Das IQWiG nach Sawicki
Von Christian Behles und Harald G. SchweimNach vielen Spekulationen und Diskussionen seit der letzten Bundestagswahl ist nun der Verzicht auf eine Vertragsverlängerung von Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki beschlossen worden. Ob damit "die Politik vor den durchsichtigen Interessen der Industrie einen Kotau macht" (Glaeske) oder der Leiter des IQWiG sich selber durch sein Verhalten ("Dennoch gibt es genug Gründe, um eine Trennung zu begründen – ohne das Einknicken vor der Pharma-Lobby begründen zu müssen") zu Fall gebracht hat, sei dahingestellt [1]. Wirklich problematisch ist vielmehr, dass dieser zuletzt inhaltsfrei geführte Streit von den Strukturproblemen der Gestaltung des Leistungskatalogs ablenkt und eine Weiterentwicklung behindert.