Forschende Hersteller: Die Krise nachträglich verordnet?
Höhere Zwangsrabatte, Preismoratorien, zentrale Verhandlungen – so hat sich die Branche ein FDP-geführtes Gesundheitsministerium nicht vorgestelltBerlin (ks). Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) hat für die Arzneimittel-Sparpläne des Bundesgesundheitsministers wenig übrig. Mit den Zielen des Koalitionsvertrages – wo der Wettbewerb großgeschrieben wurde – hätten die Eckpunkte nichts mehr zu tun, so die vfa-Geschäftsführerin Cornelia Yzer. Vor allem die kurzfristigen Maßnahmen – erhöhter Zwangsrabatt und Preismoratorium – machen den Forschenden zu schaffen. Auch der Weg, wie diese Maßnahmen nun auf den Weg gebracht werden sollen, sei "verfassungsrechtlich bedenklich", erklärte Yzer am 14. April in Berlin.