Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
PDE-4-Inhibitoren: Zielgerichteter Eingriff ins Immunsystem
Die Hemmung der Phosphodiesterase 4 hat sich zur Entzündungshemmung bewährt, etwa bei Roflumilast (COPD) oder Apremilast (Psoriasis). Doch gastrointestinale Nebenwirkungen schränken den oralen Einsatz ein. Inhalative Applikation, spezifische PDE-4B-Inhibitoren sowie neue topische Wirkstoffe zeigen, wie sich die Klasse weiterentwickelt.Show morearzneimittel-und-therapie
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Wirkstoffklasse mit Potenzial
27.04.2026, 03:55 Uhr
Kein Amoxicillin und Ampicillin bei Keuchhusten
Amoxicillin und Ampicillin werden in den aktuellen Leitlinien nicht mehr zur Therapie des Keuchhustens empfohlen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte daher im Februar ein Stufenplanverfahren eingeleitet, um diese Indikation aus den Fachinformationen zu entfernen. Im nächsten Schritt des Stufenplanverfahrens haben die Hersteller noch 30 Tage Zeit, dann müssen sie die Wirksamkeit belegen oder das Anwendungsgebiet Keuchhusten/Pertussis streichen. Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Sport hilft nicht bei Depression
Bewegung tut in jedem Lebensalter gut. Dennoch gelang es in einer englischen randomisierten kontrollierten Studie bei Bewohnern von Altenpflegeheimen nicht, durch ein zweimal wöchentliches Sportprogramm sowie mehr körperliche Aktivität im Alltag deren depressive Symptome zu verringern.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Krimi um neue Antidiabetika
Von Verena Stahl | Unfassbares scheint sich bei der Risikobewertung von GLP-1-basierten Therapien (Inkretinmimetika und DPP-4-Inhibitoren) abzuspielen, wenn man den investigativen Recherchen des anerkannten British Medical Journals glauben kann. Lange ist bekannt, dass den Hoffnungsträgern in der Diabetestherapie ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Pankreaskarzinomen anhängt. Wie weitreichend Risiko-identifizierende Studiendaten kritisiert oder gar nicht erst veröffentlicht wurden, war jedoch bislang nicht bekannt. Demgegenüber stehen jüngst abgeschlossene Untersuchungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die zum jetzigen Zeitpunkt kein erhöhtes Risiko für das Pankreas feststellen konnten.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Off-label-Use von Arzneimitteln
Wollen Ärzte Arzneimittel außerhalb ihrer Zulassung einsetzen (Off-label-Use), müssen sie zahlreiche rechtliche Vorgaben beachten. Ein Team des Universitätsklinikums Heidelberg aus Klinikapotheke, Kooperationseinheit Klinische Pharmazie und Stabsstelle Qualitätsmanagement und Medizin-Controlling entwickelte erstmals einen Leitfaden zur Abklärung einer geplanten Off-label-Behandlung.Show more22.08.2013, 00:00 Uhr
Zulassungserweiterung für Bortezomib | Neuer Antikörper verzögert Progression bei Typ-1-Diabetes
Kurz gemeldet
15.08.2013, 00:00 Uhr
Lieferengpässe von Humanarzneimitteln
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert seit April 2013 über etwaige Lieferengpässe von Arzneimitteln. In dem Register werden aktuelle Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland auf der Basis freiwilliger Informationen der Zulassungsinhaber in einer Übersicht zusammengestellt – siehe Tabelle auf den nächsten Seiten.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Chemoprävention mit 5α-Reduktasehemmern
Studien haben gezeigt, dass eine Chemoprävention mit 5α-Reduktasehemmern das Risiko für ein Prostatakarzinom senken kann, allerdings nur für weniger aggressive Formen. Dagegen wurden aggressivere Tumore unter der Einnahme häufiger diagnostiziert. In einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie zeigte sich nun bei Männern, denen 5α-Reduktasehemmer gegen Beschwerden des unteren Harntraktes verordnet worden waren, kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für aggressive Prostatakarzinome sowie eine Risikoreduktion bei niedriggradigeren Erkrankungen.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr

Auf- und Abstieg von Dronedaron
Von Verena Stahl | Alles sollte besser werden mit Dronedaron (Multaq®). Zum Zeitpunkt der Zulassung ruhten viele Hoffnungen auf dem neuen Antiarrhythmikum. Vor allem erwartete man sich ein vorteilhafteres Nebenwirkungsprofil als das des strukturverwandten Amiodarons, dem bisherigen Therapiestandard. Unter anderem versprach man sich niedrigere Absetzraten aufgrund von Unverträglichkeiten. Das hätte in der ohnehin nicht gut steuerbaren Vorhofflimmern-Rezidivprophylaxe eine erhebliche Verbesserung bedeutet. In der Nachzulassungsphase traten jedoch schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse und erhebliche Nebenwirkungen auf. Die Anwendung wurde deutlich eingeschränkt.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Calcium-Antagonisten unter Verdacht
Die Liste bekannter und potenzieller Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung wird immer länger. Nun stehen auch Calcium-Antagonisten unter Verdacht, das Mammakarzinomrisiko zu erhöhen. Eine Anfang August 2013 veröffentlichte Studie weist auf einen Zusammenhang zwischen der langjährigen Einnahme von Calciumkanal-Blockern und dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs hin.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Hypoglykämie geht ans Herz
Dass Typ-2-Diabetiker ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko haben, ist bekannt. Bisher wurde aber über mögliche Ursachen gestritten: sind es die Hypoglykämien oder sind es Erkrankungen der Nieren und Leber bei den meist älteren Diabetikern? Eine Metaanalyse zeigt nun, dass die Hypoglykämie selbst das Problem sein könnte. Vermutlich werden bei einer Unterzuckerung Stresshormone ausgeschüttet, die das Herz belasten. Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Neues Antihypertonikum für Risikopatienten
Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Systems stellen eine sichere und wirksame Option der Hypertoniebehandlung bei Diabetespatienten dar. Bei unzureichender Einstellung der Blutzuckerwerte können sich jedoch diabetische Nephropathien entwickeln, sodass etablierte Behandlungen keine ausreichende Blutdrucksenkung erzielen. Daher wurde nun Daglutril als neuartiges Antihypertonikum getestet und potenziell protektive Effekte bei diabetischen Spätfolgen evaluiert.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Belastungsstörung und Alkoholabhängigkeit
Die Komorbidität von Alkoholabhängigkeit mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) scheint nahezu behandlungsresistent. Ärzte befürchten, dass eine sogenannte Prolonged-Exposure-Therapie, in der dem Trauma-Patienten durch wiederholtes kontrolliertes Wiedererleben der Situation zwar geholfen werden kann, eine Alkoholabhängigkeit möglicherweise aber noch verschlimmert wird. Eine Studie, in der zwei evidenzbasierte Therapien gegen Alkoholabhängigkeit einerseits bzw. PTSD anderseits getestet wurde, gibt nun Entwarnung. Show more15.08.2013, 00:00 Uhr

Eine Patientin mit Herzrhythmusstörungen
Von Andreas Niclas Förster, Robert Hermann und Hartmut Derendorf | In der Klinischen Pharmazie dreht sich alles um den Patienten, um Leitlinien und um das klinische Ergebnis. Bearbeiten Sie mit uns diesen Patientenfall und erlernen Sie so zusätzliches Wissen in Klinischer Pharmazie.Show moreDer 17. POP-Fall
15.08.2013, 00:00 Uhr
Neues zur Kompatibilität bei Ambroxol-Injektionslösung
Boehringer Ingelheim informiert über Kompatibilitätsuntersuchungen zu Mucosolvan® Injektionslösung nach Mischen mit 5%iger Glucoselösung. Es wurde ein Abbauprodukt von Ambroxol-HCl nachgewiesen, das bei der Reaktion mit Formaldehyd entsteht. Diese Reaktion tritt nicht nach dem Mischen mit physiologischer Kochsalz- oder Ringer-Lösung auf. Boehringer Ingelheim wird die Produktinformationen entsprechend ändern.Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Gut gedacht = gut gemacht?
Ein Meinungsbeitrag von Harald G. Schweim und Michael A. Überall | In der letzten Zeit hat sich die Situation der Versorgung von Patienten mit Schmerzmitteln dramatisch verändert, da die EMA aktuelle Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit ausgewertet und neue Warnhinweise und Beschränkungen ausgesprochen hat. Das betrifft verschreibungspflichtige (Flupirtin) ebenso wie nicht-verschreibungspflichtige Wirkstoffe (Diclofenac). Doch warum werden für den einen Wirkstoff starke Beschränkungen zu Anwendungsgebiet und -dauer ausgesprochen, für den anderen aber nur ein relativierender Warnhinweis? Und wie sehen die Konsequenzen für den Alltag von Schmerzpatienten aus? Show more15.08.2013, 00:00 Uhr
Neue Warnhinweise der FDA für Mefloquin
Ende Juli 2013 informierte die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA über neue Warnhinweise bei der Anwendung des Malariamittels Mefloquin (Lariam®). Die Einnahme von Mefloquin kann psychiatrische und neurologische Nebenwirkungen hervorrufen, die mitunter auch Monate nach Absetzen des Medikaments auftreten. Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Betablocker: Die meisten Nebenwirkungen sind keine
Betablocker verlängern deutlich das Überleben bei Herzinsuffizienz, aber nur bei Patienten, die sie einnehmen. Doch sind die Complianceraten enttäuschend. Eine Überbetonung möglicher Nebenwirkungen könnte die Ursache sein, vermuten englische Forscher, und versuchten in ihrer Metaanalyse, echte von scheinbaren Nebenwirkungen dieser Substanzen zu trennen. Mit verblüffend klarem Ergebnis. Am Ende wird dringend geraten, die Kommunikation mit dem Patienten auf eine Handvoll „echte“ Nebenwirkungen zu beschränken.Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Ingenolmebutat bei aktinischer Keratose
Rote, schuppige Hautläsionen werden manchmal irrtümlich für Ausschläge oder harmlose Hautreizungen gehalten. Doch gerade bei hellhäutigen Menschen in höherem Lebensalter, die häufig der Sonne ausgesetzt waren oder sind, kann es sich dabei um eine aktinische Keratose handeln. Für diese Hautkrebs-Frühform stehen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, darunter auch ein Gel mit dem Wirkstoff Ingenolmebutat. Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Langzeitstudie zeigen eine effektive und anhaltende Abheilung der Läsionen.Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Sinnvoll auswählen!
80% der Erwachsenen, die 65 Jahre und älter sind, haben mindestens eine chronische Erkrankung, ungefähr 50% haben drei und mehr. Da immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter erreichen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich vermehrt gerade ältere Patienten medizinischen Behandlungen unterziehen müssen. Da diese Gruppe in klinischen Studien deutlich unterrepräsentiert ist, ist die Evidenzlage für viele dieser Maßnahmen schlecht. Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Schwerwiegende Hautreaktionen unter Paracetamol | Nanoteilchen in Kosmetika
Kurz gemeldet
08.08.2013, 00:00 Uhr
Nicht-steroidale Antirheumatika im Vergleich
Die nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) sind ins Gerede gekommen. Diskutiert werden ihre kardiovaskulären und gastrointestinalen Risiken. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft berichtet über die Ergebnisse einer Metaanalyse von Beobachtungsstudien sowie über eine Metaanalyse von randomisierten Studien zu kardiovaskulären und gastrointestinalen Risiken von NSAR.Show more08.08.2013, 00:00 Uhr
Interdisziplinär gegen Langzeitschäden
Bei Patienten mit Hautkrankheiten können auch die Augen betroffen sein. Andererseits sind relativ unspezifische Augensymptome manchmal ein erster Hinweis auf eine noch undiagnostizierte dermatologische Erkrankung. Diese Zusammenhänge zu kennen, ist wichtig: Die rechtzeitige Therapie beim Haut- bzw. Augenarzt kann den Patienten vor weitreichenden Komplikationen schützen.Show moreWenn der Hautpatient zum Augenarzt muss
31.07.2013, 22:00 Uhr
Lithium zur Behandlung affektiver Störungen und ALS
Schon aus der Antike gibt es Hinweise, dass Lithium-haltiges Quellwasser genutzt wurde, um Menschen mit manisch-depressiven Störungen zu heilen. Doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Lithiumsalze therapeutisch verwendet. Nun helfen zwei neue Studien, die pharmakologische Anwendung von Lithiumsalzen kritisch zu bewerten.Show moreLithium – alte und neue Therapieansätze
31.07.2013, 22:00 Uhr
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