Rasterelektronenmikroskopie
Theorie und praktische Anwendungen in der PharmazieVon Hubert Rein
1928 trafen sich im Café Wien in Berlin die Physiker Leo Szilard und Dennis Gabor und diskutierten über den bereits 1870 von Ernst Abbe beschriebenen Zusammenhang zwischen der Wellenlänge des Lichtes und dem Auflösungsvermögen eines Mikroskops sowie über die von de Broglie 1924 postulierte Welleneigenschaft der Elektronen; die Wellenlänge dieser "Materiewellen" sollte um fünf Zehnerpotenzen kleiner sein als die Wellenlänge des Lichtes. Nachdem Walter Busch 1926 die elektromagnetischen Linsen erfunden hatte, sollte es doch möglich sein, ein Mikroskop zu bauen, das anstelle von sichtbarem Licht einen Elektronenstrahl verwendet und demgemäß ein viel höheres Auflösungsvermögen hat. Eine Idee war geboren, die von Deutschland die ganze Welt erfasste [1].