Arzneimittel – die „fremden Mächte“
Wie die Bevölkerung Krankheit und Arzneimittel wahrnimmt
BAH-Studie | Einerseits hat der Verbraucher ein großes Vertrauen gegenüber bekannten und bewährten Wirkstoffen, Arzneimitteln und Arzneimittelmarken. Andererseits existieren stereotype Vorwürfe in der Bevölkerung: Pharmahersteller forschen ausschließlich aus Profitgier und vergessen den Menschen. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) gab eine Studie in Auftrag, die herausfinden sollte, wie der Verbraucher seine Krankheit sieht und wie er die Arzneimittel, die er sich kauft oder die er verordnet bekommt, und deren Nutzen wahrnimmt. Die Untersuchung zeigte, wie ambivalent die Bevölkerung hierzu steht: während man auf der einen Seite die Fortschritte in der Medizin und Arzneimitteltherapie bewundert, sieht man Arzneimittel immer auch kritisch. Bei vielen Menschen löst die Einnahme eines Arzneimittels ein psychologisches Grundproblem aus: Mit der Verwendung von Arzneimitteln pfuscht man der Natur ins Handwerk und holt sich "fremde Mächte" zu Hilfe, die ein Eigenleben entwickeln. Die Folge sind Schuldgefühle, Ängste, Nebenwirkungen.