Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Nicht alle Fluorchinolone in einen Topf werfen
Chinolone unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wirkspektrum, sondern auch in ihrem neuropsychiatrischen Risikoprofil. So zeigt Ciprofloxacin die stärkste Assoziation mit zentralnervösen Symptomen, während Levofloxacin und Moxifloxacin häufiger mit peripheren Neuropathien in Verbindung gebracht werden. Dies unterstreicht die Bedeutung einer arzneimittelspezifischen Risiko-Nutzen-Bewertung in der klinischen Praxis.Show moreWie funktioniert der Blutzucker-Test?
Nicht zuletzt die Kosten für die Teststreifen sorgen immer wieder für Diskussionen über die weite Verbreitung der Blutzucker-Selbstmessung. Sicherlich ist nicht bei allen Typ-2-Diabetikern eine permanente Messung des Blutzuckers indiziert. Dennoch sind Geräte für die Selbstkontrolle entscheidend für ein modernes Diabetes-Management. Die heutigen Messsysteme sind flexibel und werden unterschiedlichen Anforderungen gerecht.Show moreSchnelle Wirkung, keine Hemmung des Darms
gmc | Durchfall ist eines der häufigsten gastrointestinalen Symptome. In Deutschland erleidet jährlich etwa jeder Dritte ein- bis zweimal eine akute Durchfallepisode. Eine Option für die Selbstmedikation von akutem Durchfall ist Racecadotril.Show moreSuchttherapie in der Praxis
Die Substitutionsbehandlung opiatabhängiger Patienten hat sich seit ihrer Einführung vor über 20 Jahren als evidenzbasiert und wirksam etabliert. Wie sie heute im praktischen Alltag durchgeführt wird, welche Vorteile sie für den Patienten birgt und welche Hürden Arzt und Patient zu überwinden haben, war Thema einer von Hexal initiierten Meet the Expert-Veranstaltung. Show moreAntihypertensiva abends einnehmen
Die spanische MAPEC-Studie hat den Zusammenhang zwischen dem nächtlichen Blutdruckabfall und dem Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, analysiert. War der Blutdruck im Schlaf nur wenig reduziert, begünstigte dies die Entstehung eines Diabetes. Zudem wurden Hypertoniker in zwei Gruppen eingeteilt, die ihre gewohnte Blutdruckmedikation entweder morgens oder abends einnahmen. Eine abendliche Einnahme war mit einem geringeren Diabetes-Risiko verbunden. Show more
Freihandelsabkommen der EU mit Indien stockt
Weil der indische Pharmadienstleister GVK Bio Zulassungsstudien manipuliert haben soll, ließ die EU-Kommission für Hunderte von Generika die Zulassung ruhen. Zu Unrecht, finden der Konzern und die indische Regierung. Nun liegen die Gespräche über ein gemeinsames bilaterales Freihandelsabkommen deswegen auf Eis. Show more
Kandidaten gibt es, aber werden sie für alle bezahlbar sein?
Die Access to Medicine Foundation hat die Impfstoff-Pipelines der 20 weltweit größten Pharmaunternehmen analysiert. Was tun die Konzerne, damit ihre Neuentwicklungen auch für ärmere Länder erschwinglich sein werden? Die Bilanz fällt eher trübe aus. Show more
Von OTC bis MAB
Im OTC-Bereich kann sich eine Apotheke durch ein sinnvolles Angebot mit einer kompetenten Beratung profilieren. Beratungsaktive Apotheker und PTA werden ihren Kunden auch weiterhin Calcium- und Vitamin-D-Supplemente empfehlen, obwohl zwei Metaanalysen deren Nutzlosigkeit zur Osteoporoseprophylaxe behaupteten. Bei der Prophylaxe durch Impfstoffe weist das Paul-Ehrlich-Institut auf Alternativen hin, wenn das Präparat der Wahl nicht lieferbar ist. Die Zukunft des Arzneimittelmarktes gehört den gentechnisch hergestellten Biologika wie den monoklonalen Antikörpern, von denen Nivolumab Männern mehr nützen kann als Frauen, so eine aktuelle Erkenntnis des IQWiG, die Sie am Ende dieser Wochenschau finden. Show more
HIV früher behandeln und mehr Prophylaxe
Die Weltgesundheitsorganisation hat neue Vorab-Leitlinien zur Behandlung von einer HIV-Erkrankung veröffentlicht. Die Empfehlungen könnten die Zahl der Menschen, die sich infizieren oder daran sterben, erheblich reduzieren. Show more
Risiken von Viagra & Co
Die am weitesten verbreitete Indikation der Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Inhibitoren ist die erektile Dysfunktion, die meist Männer im höheren Lebensalter betrifft. Darüber hinaus finden die Wirkstoffe Einsatz bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (siehe POP-Fall S. 46). Aufgrund ihrer gefäßerweiternden Wirkung sollte der Einsatz der PDE-5-Inhibitoren vor allem bei Patienten mit kardiovaskulären Grunderkrankungen sorgfältig abgewogen werden. Zudem können eine Reihe von Arzneimittel-Interaktionen auftreten, da die Wirkstoffe intensiv über Cytochrom P450-Enzyme metabolisiert werden
Von Bettina Krieg

Eine Patientin mit pulmonaler arterieller Hypertonie
Frau K.S. ist eine adipöse 43-jährige Patientin mit Bluthochdruck,
Diabetes mellitus und leichtem Asthma. Als Hauptbeschwerden gibt sie
intermittierende Luftnot und Schwindel an. Sie berichtet, dass sie sich
vor ein paar Tagen nach dem Duschen sehr matt gefühlt habe und sich
starke Kreislaufprobleme mit Luftnot entwickelt hätten. Die Luftnot sei
zuvor schon öfter aufgetreten. Zudem fühle sie sich sehr müde und
schlapp und leide unter gelegentlichem Herzrasen. Ab und zu seien ihre
Knöchel geschwollen. Die Symptome träten auch unter alltäglicher
körperlicher Belastung auf, jedoch nicht in Ruhe. Für die Luftnot wurde
ihr Salbutamol-Spray verschrieben, allerdings empfindet die Patientin
keinerlei Besserung der Atemnot nach Inhalation.
Von Ina Richling, Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
Show moreMikrobiom: Das Organ im Darm
Die vielfältige Bedeutung des bakteriellen Ökosystems im Darm wird derzeit mit großem Aufwand erforscht. Studien zeigen Wechselwirkungen des Mikrobioms mit Ernährung, Zivilisationserkrankungen und Infektionen. Noch in den Kinderschuhen stecken therapeutische Anwendungen, wie die Stuhltransplantation, die vor allem bei Clostridium-difficile-Infektionen hohe Heilungsraten erzielt.Show moreGefährliche Nahrungsergänzungsmittel
jb | Kardiale Symptome durch Schlankmacher, Muskelaufbaupräparate oder Potenzmittel, allergische Reaktionen auf Vitamine und Spurenelemente: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind keineswegs immer harmlos. So kommt es in den USA zu über 23.000 Notfallbehandlungen und mehr als 2100 Hospitalisierungen nach Einnahme von „dietary supplements“. Das ergab eine gemeinsame Untersuchung der amerikanischen Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der Aufsichtsbehörde FDA.Show moreRechtliches
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