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Deutscher Apotheker Verlag - PROD

Nicht alle Fluorchinolone in einen Topf werfen

Chinolone unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wirkspektrum, sondern auch in ihrem neuropsychiatrischen Risikoprofil. So zeigt Ciprofloxacin die stärkste Assoziation mit zentralnervösen Symptomen, während ­Levofloxacin und Moxifloxacin häufiger mit peripheren Neuropathien in Verbindung gebracht werden. Dies unterstreicht die Bedeutung einer arzneimittelspezifischen Risiko-Nutzen-Bewertung in der klinischen Praxis.Show more
arzneimittel-und-therapie
pharmazie
Nebenwirkungen
08.07.2026, 03:55 Uhr

Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen

Wie bei den Benzodiazepinen oder den Corticosteroiden sind bei den Opioiden grundsätzlich die Wirkungen (Analgesie, Sedierung, Entspannung, Unterdrückung des Hustenreizes) nicht von den Nebenwirkungen (Sucht, Atemdepression, Obstipation, Übelkeit, Miosis) zu trennen, da die analgetisch wirksamen Opioidrezeptoren eben das gesamte Wirkspektrum vermitteln (Tab. 2, Abb. 9). Die analgetische Selektivität ist daher nur relativ und verschwindet mit zunehmender Potenz der Opioide bzw. mit zunehmender Dosierung.Show more
31.08.2011, 22:00 Uhr
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Pflanzlicher Wirkstoff hemmt Osteoklasten

Ein Wirkstoff aus der Immergrünen Magnolie verspricht einen neuen Ansatz in der Osteoporosetherapie: Wie ein Forscherteam vom Institut für Biochemie und Molekularen Medizin der Universität Bern herausgefunden hat, hemmt der Magnolieninhaltsstoff 4-O-Methylhonokiol die Entstehung der Osteoklasten und kann so den Knochenabbau im menschlichen Körper bremsen.Show more
Aus der Forschung
31.08.2011, 22:00 Uhr

Das körpereigene Opioidsystem

Die therapeutischen Opioidwirkstoffe wirken ebenso wie die missbräuchlich verwendeten Opium-Drogen über die Stimulation der körpereigenen Opioidrezeptoren. Diese Rezeptoren und ihre endogenen Liganden, die Endorphine und Endomorphine – Kunstworte aus "endogen" und "Morphin" – dienen primär der eigenen Schmerzabwehr sowie der Koordination von vegetativen Funktionen und der psychischen Motivierung unter schmerzhaften-stressvollen Bedingungen.Show more
31.08.2011, 22:00 Uhr
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Pharmako-logisch! – auf einen Blick

31.08.2011, 22:00 Uhr

Wie wirksam ist die H.-pylori-Eradikation in Lateinamerika?

Zur Eradikation des weltweit verbreiteten Magenkeims Helicobacter pylori werden verschiedene Therapieschemata empfohlen. Bezüglich ihrer Wirksamkeit gibt es offenbar große regionale Unterschiede, wie eine in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Untersuchung gezeigt hat.Show more
Helicobacter-pylori-Infektionen
31.08.2011, 22:00 Uhr
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Opioide

Opioide sind die wichtigsten Schmerzmittel im klinischen Alltag, die bei starken bis stärksten Schmerzen ausreichend analgetisch wirken. Doch sprechen nicht alle Schmerzen auf Opioide an, und Nebenwirkungen begrenzen den Einsatz. Daher sollten Opioide nicht unkritisch verordnet werden. Grundsätzlich gehört die Verordnung von Opioiden und das Ausstellen von BtM-Rezepten zum Handwerk eines jeden Arztes, zumal jeder Patient einen Anspruch auf eine bestmögliche Schmerzlinderung besitzt. Für den Apotheker ist das Wissen vom Umgang mit den Nebenwirkungen und den vielfältigen Darreichungsformen alltagsrelevant.

Von Thomas Herdegen


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Pharmako-logisch!
31.08.2011, 22:00 Uhr

Die Opioidwirkstoffe

Das individuelle Wirkprofil der Opioide ergibt sich aus ihrer Affinität zu und intrinsischen Aktivität an den µ-Opioid-Rezeptoren sowie einer komplexen Kinetik mit Anflutung und Rückverteilung. Die Einteilung in schwache und starke Opioide spiegelt auch die Unterstellung unter die BtMVV wider.Show more
31.08.2011, 22:00 Uhr

Klinischer Einsatz von Opioiden

"Divinum est sedare dolorem" – der Schmerzhemmung der Opioide werden schon in antiken Zivilisationen göttliche Eigenschaften zugeschrieben, was sich auch in der Namensableitung von Morpheus, dem Gott des Schlafes, abbildet. Im ambulanten Bereich sind die Opioid-Therapeutika die wichtigsten Analgetika bei starken Schmerzen, wobei Entspannung und Wohlgefühl die Schmerzlinderung unterstützen können.Show more
31.08.2011, 22:00 Uhr

Saxagliptin im Vergleich mit Sulfonylharnstoff

Saxagliptin (Onglyza™) ist ein DPP(Dipeptidyl-Peptidase)-4-Inhibitor, der nur einmal täglich eingenommen werden muss. Saxagliptin senkt in Kombination mit Metformin den HbA1c -Wert mindestens so effektiv wie das Duo Metformin/Sulfonylharnstoff, allerdings mit einem weitaus geringeren Risiko für Hypoglykämien.Show more
Diabetes Typ 2
31.08.2011, 22:00 Uhr

Literaturverzeichnis: Pharmako-logisch! – Opioide

31.08.2011, 22:00 Uhr

Pegloticase fördert die Ausscheidung von Harnsäure

Pegloticase ist ein Polyethylenglycol-Konjugat einer rekombinant hergestellte Uricase zur Behandlung der Gicht. In zwei Studien mit Patienten, die auf eine konventionelle Gichttherapie nicht ansprachen, senkte Pegloticase die Harnsäurekonzentration unter 6 mg/dl.Show more
Hilfe bei chronischer Gicht
24.08.2011, 22:00 Uhr

Bei Appendizitis immer gleich unters Messer?

In einer französischen Interventionsstudie wurde an 243 Patienten mit einer akuten Blinddarmentzündung untersucht, ob eine antibiotische Behandlung eine effektive Alternative zur chirurgischen Entfernung des Wurmfortsatzes ist. Durch die Antibiotikatherapie bei erwachsenen Patienten mit unkomplizierter Appendizitis konnten zwar zwei Drittel aller Operationen vermieden werden. Die Rate der Peritonitis-Komplikationen war jedoch erhöht.Show more
Blinddarmentzündung
24.08.2011, 22:00 Uhr

Bardoxolon bessert Nierenfunktion bei Diabetikern

Bardoxolon ist ein neuer Wirkstoff, der das Fortschreiten der Niereninsuffizienz beim Typ-2-Diabetes mellitus verlangsamen soll. In einer Phase-II-Studie konnte die tägliche Einnahme von Bardoxolon die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) bei Typ-2-Diabetikern steigern.Show more
In der Pipeline
24.08.2011, 22:00 Uhr

Musik kann Krebspatienten helfen

Die Diagnose Krebs bringt für viele Betroffene großes emotionales und körperliches Leid. Dass Musik positive Auswirkungen auf Krebspatienten hat, belegt ein Cochrane Review: In Studien konnte die Stimmung verbessert und Ängste gemindert werden. Auch Schmerzen wurden reduziert, auch wenn dieser Effekt nur mäßig war. Show more
Cochrane Review
24.08.2011, 22:00 Uhr

Paracetamol, Ibuprofen oder eine Kombination?

In einer englischen Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit einer kurz- und einer längerfristigen Einnahme von Paracetamol, Ibuprofen oder einer Kombination beider Wirkstoffe zur Linderung von Knieschmerzen in der Selbstmedikation untersucht. Das Fazit: Die Kombination ist effektiver, aber mit mehr Nebenwirkungen verbunden.Show more
Osteoarthritis
24.08.2011, 22:00 Uhr

BRAF-Inhibitor Vemurafenib bringt den Durchbruch

Nachdem die Therapiemöglichkeiten bislang begrenzt waren und zudem lange stagnierten, deutet sich nunmehr der Durchbruch beim fortgeschrittenen malignen Melanom an: Durch gleich zwei neue Behandlungsoptionen – die Aktivierung des Immunsystems durch Ipilimumab (Yervoy®) und vor allem durch die Blockade des Ras/RAF/MEK-Signalwegs durch den BRAF-Inhibitor Vemurafenib – lässt sich das Überleben der Patienten signifikant verlängern. In den USA wurde bereits eine Zulassung für Vemurafenib (Zelboraf®) erteilt.Show more
Fortgeschrittenes malignes Melanom
24.08.2011, 22:00 Uhr

Agranulozytosen im Zusammenhang mit Metamizol

Durch die bedenkliche Zunahme der Meldungen von Agranulozytosen im Zusammenhang mit Metamizol hält die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) eine Erinnerung an diese seit Langem bekannte unerwünschte Arzneimittelwirkung für erforderlich.Show more
Drug-Safety-Mail
24.08.2011, 22:00 Uhr

Botulinum bei Harninkontinenz

Botulinumtoxin Typ A (Botox®) hat über das Verfahren zur gegenseitigen Anerkennung mit Irland als Referenzland eine Zulassung zur Behandlung der Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorüberaktivität bei einer neurogenen Blasenfehlfunktion erhalten.Show more
Zulassungserweiterung
17.08.2011, 22:00 Uhr

Körpereigener Abwehrstoff bindet Viren an die Zelle

Der körpereigene Eiweißstoff Tetherin (CD317) spielt eine wichtige Rolle beim Schutz menschlicher Zellen vor einer Infektion mit Viren, indem es die Freisetzung von Viruspartikeln verhindert. CD317 ist vor allem gegen Viren wirksam, die eine Hülle besitzen, unter anderem gegen das Grippevirus, das HI- und das Lassa-Virus. Wie Heidelberger Wissenschaftler jetzt zeigten, wird Tetherin – anders als bislang angenommen – fast überall im Körper gebildet. Die Ergebnisse stellen Behandlungskonzepte infrage und zeigen neue Anwendungsmöglichkeiten auf.Show more
Aus der Forschung
17.08.2011, 22:00 Uhr

Auch Patienten mit Rheuma vor Infektionen schützen

Bei Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung ist das Infektionsrisiko erhöht. Ihr Immunstatus ist dennoch häufig mangelhaft. Das sollte sich ändern. Denn die Mehrheit der Impfungen zeigt auch bei ihnen eine hohe Effektivität und löst keinen Krankheitsschub aus.Show more
Keine Angst vor der Impfung!
17.08.2011, 22:00 Uhr

Belimumab gegen Lupus erythematodes

Seit Mitte Juli ist der neue monoklonale Antikörper Belimumab (Benlysta®) zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes in Europa zugelassen. Er soll jetzt in Deutschland auf den Markt kommen.Show more
Autoimmunerkrankungen
17.08.2011, 22:00 Uhr

Subjektive und objektive Placeboeffekte

In einer US-amerikanischen Studie wurden Placeboeffekte bei Asthmatikern genauer untersucht. Ihr Fazit: Ein Placebo kann eine subjektive Besserung hervorrufen, auch wenn dabei kein objektiver Effekt messbar ist.Show more
Placeboforschung
17.08.2011, 22:00 Uhr

Neue Empfehlungen für Zufuhr von Vitamin D

Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin weitet ihre bisherigen Empfehlungen zur Vitamin-D-Versorgung aus: Zukünftig sollten nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten.Show more
Prävention
17.08.2011, 22:00 Uhr

Linagliptin unabhängig vom Nierenstatus einsetzen

Der neue DPP-4-Inhibitor Linagliptin (vorgesehener Handelsname Trajenta®) soll vor allem bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern mit Niereninsuffizienz eingesetzt werden. Denn anders als verfügbare Vertreter der Wirkstoffgruppe wird Linagliptin, für das die europäischen Behörden schon eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen haben, vorwiegend über die Leber und Galle ausgeschieden. Der Wirkstoff kann den bisherigen Erfahrungen zufolge unabhängig vom Nieren- und Leberstatus als einmal tägliche Therapie zur Diabeteskontrolle eingesetzt werden.Show more
Therapie des Typ 2-Diabetes
17.08.2011, 22:00 Uhr

Bei Depressionen den Schlafrhythmus normalisieren

Das Melatonin-Analogon Agomelatin (Valdoxan®) ist gegenwärtig zur Behandlung von Episoden einer Major Depression zugelassen. Die Ergebnisse einer Literaturrecherche zeigten, dass die Substanz offenbar auch ein Potenzial zur Behandlung schwerer Depressionen und anderer Gemütserkrankungen besitzt. So war Agomelatin vergleichbar antidepressiv wirksam wie einige SSRI, die Rückfallquote deutlich geringer.Show more
Melatonin und Analoga
10.08.2011, 22:00 Uhr

Studienergebnisse bei Prostatakarzinom hinterfragen

Drei neuere Studien zum Prostatakarzinom zeigen einen Nutzen einer Chemoprävention mit 5-Alpha-Reduktasehemmern sowie einer kombinierten Hormon- und Strahlentherapie bei lokal begrenztem Karzinom auf. Dieser gilt jedoch nur bei Betrachtung der gesamten Studienpopulation, für einzelne Untergruppen kann das eingesetzte Therapieregime auch negative Folgen haben.Show more
Onkologie
10.08.2011, 22:00 Uhr

Kein falscher Ehrgeiz beim älteren Diabetiker

Jeder zweite der geschätzten zehn Millionen Diabetiker in Deutschland ist älter als 65 Jahre. Diabetes-Standardleitlinien gelten für diese Menschen nur, insoweit sie gesund altern. Je morbider und eingeschränkter der Patient, umso mehr treten die üblichen präventiven Therapieziele zurück. In den Vordergrund rücken Lebensqualität, individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten. Den state of the art der Diabetestherapie im Alter fasst eine Praxisleitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zusammen.Show more
Diabetes mellitus
10.08.2011, 22:00 Uhr

Lebrikizumab zur Behandlung von Asthma bronchiale

Der monoklonale Interleukin-13-Antikörper Lebrikizumab wird für die Behandlung von Patienten untersucht, die unter mittelschwerem bis schwerem unbeherrschtem Asthma leiden. Anfang August gab die Firma Roche positive Ergebnisse einer Phase-II-Studie mit dem Prüfmedikament Lebrikizumab bekannt.Show more
In der Pipeline
10.08.2011, 22:00 Uhr

Dabigatran zur Schlaganfallprävention zugelassen

Daten aus einer der größten Studien zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern haben dazu beigetragen, dass in Zukunft viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen können. Denn nicht zuletzt aufgrund dieser Studienergebnisse wurde jetzt das orale Antikoagulans Dabigatran zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern zugelassen.Show more
Zulassungserweiterung
10.08.2011, 22:00 Uhr
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