Austausch von starken Opioiden?
Die therapieäquivalente Arzneimittelqualität muss gewährleistet sein
Von Henning Blume und Ralph-Steven Wedemeyer
Die Langzeitbehandlung chronischer Schmerzzustände mit stark wirksamen Opioiden ist eine besondere Herausforderung sowohl für den behandelnden Arzt als auch für den Patienten. Im Allgemeinen wird hier ein zweigliedriges Therapiekonzept angewandt: Als Basismedikation dient ein retardiert freisetzendes Präparat, das bei Durchbruchschmerzen durch ein schnell freisetzendes, möglichst wirkstoffgleiches Präparat ergänzt wird. Der Arzt hat die Aufgabe, die Basismedikation optimal zu dosieren, das heißt: weder zu niedrig, damit die Durchbruchschmerzen nicht gehäuft auftreten, noch zu hoch, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen möglichst zu vermeiden. Dem Patienten fällt die wichtige Aufgabe zu, die Arzneimittel gemäß den Vorgaben des Arztes einzunehmen. Dabei kann ihn die Apotheke durch eine kompetente Beratung unterstützen.