
Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Liraglutid Zentiva jetzt erhältlich
Die Firma Zentiva hat zum 1. November 2026 ein neues Liraglutid-Generikum in der Indikation Diabetes mellitus Typ 2 auf den Markt gebracht. Der Vertrieb des Referenzarzneimittels Victoza wird bis Ende 2026 eingestellt.Show more

Aus Kühlsalbe wird Kühlcreme und aus 140 wird 120
Was Creme ist, wird künftig auch als Creme bezeichnet – zumindest im Deutschen Arzneibuch, eine aggressivere Blutdrucksenkung auf einen Wert von unter 120 mmHg scheint bei bestimmten Patienten der bisherigen Therapieempfehlung (Zielwert <140 mmHg) überlegen zu sein und die FDA sieht Interaktionspotenzial zwischen der „Pille danach“ und der „normalen“ Pille. Mehr dazu sowie weitere News aus der Apothekerwelt lesen Sie in der Wochenschau. Show more
WestGem-Studie als bestes Forschungsprojekt des Jahres ausgezeichnet
Die WestGem-Studie ist eine der ersten interprofessionellen Studien zum Nutzen von Medikationsanalyse und Medikationsmanagement. Jetzt wurde sie mit dem bergischen Wissenschaftstransferpreis als bestes Forschungsprojekt des Jahres ausgezeichnet.Show more
16 Metaboliten weisen auf Erkrankung hin
Forscher am US-amerikanischen Georgia Institute of Technology haben 16 Metaboliten identifiziert, über die man Eierstockkrebs schon in einem frühen Stadium feststellen kann. Hieraus könnte ein Screening-Test für eine breite Anwendung entwickelt werden.Show more
Preise für Demenz-Netzwerk, neues Verständnis von Apotheke, ein süßes Leben
Erstmalig wurde am Donnerstag in Berlin der Deutsche Apotheken-Award verliehen. Initiiert wurde die Auszeichnung durch den Deutschen Apothekerverband - dessen Vorsitzender Fritz Becker sich über die Innovationskraft der ausgezeichneten Apotheker freute.Show more
Fünf Tage Sicherheitsabstand für die Pille und Co.?
In den USA muss ellaOne-Hersteller HRA-Pharma darauf hinweisen, dass eine hormonelle Kontrazeption erst fünf Tage nach der Einnahme des Notfallkontrazeptivums begonnen werden darf. Eine frühere Einnahme könnte die Wirksamkeit von Ulipristal mindern. Die EMA bewertet dies anders.Show more
Doppelte Rolle rückwärts
Im Juni hatte die Apothekerkammer Nordrhein noch mit dem Ausstieg aus der ABDA gedroht. Davon war bei der gestrigen Kammerversammlung der Apotheker keine Rede mehr. Und auch der Antrag auf Verdopplung der Bezüge für die Versorgungswerk-Vorstände wurde zurückgezogen.Show more„Paradigmenwechsel in der Bluthochdrucktherapie!“
DAZ/DHL® | Blutdruck runter unter 120 mmHg – das kann bei einer bestimmten Patientengruppe die Gesamtsterblichkeit im Vergleich zu einer weniger starken Blutdrucksenkung hochsignifikant reduzieren. Das ist das Ergebnis der schon vor der vollständigen Veröffentlichung für Schlagzeilen sorgenden Systolic Blood Pressure Intervention Trial, kurz SPRINT-Studie (s. a. 120 mmHg für alle? DAZ 2015, Nr. 39, S. 30). Sie wurde soeben im New England Journal of Medicine vollständig publiziert [1]. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. (DHL®) stuft die SPRINT-Studie als Schlüsselstudie ein, die nicht ohne Einfluss auf die weiteren Empfehlungen zur Hochdruckbehandlung bleiben wird, und hat umgehend eine Stellungnahme dazu veröffentlicht [2]. Wir geben sie im Folgenden im Wortlaut wieder.Show moreVom Wundermittel zum Placebo?
Aktuelle Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie aus den USA ernüchtern: Vitamin-D-Gaben bewirkten bei postmenopausalen Frauen nichts außer höheren Vitamin-D-Spiegeln; selbst eine Hochdosis-Intervention mit Vitamin D steigerte kaum die Calcium-Resorption. Günstige Effekte auf Knochendichte, die Muskelkraft und Sturzprävention blieben aus. Nichts spricht aus Sicht der Autoren dafür, Vitamin-D-Blutspiegel oberhalb der derzeit empfohlenen Referenzwerte von 20 ng/ml anzustreben.Show more
Schlaflos oder abhängig?
Benzodiazepine und verwandte Wirkstoffe gelten als wichtige und sichere Arzneimittel und sind weit verbreitet. Zahlreiche Untersuchungen belegen jedoch, dass sie bei einer sehr großen Anzahl an Patienten nicht Leitlinien-konform länger als acht Wochen verordnet werden. Bei langfristiger Einnahme führen sie zu Abhängigkeit und schwerwiegenden Nebenwirkungen, von denen insbesondere alte Menschen betroffen sind. Qualifizierte pharmazeutische Beratung in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt kann wesentlich zu einer verbesserten Arzneimitteltherapiesicherheit und gesteigerter Lebensqualität betroffener und gefährdeter Patienten beitragen.
Von Ernst Pallenbach

Eine Patientin mit Schlafstörungen
L.N., eine 47-jährige Patientin, leidet an starken Schlafstörungen. Sie
berichtet, dass sie während der Woche fast gar nicht schlafen kann,
Probleme mit dem Einschlafen hat und nachts auch mehrmals aufwacht. Sie
schaut sich oft bis spät in die Nacht hinein Sendungen im Fernsehen an.
Am Wochenende versucht sie den Schlaf nachzuholen und schläft dann auch
tagsüber viel. Seit ca. zwei Monaten nimmt sie regelmäßig Temazepam
gegen die Schlafstörungen ein. Erst kürzlich wurde die Dosierung von
10 mg auf 20 mg erhöht. Sie leidet zudem an Depressionen, COPD, Migräne,
Sodbrennen und allergischer Rhinitis. Im Gespräch fällt auf, dass sie
häufig die Einnahme ihrer Medikamente vergisst. L.N. raucht täglich etwa
fünf Zigaretten und trinkt sechs bis acht Tassen Kaffee über den Tag
verteilt.
Von Ina Richling, Frank Richling, Olaf Rose und Hartmut Derendorf
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