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OTC-Arzneimittel bald im Versandhandel?

PARIS (diz). Die französische Tageszeitung "Le Figaro" berichtet, dass Frankreichs Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot beabsichtige, den Verkauf von OTC- Arzneimitteln übers Internet zu erlauben.
Frankreichs Gesundheitsministerin Bachelot plant, den Versandhandel mit OTC-Arzneimitteln zuzulassen. Frankreichs Apotheken protestieren.
Foto: DAZ Archiv

Ein erstes Treffen mit Verbänden und Repräsentanten des pharmazeutischen Bereichs zu diesem Thema soll bereits im Gesundheitsministerium stattgefunden haben. "Die Überlegungen der Ministerin betreffen nur die nichterstattungsfähigen Arzneimittel, die ohne ärztliche Verordnung verkauft werden, fügt Le Figaro hinzu. Die Tageszeitung beruft sich dabei auf eine Quelle aus dem Ministerium, die sich bereits damit befasst, den Versandhandel übers Internet sicher zu gestalten.

Die Idee der Gesundheitsministerin trifft erwartungsgemäß auf starken Widerstand bei Apothekerverbänden; sie beschwören bereits "das Gespenst der Fälschungen", meint "Le Figaro".

Bisher war Frankreich vom Versandhandel mit Arzneimitteln weitgehend verschont. Versandapotheken gibt es bisher in Frankreich nicht. Das Verbot des Versandhandels wird aber auch hier unterlaufen durch ausländische Internetseiten, die verschreibungspflichtige Produkte wie Viagra, Cialis, Anabolika und Schlankheitsmittel anbieten, fügt "Le Figaro" hinzu.

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