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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Stefan Laufer
Seit 51 Semestern ist Stefan Laufer als Professor in Tübingen tätig. Im Oktober erhielt er für sein Wirken die Carl-Mannich-Medaille als höchste Auszeichnung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, und am 16. Dezember 2024 durfte er seinen 65. Geburtstag begehen: Gründe genug für eine Würdigung.Show moreHPV-Ausschreibung: Sanofi bietet nicht mit | Kritik an AOK-Zytoausschreibung | Streit um Packungs-beilagen für Blinde
Umstrittener Nutzen
Der Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT) fand keinen Nutzen von Selen zur Vorbeugung von Prostatakrebs, aber eine 17%ige Risikoerhöhung unter Vitamin E. Ein unerwartetes und unerklärtes Ergebnis. Die stratifizierte Auswertung ergab nun, dass das Risiko der Supplementierung noch größer sein kann – in Abhängigkeit vom Selen-Status zu Studienbeginn. Bestenfalls schadeten die Supplemente nicht. Die Autoren raten von unphysiologischer Selen- und Vitamin-E-Zufuhr zur Krebsprävention ab.Show more
Grundlagen der Defekturprüfung
Für viele Apotheken ist die Antwort auf die Frage wie bzw. in welchem Umfang Defekturarzneimittel zu prüfen sind, die ausschlaggebende Determinante für die Entscheidung, ob eine Defekturherstellung für sie infrage kommt oder nicht. Die Formulierung des §8 ApBetrO sieht bei Defekturarzneimitteln zwar die verpflichtende Erstellung von Prüfanweisung und Prüfprotokoll sowie gemäß amtlicher Begründung eine über die organoleptische Beurteilung hinausgehende Endprüfung der Zubereitung vor, zur konkreten Ausgestaltung dieser Prüfpflicht sagt der Verordnungstext jedoch nichts (ApBetrO 2012). Dies hat negativ betrachtet für viel Verunsicherung gesorgt und bedauerlicherweise dazu geführt, dass sich viele Apotheken vorschnell und unnötigerweise ganz von der Defekturherstellung verabschiedet haben. Positiv betrachtet eröffnet die unkonkrete Formulierung der Vorschrift aber einen erheblichen Interpretationsspielraum, den es im Sinne der Apotheken konstruktiv zu nutzen gilt. | Von Andreas S. Ziegler
Show moreErst den Anspruch an sich selbst definieren
Aus Sicht des Vereins demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten (VdPP) standen wesentliche Themen, die für eine „Apotheke der Zukunft“ von großer Wichtigkeit sind, nicht im Fokus der öffentlichen Leitbilddiskussion der letzten Wochen und Monate. Als Voraussetzung für eine Vision der „Apotheke der Zukunft“ und eines Berufsleitbildes muss zuallererst der Anspruch der Apothekerschaft an sich selbst diskutiert und definiert werden, heißt es in einer Stellungnahme des VdPP, die wir hier im Wortlaut abdrucken.Show moreKritik am „Erkältungsmedikament des Jahres“
BERLIN (lue) | Procter & Gamble wirbt damit, dass Wick MediNait „von Apothekern“ zum Erkältungsmedikament des Jahres 2014 gewählt wurde. In der ZDF-Sendung „Frontal 21“ vom 11. März zeigte sich Professor Gerd Glaeske entsetzt über diese Wahl. Für die Sendung wurde die Beratung und Empfehlung von Apotheken zu Erkältungspräparaten getestet. Die allermeisten empfahlen ein Kombinationspräparat.Show moreParacetamol bei Asthma
In den letzten Jahren häufen sich die Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol und der Entstehung bzw. Verschlechterung von Asthma geben könnte. Daher wurde nun untersucht, ob die tägliche Einnahme von Paracetamol Einfluss auf den Asthma-Schweregrad hat. Obwohl keine klinisch signifikanten Effekte beobachtet wurden, konnten die bestehenden Bedenken nicht vollständig ausgeräumt werden. Show moreRezeptvermittlung durch Dritte erlaubt
BERLIN (jz) | Ein Apotheker, der aufgrund einer Kooperationsabrede mit einer GmbH Entlasspatienten einer Klinik mit verordneten Arzneimitteln versorgt, verstößt nicht gegen das im Apothekengesetz (ApoG) normierte Abspracheverbot. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 13. März in einem Urteil klargestellt (Az. I ZR 120/13) und eine gegensätzliche Entscheidung der Vorinstanz insoweit aufgehoben. Die Urteilsgründe liegen noch nicht vor.Show morePollenwarnung aus dem Netz
Von Reinhild Berger | Zu einer umfassenden Beratung Ihrer (pollen-)allergischen Kunden gehört heutzutage auch der Hinweis auf nützliche Hilfen aus dem Internet. Keine Sorge, Websites und Apps müssen nicht in Konkurrenz zu Ihrer fachlichen Beratung stehen. Im Gegenteil, die Empfehlung zum Beispiel ein Pollentagebuch zu führen, kann Ihre Kompetenz nur unterstreichen und sensibilisiert zudem das Gesundheits- und Körperbewusstsein Ihrer Kunden und Patienten. Was wiederum auch die Beziehung zur Apotheke als Anlaufstelle in Gesundheitsfragen stärkt. Wir haben für Sie einige Websites und Apps ausgewählt, die zum Zeitpunkt der Recherche frei von jeder Werbung für Versandapotheken waren und bei denen Kooperationspartner offen ausgewiesen werden.Show more
Totgesagte leben länger!
Die Apothekenbetriebsordnungsnovelle von 2012 war noch gar nicht in Kraft, schon machte die Nachricht vom „Tod der Defektur“ die Runde. Besonders bedauerlich war dabei, dass selbst einige Standesvertreter meinten, das Totenglöcklein läuten zu müssen.Show moreAchtung Zecken!
Von Sabine Wanderburg | Pünktlich zum Frühjahr sind sie wieder ein Thema: Zecken. Diese blutsaugenden Parasiten sind für unsere Tiere nicht nur Lästlinge, sondern auch Krankheitsüberträger. Der erste Gedanke gilt der Borreliose, aber Zecken übertragen auch viele andere Krankheiten. Daher ist eine umfassende Zeckenprophylaxe, das heißt Meiden von Risikogebieten, Absuchen des Tieres nach Zecken und Anwenden von Präparaten zur Zeckenabwehr, zum Schutz vor Infektionen unumgänglich. Zusätzlich kann in bestimmten Fällen eine Impfung gegen Borreliose sinnvoll sein, auch wenn sie alleine keinen sicheren Schutz bietet.Show more„Nachtdienstvergütung unter Mindestlohnniveau“
BERLIN (lk) | Nach Abbruch der Verhandlungen zum Bundesrahmentarifvertrag (BRTV) durch die Apothekengewerkschaft hat ADEXAs Zweite Vorsitzende Tanja Kratt die Forderung nach einer besseren Bezahlung in Nacht- und Notdienst bekräftigt: Verglichen mit dem von der Bundesregierung geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde lägen die Vergütungen in der Apotheke sehr deutlich darunter, kritisiert die Leiterin der ADEXA-Tarifkommission. Die ADEXA-Tarifkommission fordert deshalb, die Stunden als reguläre Arbeitszeit und nicht mit „Dumpingstundenlöhnen“ zu vergüten.Show moreGefährlicher Verzicht auf Gerinnungsmonitoring?
du | Keine Notwendigkeit zur Überwachung der Blutgerinnungsaktivität: das sollte ein großer Vorteil neuer oraler Antikoagulanzien wie Dabigatran (Pradaxa®, Boehringer Ingelheim) gegenüber einer Therapie mit Phenprocoumon (Marcumar®) sein. Nun wirft das arznei-telegramm Boehringer Ingelheim vor, aus Vermarktungsgründen wichtige Hinweise ignoriert und eine Gefährdung der Patienten durch den Verzicht auf ein Gerinnungsmonitoring in Kauf genommen zu haben. Show moreAkdÄ veröffentlicht Interessenkonflikte
BERLIN (jz) | Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) will für mehr Transparenz sorgen und veröffentlicht ab sofort Interessenkonflikte ihrer ordentlichen Mitglieder – Situationen, die ein Risiko dafür schaffen, professionelles Urteilsvermögen oder Handeln unangemessen zu beeinflussen. Künftig sollen auch Geldbeträge, die AkdÄ-Mitglieder von Arzneimittel- und Medizinprodukteherstellern erhalten haben, offengelegt werden.Show moreBayer investiert
BERLIN (jz) | Bayer will die Produktion seiner Blutermittel ausbauen: Mehr als 500 Millionen Euro will das Unternehmen in weitere Produktionskapazitäten für seine Hämophilie-Entwicklungsprodukte stecken – an den deutschen Unternehmensstandorten Wuppertal und Leverkusen. Bis zum Jahr 2020 sollen so rund 500 neue Stellen geschaffen werden. Show moreDer nächste Lieferengpass kommt bestimmt
BERLIN (jz) | Die Bundesregierung rechnet damit, dass es auch künftig Schwierigkeiten bei der Lieferung von Impfstoffen und anderen Arzneimitteln geben kann. „Lieferengpässe oder Lieferunfähigkeiten bei einzelnen Impfstoffen können immer wieder auftreten“, erklärte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ingrid Fischbach (CDU), in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Grundsätzlich sei die Arzneimittelversorgung in Deutschland aber „sehr gut“ .Show moreGericht setzt DocMorris Schranken für Freundschaftswerbung
BERLIN (ks) | Mittlerweile belohnt DocMorris seine Kunden, die für die Versandapotheke erfolgreich neue „Freunde“ werben, nur noch mit zehn Euro. Doch es ist nicht allzu lange her, da fiel die „Freundschaftsprämie“ größer aus: Ein Jahr kostenlose ADAC-Mitgliedschaft oder Hotelgutscheine wurden versprochen. Die Apothekerkammer Nordrhein hatte gegen diese Werbung eine einstweilige Verfügung erwirkt – nun hat das Landgericht Köln diese in einem Urteil bestätigt. Zugleich verhängte es ein weiteres Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen DocMorris. Landgericht Köln, Urteil vom 26. Februar 2014, Az.: 84 O 220/30Show moreRechtliches
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