auch im Berufsalltag ist eine laufende Fortbildung erforderlich, und zwar für den Apotheker wie für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die dafür notwendigen Kosten sind in bestimmtem Umfang steuerlich abzugsfähig. Das Einkommensteuergesetz unterscheidet grundsätzlich zwischen den nur begrenzt als Sonderausgaben abzugsfähigen Ausbildungskosten für einen noch nicht ausgeübten Beruf und den unbegrenzt als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten abzugsfähigen Fort- und Weiterbildungskosten im ausgeübten Beruf.Show moreAuf der Suche nach dem idealen Mitarbeiter
Im Einstellungsgespräch die richtigen Fragen stellen
Die wenigsten Apotheker wollen und können es sich leisten, Einstellungsgespräche von einem Experten führen zu lassen. Wer aber die richtigen Fragen stellt, um einem Kandidaten bezüglich seiner Kompetenzen, Einstellungen und Motivation auf den Zahn zu fühlen, kann diese Aufgabe eigenständig leisten.Show moreRezeptur – Qualität in sieben Schritten
Schritt 1: Hygienestandards einhalten
Ulrike Fischer, Katrin Schüler | Im Ordner "Rezeptur nach ApBetrO" [1] finden sich zahlreiche Vorlagen für Herstellungsanweisungen. Sie enthalten generelle Aspekte zur Herstellung verschiedener Darreichungsformen und sollen mit zusätzlichen Informationen ergänzt werden. Die Strukturierung in sieben Schritte erleichtert die rationelle Herstellung qualitativ einwandfreier Arzneimittel. In Schritt 1 geht es dabei vor allem um Maßnahmen, die zur Sicherstellung der mikrobiologischen Qualität der hergestellten Zubereitungen beitragen. Im folgenden Beispiel wird die Herstellung einer hydrophilen Dexamethason-Creme vorgestellt (Abb. 1).Show moreSo betreibt der Apotheker Bore-out-Prophylaxe
Bore-out – das Gegenteil von Burn-out: Unterlastung
In letzter Zeit ist häufig die Rede davon, was passiert, wenn die Herausforderungen am Arbeitsplatz überhand nehmen, so dass sie die Kompetenzen eines Menschen bei Weitem übersteigen. Dann droht die ständige Überlastung, die permanente Erschöpfung, der Burn-out, gar die Depression. Darüber ist in Vergessenheit geraten, dass es oft genug den umgekehrten Fall gibt – den Bore-out.Show moreWas wann wo im Fernsehen
Was läuft im Fernsehen? Was könnte interessant sein? Wir haben das Programm der Sender durchgesehen. Bei unserer Auswahl haben wir auch Sendungen berücksichtigt, die von Ihren Kunden angeschaut werden und zu denen sie in der Apotheke Fragen stellen könnten. Eine Wertung der Sendungen nehmen wir nicht vor.Show moreManagement und mehr
Management-Kongress: Weniger Aufwand, mehr Ertrag
(az). Wer heute eine Apotheke erfolgreich führen will, wird sich mit Management befassen müssen. Aber Management steht nicht in der Ausbildungsordnung für Apotheker. Eigeninitiative ist gefragt! Der Management-Kongress Mallorca, erstmals gemeinsam präsentiert von Lauer-Fischer und der Deutschen Apotheker Zeitung, bietet beste Voraussetzungen, sich darüber auszutauschen, wie man mit weniger Aufwand mehr Ertrag erwirtschaftet. Vom 30. Oktober bis 3. November erwartet die Teilnehmer ein unverwechselbares Programm mit hochkarätigen Referenten. Prominenter Gast ist der Börsenexperte "Mr. Dax" Dirk Müller. Und das Ambiente: der mallorquinische Frühling im Herbst.Show moreVom Umgang mit twitternden Mitarbeitern
Neue Führungsherausforderung für den Apotheker
Twitternde Mitarbeiter, die per Mail und SMS kommunizieren und sich häufig in den sozialen Netzwerken aufhalten: Auch Apotheker haben immer öfter mit Mitarbeitern zu tun, für die der Aufenthalt im Netz selbstverständlich ist. Dabei stellt sich die Frage: Müssen die "Twitter-Mitarbeiter" anders geführt werden als die älteren Mitarbeiter, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind?Show moreRechtliches
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