Prisma

HPV-Impfung wird sich auszahlen

Eine im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlichte Studie spricht für die Impfung gegen Humane Papilloma Viren (HPV). Laut den Studienautoren kann dadurch vielen Genitalerkrankungen vorgebeugt werden.
Foto: AOK Mediendienst

Ein Team um Nubia Muñoz vom kolumbianischen Krebsinstitut analysierte die Daten von mehr als 17.000 weiblichen Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, die an zwei placebokontrollierten Studien zur Effektivität der HPV-Impfung teilnahmen. Sie stellten fest, dass durch die Impfung sowohl das Risiko für zervikale intraepitheliale Neoplasien, die als Vorstufe für ein Zervixkarzinom gelten, als auch für HPV-abhängige Läsionen und Genitalwarzen signifikant reduziert wurde. "Unsere Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass eine Fortführung der HPV-Impfprogramme in wenigen Jahren zu einem spürbaren Rückgang von Genitalwarzen und Zellveränderungen der Zervix sowie damit verbundenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen führen wird", so das Fazit von Muñoz. Er nimmt an, dass sich die Rate an Zervix-, Vulva- und Vaginalkarzinomen darüber verringern wird, auch wenn hier bislang nur vorsichtige Aussagen gemacht werden können. ral

Quelle: Muñoz, N. et al.: J. Natl. Cancer Inst. 2010, Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1093/ jnci/djp534e

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