BMG-Positionspapier zur neuen Apothekenbetriebsordnung
Von Andreas Ziegler,
Großhabersdorf
Seit Mitte letzten Jahres ein nicht autorisierter Entwurf der neuen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) durch eine undichte Stelle im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nach außen gedrungen war, wurden die Inhalte des Non-Papers in der Apothekerschaft, auch gegen den dezidierten Willen einiger Standesorgane, lebhaft erörtert. Seither diskutierte das Ministerium zwar mit Verbandssprechern hinter verschlossenen Türen, der pharmazeutischen Basis blieb eine aktive Beteiligung am Diskussionsprozess hingegen weitgehend verwehrt. Doch nicht nur das: Infolge einer restriktiven Informationspolitik blieb selbst für interessierte Kreise lange unklar, wohin die Reise gehen könnte. Seit letzter Woche liegt nun ein offizielles Positionspapier des BMG vor. Das Papier enthält zwar noch keine konkreten Formulierungsvorschläge für die Novellierung des Verordnungstextes, dennoch lässt sich erkennen welche apothekenpolitische Grundrichtung das BMG favorisiert. Das Positionspapier wird nach Diskussion mit den Regierungsfraktionen in ein Eckpunktepapier münden. Wohl schon im Laufe des Mai wird dann ein erster Referentenentwurf vorgelegt.