Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Hausärzte warnen vor Kassenzugriff auf E-Patientenakten
Werden Patientinnen und Patienten mit einem neuen Digitalgesetz besser vor Krankheiten geschützt – oder werden sie neuen Risiken anderer Art ausgesetzt? Darüber streiten Ärzte und Krankenkassen. Und was denkt die Abda?Show moreRilpivirin: IQWiG sieht nur beim Monopräparat Vorteil
Ergebnis der frühen Nutzenbewertung
BERLIN (ks). Der Wirkstoff Rilpivirin zur Behandlung HIV-positiver Patienten durchläuft zurzeit das Verfahren der frühen Nutzenbewertung. Zugelassen ist er sowohl als Mono- als auch als Kombinationspräparat. Am 16. April hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Ergebnisse seiner Dossierbewertung vorgelegt. Es sieht lediglich für das Monopräparat Belege für einen Zusatznutzen – und das auch nur für Männer.Show moreMedikamentenabhängigkeit: "Apotheken in der Pflicht"
Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen erschienen
BERLIN (as). Alkohol, Tabak und Medikamente – diese legalen Drogen sind laut aktuellem Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) die größten Probleme des Suchtmittelkonsums. Die DHS fordert daher, bei Alkohol und Tabak Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen und Werbeeinschränkungen effektiver durchzusetzen. Im Bereich der Medikamentenabhängigkeit sieht sie auch die Apotheker in der Pflicht: Diese müssten besonders bei Schlaf- und Schmerzmitteln sowie bei Nasensprays intensiv beraten.Show moreErmittlungen halten sich in Grenzen
Arzneimittelkriminalität in Baden-Württemberg
BERLIN (jz/ks). Nur wenige baden-württembergische Staatsanwaltschaften haben seit 2007 wegen gefälschter oder illegal in Umlauf gebrachter Arzneimittel ermittelt. Das erklärte Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) in ihrer Stellungnahme zu einem Antrag von sechs CDU-Landtagsabgeordneten. Diese hatten einen Bericht eingefordert, weil "die Einspeisung gefälschter Arzneimittel in den regulären Verkauf über Großhändler und Apotheken […] besorgniserregende Ausmaße" annehme.Show moreArzneimittel-Check durch Ärzte in Nordrhein
AOK und KV-Nordrhein erweitern Hausärztevertrag
STUTTGART (du). Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat sich im Rahmen eines aktualisierten Hausärztevertrags mit der AOK Rheinland/Hamburg auf einen bezahlten Arzneimittel-Check durch Ärzte geeinigt. Das Wissen der Apotheker ist bei diesem Projekt nicht gefragt, allerdings wurde es zur Festlegung der Vorauswahlkriterien durchaus benötigt.Show moreStrenge Regeln für Tierarzneimittelversand
Zulässigkeit hängt vom Arzneimittel ab, nicht vom Tier
LEIPZIG (tmb). Der Versand von Arzneimitteln für Tiere wurde in Deutschland erst lange nach dem Versand von Humanarzneimitteln erlaubt. Doch die Regelung ist sehr differenziert und sorgt noch immer für Irritationen. Versandapotheken sollten daher sorgfältig auf den Zulassungsstatus der angebotenen Arzneimittel achten, um nicht unbeabsichtigt gegen das AMG zu verstoßen.Show moreApoBank: Dividende trotz Griechenland-Verlust
Bilanz der Apotheker- und Ärztebank 2011
DÜSSELDORF (lk). Trotz eines erheblichen Millionen-Verlustes mit Griechenland-Investitionen hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank) auch im Jahr 2011 schwarze Zahlen geschrieben und wird eine Dividende an ihre Genossenschaftsmitglieder zahlen. Im Zuge der Umsetzung des Zukunftsprogramms kündigte ApoBank-Vorstandssprecher Herbert Pfennig Pläne zum Personalum- und -abbau an, der noch in diesem Jahr beginnen soll.Show moreArzneimittelbetrug nur kleiner Anteil
DAK-Gesundheit zu Abrechnungsbetrügereien 2011
BERLIN (jz). Der Abrechnungsbetrug im deutschen Gesundheitssystem nimmt nach Angaben der DAK-Gesundheit zu. Ein zehnköpfiges Ermittlungsteam der Krankenkasse erhielt im Jahr 2011 rund 60 Prozent mehr Hinweise auf Abrechnungsbetrug. Insgesamt gingen 1562 Verdachtsmeldungen auf gefälschte Rezepte, Schein-Behandlungen oder manipulierte Rechnungen ein. Schwerpunkt der Ermittlungen war der Heilmittelbereich – der Betrug mit Arzneimitteln machte einen eher kleinen Anteil aus.Show moreSachsen: SPD besorgt um Pharmazie-Nachwuchs
Beabsichtigte Schließung des Pharmazeutischen Instituts in Leipzig beschäftigt den Landtag
BERLIN (jz). Die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag fordert die Regierung des Freistaates auf, sich zur beabsichtigten Schließung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Leipzig zu erklären. Diese könnte erhebliche Auswirkungen auf die pharmazeutische Versorgung Sachsens haben, befürchtet die Fraktion. Bei einem Aktionstag im Januar, bei dem die Studenten den Abgeordneten von den Folgen einer Schließung und den Vorzügen der Leipziger Fakultät berichteten, hatten die Politiker Hilfe bei der Rettung des Instituts zugesagt.Show more"DrEd" – auf Patientenfang in Österreich
Online-Arztpraxis stellt jetzt auch Österreichern Rezepte aus
BERLIN (svs). Die Online-Arztpraxis "DrEd" erweitert ihr Versorgungsgebiet: Seit dieser Woche können auch österreichische Patientinnen und Patienten den Service der Internet-Ärzte aus London nutzen. Rezepte, die im Rahmen einer virtuellen Sprechstunde ausgestellt wurden, sind in österreichischen Apotheken uneingeschränkt gültig, vermeldet die Online-Praxis. "Wir sind bereits auf große Neugierde gestoßen", sagte DrEdSprecher Jens Apermann gegenüber der DAZ.Show moreProGenerika kritisiert KBS-Ausschreibung
Rabattverträge für 115 Wirkstoffe ausgeschrieben
BERLIN (lk). Konflikt um Rabattvertrag: Die Krankenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hat am 7. April neue Rabattverträge für insgesamt 115 Wirkstoffe ausgeschrieben. Der Branchenverband ProGenerika sieht in der darin enthaltenen Ausschreibung für das Neuroleptikum Quetiapin allerdings eine Benachteiligung für Generika-Unternehmen.Show moreSo wünscht sich die Bevölkerung die Apotheke der Zukunft
Ergebnisse einer aktuellen IFH-Studie
KÖLN (cs). Das Institut für Handelsforschung GmbH (IFH) aus Köln hat im Auftrag der Apothekerkammern und -verbände Nordrhein-Westfalens eine Studie über die Wünsche der Bevölkerung an die Apotheke der Zukunft durchgeführt. Die Ergebnisse wurden vor Kurzem anlässlich einer Pressekonferenz in Düsseldorf, an der auch die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens teilnahm, vorgestellt.Show moreIQWiG nimmt Stellung zu Belatacept
Geringer Zusatznutzen für bestimmte Patienten
BERLIN (ks). Der Wirkstoff Belatacept (Nulojix® von Bristol-Myers Squibb) ist seit Juni 2011 zugelassen, um einer Abstoßungsreaktion nach einer Nierentransplantation vorzubeugen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun den Zusatznutzen des neuen Präparates überprüft. Das Ergebnis: Es gibt lediglich einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für bestimmte Patienten.Show moreNull-Retax für Abgabe von Inkontinenzprodukten
GfS retaxiert Barmer GEK-Rezepte
BERLIN (ks). Es wird erneut retaxiert: Die Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen (GfS) retaxiert derzeit für die Barmer GEK bundesweit Apotheken auf Null, die im vergangenen Jahr Inkontinenzprodukte an ehemalige GEK-Versicherte abgegeben haben. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass Apotheken diese Versicherten nach einer Übergangsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2011 mit diesen Produkten beliefern durften.Show moreEuGH soll entscheiden: Rx-Arzneien nur in Apotheken?
Italienisches Gericht will Verkauf Rx-Arzneien auch außerhalb von Apotheken erlauben
Berlin (jz). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) soll entscheiden, ob Italiens "Parafarmacia" auch nicht erstattungsfähige, aber verschreibungspflichtige Arzneimittel verkaufen dürfen. In diesen Drogeriemärkten dürfen schon jetzt OTC-Arzneimittel verkauft werden. Daher muss dort auch ein Apotheker beschäftigt sein. Doch eine Parafarmacia-Betreiberin will mehr: Sie möchte auch solche Arzneimittel in ihr Sortiment aufnehmen, deren Vertrieb bislang Apotheken vorbehalten ist.Show moreArzneipreise sinken seit 2010
Industrie: Preisstopp und höhere Rabatte überdenken
Berlin (az). Innerhalb der letzten zwei Jahre sind die Preise auf dem deutschen Arzneimittelmarkt um rund vier Prozent gesunken. Ein leichter Preisanstieg um ein Prozent ist im Bereich der nicht-rezeptpflichtigen Arzneimittel zu verzeichnen. Dies geht aus dem aktuellen GKV-Arzneimittelindex des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) hervor.Show moreEuGH: Polen muss Import neu regeln
Unzulässige Regeln zur Einfuhr nicht zugelassener Arzneien
Luxemburg (az). Die polnischen Vorschriften zur Einfuhr nicht zugelassener ausländischer Arzneimittel verstoßen gegen Unionsrecht. Dies entschied der Europäische Gerichtshof. Nach dem Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel muss für einen solchen Import ein "besonderer Bedarfsfall" vorliegen. In Polen wird dieser bereits angenommen, wenn das eingeführte Mittel preisgünstiger ist, als ein gleichwertiges Präparat, das in Polen zugelassen ist. (EuGH, Urteil vom 29. März 2012, Rs.: C‑185/10)Show more
OLG Thüringen: 3-Euro-Rezept-Boni zulässig
Gericht stellt klar: Bezugspunkt für Spürbarkeit muss Arzneimittel sein – nicht das Rezept
Berlin (jz/ks). Die Frage, auf welchen Betrag ein Gutschein lauten darf, der beim Erwerb rezeptpflichtiger Arzneimittel ausgegeben wird, beschäftigt die Gerichte nach wie vor. Nach den "Boni-Entscheidungen" des Bundesgerichtshofs (BGH) vom September 2010 ist ein Bonus von einem Euro pro Arzneimittel wettbewerbsrechtlich zulässig. Fünf Euro pro Rezept – unabhängig von der Zahl der verordneten Medikamente – überschreiten jedoch die wettbewerbsrechtliche Spürbarkeitsschwelle und sind damit nicht erlaubt. Schon einer der BGH-Entscheidungen ließ sich entnehmen, dass der richtige Bezugspunkt bei der Beurteilung der Bonusgewährung von einem Euro das verschriebene Arzneimittel ist. Dennoch hatte das Landgericht Meiningen im Oktober 2011 einen Gutschein von drei Euro für drei verordnete Arzneimittel für wettbewerbswidrig befunden. Dieses Urteil wurde Anfang April vom Thüringer Oberlandesgericht aufgehoben. Nun liegen die Urteilsgründe vor. (Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 4. April 2012, Az. 2 U 864/11)Show moreÄrztezahl steigt, Apothekenzahl hinkt hinterher
Von Klaus G. Brauer und Uwe Hüsgen
Die Zahl der Vertragsärzte1, die für die ambulante Versorgung zur Verfügung stehen, wächst deutlich schneller als die Zahl der Betriebsstätten der Apotheken (Haupt- sowie Filialapotheken). Versorgten 1994 noch gut 130 Vertragsärzte 100.000 Einwohner, so waren es 2010 schon fast 150; eine Steigerung um 14,0%. Die Zahl der Apothekenbetriebsstätten pro 100.000 Einwohner ist hingegen zwischen 1994 und 2010 nahezu unverändert geblieben. Sie hat sich von knapp 26 nur um 2,3% auf gut 26 verändert.Show moreBaden-Württembergs Kassen schreiben Impfstoffe aus
Sieben Schutzimpfstoffe für vier Regionen
Stuttgart (svs/ks). Die AOK Baden-Württemberg sucht für sich und nahezu alle anderen gesetzlichen Krankenkassen im Bundesland Rabattvertragspartner, die die Impfstoffversorgung ihrer Versicherten exklusiv übernehmen. Erstmals sind neben Grippeimpfstoffen auch andere Schutzimpfstoffe ausgeschrieben. Die Rabattverträge sollen im Jahr 2013 in Kraft treten.Show moreApotheken droht erneut Belastung
Streit um Herstellerrabatte
Berlin (ks). Erneut sträubt sich ein Hersteller, den gesetzlichen Krankenkassen einen Moratoriumsrabatt zu gewähren. Diesmal geht es um den Avonex Pen der Firma Biogen Idec – einen Autoinjektor zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Das Unternehmen ist der Auffassung, der GKV-Spitzenverband habe den Rabatt unzulässig festgelegt. Das Nachsehen haben die Apotheken, deren Rechnungen nicht vollständig beglichen werden. Mittlerweile sind Rückstände von mehreren 100.000 Euro aufgelaufen.Show more
Arztsprechstunde in der Apotheke – per Video
Neues Projekt in Schweizer netCare-Apotheken
BERLIN (svs). Seit Beginn dieses Monats müssen viele Schweizer Patienten nicht mehr in überfüllten Wartezimmern auf ihren Arztbesuch warten. In den 200 netCare-Apotheken können Kunden nun direkt per Videoschaltung einen Arzt konsultieren und nach erfolgter Ferndiagnose ein Rezept ausgestellt bekommen. Anschließend erhalten sie das verschriebene Arzneimittel in der Apotheke.Show moreAufsicht stoppte a.novum-Blistercentrum
Fehler bei Verblisterung entdeckt
BERLIN (lk). Die zuständige Kontroll- und Aufsichtsbehörde im Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hatte mit Wirkung vom 3. April 2012 für das a.novum Blistercentrum in Ludwigsfelde das Ruhen der Herstellung von Blistern und deren Verteilung angeordnet.Show moreBMG: Rabattverträge fördern den Wettbewerb
Bundesregierung tritt Bedenken der GrünenFraktion entgegen
BERLIN (jz). Die Bundesregierung sieht den Generikawettbewerb durch Arzneimittel-Rabattverträge nicht behindert. Die Verträge wirkten vielmehr "generell wettbewerbsfördernd", heißt es in der Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG) Ulrike Flach (FDP) auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Darüber, wie sich Rabattverträge zwischen Kassen und Originalherstellern in den letzten Jahren konkret entwickelt haben, liegen der Bundesregierung allerdings keine Informationen vor.Show moreRechtliches
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