Hinter Gittern – Arzneiversorgung im Knast
Wie die Arzneimittelversorgung im Gefängnis und Gefängniskrankenhaus abläuftEin Bericht von Kirsten Sucker-Sket
Wer an die Arzneimittelversorgung von Justizvollzugsanstalten (JVAen) und Justizvollzugskrankenhäusern denkt, dem kommen möglicherweise viele Substitutionspatienten in den Sinn, vielleicht auch ein Skandal über verschwundene Arzneimittel. Doch wie es tatsächlich um die Gesundheit der in Deutschland Inhaftierten bestellt ist und wie sie therapeutisch versorgt werden, ist in der Öffentlichkeit kaum ein Thema – kein Wunder, findet die medizinische Versorgung Gefangener doch hinter wahrhaftig gut verschlossenen Türen und Toren statt. Die DAZ wollte etwas mehr in Erfahrung bringen und fragte bei Apotheken nach, die zahlreiche JVAen in der Republik versorgen. Zudem besuchten wir zwei recht unterschiedliche Einrichtungen des Vollzuges: das Justizvollzugskrankenhaus in Berlin-Plötzensee, das Betten für rund 120 Gefangene aller Berliner JVAen bereithält, und den vergleichsweise überschaubaren medizinischen Dienst des Hochsicherheitsgefängnisses in Celle.