Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Schadet das Aluminium in Therapieallergenen?
Für die subkutane Allergen-Immuntherapie – auch Hyposensibilisierung genannt – sind derzeit 43 Therapieallergene zugelassen. 79 Prozent dieser Präparate enthalten Aluminiumhydroxid als Adjuvans. Wie sicher dies ist, hat das Paul-Ehrlich-Institut ausführlich beleuchtet.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Lokale Verträglichkeit, Toxizität und Sensibilisierungspotenzial
04.05.2026, 09:00 Uhr
Zur aktuellen EHEC-Situation
Bislang sind dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 4047 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden. Einen entscheidenden Hinweis zur bislang ungeklärten Herkunft des Erregers könnte jetzt die Analyse eines kleinen Ausbruchs in Frankreich geben. In Bègles erkrankten 15 Personen an einer blutigen Diarrhö, die zuvor Bockshornkleesprossen verzehrt hatten. Der von den Sprossen isolierte Erreger ist mit dem in Deutschland nachgewiesenen Stamm identisch. Auch wurden zwischenzeitlich weitere Kenntnisse zur Virulenz des Stammes Escherichia coli O104:H4 gewonnen.Show moreEHEC-Infektionen
06.07.2011, 22:00 Uhr
Fünf- und zehntägige Ceftriaxon-Therapie gleichwertig
In Entwicklungsländern zählt die bakterielle (eitrige) Meningitis zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. Zur Dauer der Antibiotika-Behandlung existieren keine einheitlichen Empfehlungen; tendenziell wird eher länger therapiert, auch um Komplikationen zu verhindern. Diese Herangehensweise erhöht jedoch – möglicherweise unnötig – die Nebenwirkungsrate und die Kosten. Eine randomisierte placebokontrollierte Studie hat erstmalig in einer großen Patientengruppe untersucht, ob eine fünftägige Ceftriaxon-Therapie genauso effektiv ist wie eine zehntägige.Show moreMeningitis bei Kindern
06.07.2011, 22:00 Uhr
Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban zur Thromboseprophylaxe
Apixaban (Eliquis®) ist ein neues orales Antikoagulanz zur Prophylaxe venöser Thromboembolien nach elektiven Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen. In mehreren Studien war der Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban der derzeitigen Standardtherapie mit Enoxaparin überlegen und im Hinblick auf das Blutungsrisiko gleich sicher.Show moreNeues orales Antikoagulanz
29.06.2011, 22:00 Uhr
Basistherapeutika könnten Diabetesrisiko senken
Der Therapieerfolg bei Rheuma ist individuell sehr unterschiedlich und hängt im Wesentlichen von einem frühzeitigen Therapiebeginn, aber auch von der spezifischen Medikation ab. Vielfach empfohlen werden Medikamente, die den Krankheitsprozess beeinflussen können. Diese als DMARD (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) bezeichneten Basistherapeutika führen zu einer Verbesserung der Beschwerden, aber nicht zu einer Heilung. Wie eine retrospektive Kohortenstudie jetzt zeigt, könnte diese Basistherapie Patienten mit rheumatoider Arthritis und Psoriasis vor einem Diabetes schützen.Show moreRheumatische Erkrankungen
29.06.2011, 22:00 Uhr
Midazolam-Buccaltablette auch für Kinder
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat in seiner Sitzung vom 20. bis 23. Juni 2011 eine Vielzahl von Empfehlungen für Indikationserweiterungen und Zulassungen ausgesprochen.Show moreEmpfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exemestan zur Prävention
Auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongress wurde eine Studie zur Primärprävention des Mammakarzinoms mit dem Aromatasehemmer Exemestan vorgestellt. Ihr Fazit: Die Primärprävention mit Exemestan reduziert bei postmenopausalen Frauen mit hohem Risiko das Auftreten invasiver Karzinome.Show moreMammakarzinom
29.06.2011, 22:00 Uhr
Erhöhtes Fieberkrampfrisiko nach MMRV-Vierfachimpfung
Seit 2006 sind in Deutschland zwei kombinierte Lebendimpfstoffe zur Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV) zugelassen. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen zwischen dem 11. und 23. Monat nach der Geburt. Die Auswertung zweier großer Studien in den USA zeigt ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe wenige Tage nach der ersten Impfung mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff im Vergleich zur getrennten Verabreichung von MMR- und Varizellenimpfstoff. Möglicher Auslöser ist die Masernviruskomponente.Show moreBulletin für Arzneimittelsicherheit
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exenatide zur einmal wöchentlichen Applikation
Die europäische Gesundheitsbehörde European Medicines Agency (EMA) hat am 21. Juni 2011 dem lang wirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatide 1 x wöchentlich (Bydureon®) die Zulassung erteilt. Indiziert ist das Präparat zur Behandlung des Typ-2-Diabetes in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bzw. Metformin und/oder einem Glitazon, wenn Metformin allein nicht mehr ausreicht. Nach Angaben des Herstellers Lilly wird Bydureon® in Deutschland ab 1. September 2011 verfügbar sein.Show moreBehandlung des Typ-2-Diabetes
29.06.2011, 22:00 Uhr
Nutzen und Risiko individuell abwägen
Hormon(ersatz)therapie im Klimakterium und nach der Menopause
Von Beate Fessler
Die Hormontherapie ist die effektivste therapeutische Option bei Hitzewallungen und vaginaler Atrophie in der Peri- und Postmenopause. Mit der Veröffentlichung der Daten aus der WHI (Women's Health Initiative)-Studie 2002 ist sie allerdings in die Schlagzeilen geraten, insbesondere wegen einer Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Als Reaktion darauf wurde von den relevanten Fachgesellschaften eine interdisziplinäre S3-Leitlinie entwickelt und 2009 publiziert. Dort wird deutlich, was eine Hormonersatztherapie (HRT) leisten kann, wann sie indiziert ist und welche Risiken sie birgt. Fazit: Im Mittelpunkt der Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie muss immer die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung stehen, die jede Frau gemeinsam mit ihrem Frauenarzt treffen muss.Show more29.06.2011, 22:00 Uhr
Radionuklidtherapie gegen kleine Tumore und Metastasen
Zur Behandlung vor allem von Krebserkrankungen stehen verschiedene Radionuklidtherapien zur Verfügung, bei denen den Patienten radioaktive Substanzen verabreicht werden. Diese reichern sich im Tumorgewebe an und sollen dort die Krebszellen zerstören. Aufbauend auf dem Radionuklid Terbium-161 haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) eine neue Therapie entwickelt, mit der vielleicht schon bald kleinere Tumore und Metastasen gezielter behandelt werden können.Show moreAus der Forschung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Neuer C1-Esterase-Inhibitor zugelassen
Die Europäische Kommission hat dem C1-Esterase-Inhibitor Cinryze® die Zulassung erteilt, wie ViroPharma mitteilte. Das aus humanem Blutplasma gewonnene C1-Inhibitor-Produkt ist indiziert für die Behandlung von Angioödem-Attacken bei Erwachsenen und Jugendlichen mit hereditärem Angioödem (HAE). Show moreHereditäres Angioödem
22.06.2011, 22:00 Uhr
HIV-assoziierte Neuropathien topisch behandeln
Bis zu zwei Drittel aller HIV- oder Aids-Patienten leiden unter schmerzhaften peripheren Neuropathien. Ein Pflaster mit achtprozentigem Capsaicin (QutenzaTM) kann ihre Symptome über mehrere Monate lindern, ohne mit der Therapie der Grunderkrankung zu interagieren.Show moreCapsaicinpflaster
22.06.2011, 22:00 Uhr
FDA: Belatacept nach Nierentransplantationen zugelassen
Etwa 2000 Nierentransplantationen werden jährlich in Deutschland vorgenommen. Die Überlebenszeit von transplantierten Patienten ist deutlich höher als die von Dialysepatienten. Um eine Abstoßung zu verhindern, ist eine lebenslange Medikation mit Immunsuppressiva erforderlich. Zur Prävention akuter Abstoßungsreaktionen hat die amerikanische FDA jetzt Belatacept (Nulojix®) bei Nierentransplantierten zugelassen. In klinischen Studien erwies sich das Immunsuppressivum gegenüber Cyclosporin als überlegen. Die europäischen Behörden haben bereits eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen.Show moreNeues Immunsuppressivum
22.06.2011, 22:00 Uhr
Koronare Risiken durch Vareniclin
Der partielle Nicotinagonist Vareniclin (Champix ®) steht möglicherweise mit einem leicht erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse in Zusammenhang. Dies teilt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA mit. Der Hinweis auf das erhöhte Risiko kardiovaskulärer Ereignisse für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen muss in die Fachinformation aufgenommen werden. Show moreFDA-Warnung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Darmeinstülpungen auch bei neuen Impfstoffen
Besonders bei Kleinkindern sind Rotaviren die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen. Derzeit stehen zwei verschiedene Rotavirus-Impfstoffe (Rotarix®, GlaxoSmithKline und RotaTeq®, Sanofi Pasteur MSD) zur Verfügung, nachdem eine Schluckimpfung (RotaShield®, Wyeth Lederle) 1999 in den USA zurückgezogen wurde. Als Nebenwirkung waren 76 Fälle von Intussuszeptionen (Darmeinstülpungen) aufgetreten. Zwei Studien zeigen entsprechende Komplikationen jetzt auch für die Impfstoffe der zweiten Generation RotaTeq® und Rotarix®.Show moreImpfung gegen Rotaviren
22.06.2011, 22:00 Uhr
Kombinationstherapie mit additiven vasoprotektiven Effekten
Sowohl Olmesartan als auch Amlodipin senken effektiv den Blutdruck und vermitteln zugleich antiatherogene Wirkungen. Die vasoprotektiven Effekte der Kombination der beiden Wirkstoffe sind aktuellen Daten zufolge deutlich ausgeprägter als bei den Einzelsubstanzen.Show moreHypertoniebehandlung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Neue Arzneimittelkombination in Phase-III-Studie
In einer aktuellen Ausgabe von Lancet werden die Ergebnisse einer Studie zur Adipositastherapie vorgestellt. Die Kombination aus Phentermin und Topiramat führte zu einer dosisabhängigen Gewichtsreduktion, die allerdings von unerwünschten Wirkungen begleitet sein kann, so dass für eine Nutzen-Risiko-Abwägung längerfristige Studien wünschenswert sind.Show moreAdipositastherapie
22.06.2011, 22:00 Uhr
Kardiale Risiken unter der Respimat® -Therapie
Eine aktuelle Metaanalyse bestätigt für die Anwendung von Tiotropium mit dem Respimat® -Inhalator eine bekannte, im Vergleich zu Placebo höhere kardiale Gefährdung. Die Therapie sollte bei Patienten mit kardialer Vorschädigung und/oder Herzrhythmusstörungen mit Vorsicht angewendet werden. Die Einschränkung gilt nicht für das Tiotropium-Inhalationspulver (Spiriva® 18 Mikrogramm).Show moreCOPD
22.06.2011, 22:00 Uhr
Integrininhibitor Cilengitide beim Glioblastom
Cilengitide (vorgesehener Handelsname Impetreve®) ist ein Integrininhibitor, der jetzt zur Erst-Linien-Therapie von Glioblastom-Patienten in Kombination mit einer Standardtherapie in einer Phase-III-Studie getestet wird.Show moreIn der Pipeline
15.06.2011, 22:00 Uhr
Alpha-Reduktasehemmer erhöhen Risiko für Prostatakarzinom
Die Food and Drug Administration (FDA) warnt davor, dass 5-Alpha-Reduktasehemmer wie Finasterid und Dutasterid das Risiko für ein Hochrisiko-Prostatakarzinom erhöhen können. Entsprechende Hinweise werden in die Fachinformationen aufgenommen.Show more
FDA-Warnung
15.06.2011, 22:00 Uhr
Lixisenatid als Zusatztherapie zu Basalinsulin
Der GLP-1-Agonist Lixisenatid (vorgesehener Handelsname Lyxumia®) befindet sich in der Entwicklungsphase und kann als Zusatztherapie zu Basalinsulin (mit oder ohne Metformin) den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern signifikant senken, ohne das Risiko für Hypoglykämien zu erhöhen. Show moreIn der Pipeline
15.06.2011, 22:00 Uhr
Negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis von Pioglitazon
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht derzeit den begründeten Verdacht eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses für den PPARγ-Agonist und rät von Pioglitazonverordnungen ab. Grund hierfür sind die seit Kurzem verfügbaren Ergebnisse einer französischen Kohortenstudie, in der die Häufigkeit des Auftretens von Blasenkrebs bei Diabetikern, die Pioglitazon-haltige Arzneimittel einnahmen, untersucht wurde. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Pioglitazon das Risiko für Blasenkrebs erhöhen kann.Show moreErhöhtes Blasenkrebsrisiko
15.06.2011, 22:00 Uhr
Insulinresistenz durch kleine RNA-Stränge
Durch ein vermindertes Ansprechen von menschlichen Körperzellen auf Insulin kommt es zur Insulinresistenz. Die reduzierte Sensitivität beeinträchtigt sowohl die Wirkung von körpereigenem als auch von gespritztem Insulin. Wissenschaftler der ETH Zürich zeigten jetzt die Funktion kleiner RNA-Stränge auf, die das Gen für ein membranständiges Protein blockieren, das eine zentrale Rolle bei der Zuckeraufnahme in Leber- und Fettzellen spielt. Durch spezifische Antagonisten lassen sich die RNA-Stränge deaktivieren, und die Zellen sprechen wieder auf Insulin an.Show moreAus der Forschung
15.06.2011, 22:00 Uhr
Metastudie belegt erhöhtes Melanomrisiko
Ein Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und einem erhöhten Risiko für die Erkrankung an Melanomen bei diesen Patienten war bereits seit Langem vermutet worden. Seit Mitte der 60er Jahre liegen verschiedene Studien vor, die eine Assoziation nahelegen. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Metastudie ein doppelt erhöhtes Melanom-Risiko für männliche Parkinson-Patienten nachgewiesen. Als eine mögliche Ursache für die Risikoerhöhung wird eine genetisch bedingte Variation der Melanin-Synthese diskutiert, die auch die Entstehung von Morbus Parkinson begünstigen könnte.Show moreMorbus Parkinson
15.06.2011, 22:00 Uhr
Wenn der Zucker am Nerv nagt
Etwa jeder dritte an Diabetes Typ 1 oder 2 Erkrankte entwickelt eine diabetische Polyneuropathie. Häufig leidet der Patient an Schmerzen und Missempfindungen. Die Neuropathie wird dennoch oft übersehen, gar nicht oder falsch behandelt. Als kausale Therapie gilt die normnahe Stoffwechseleinstellung. Gegen Schmerzen helfen eine Reihe recht spezifisch wirkender Substanzen. Die viel verordneten nicht-steroidalen Analgetika gehören nicht dazu.Show moreDiabetische Polyneuropathie
15.06.2011, 22:00 Uhr
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