Sie sind hier: Tagesnews-Spektrum > News
Spektrum

Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist in Deutschland verbreitet und Überträger von Borrelien, die eine Borreliose verursachen können. (Foto: Bernhard-Nocht-Institut/ A.Krüger)
Klinische Studie
Azithromycin-Gel gegen Borrelien
Hamburg - Im Rahmen einer multizentrischen Studie testen Ärzte aus Deutschland und Österreich ein neues Gel mit Azithromycin, das nach einem Zeckenbiss auf die Haut aufgetragen werden kann, um einer Borreliose vorzubeugen.
Das neue Präparat bekämpft Borrelien, bevor sie sich im Körper ausbreiten, und wäre nach erfolgreicher Zulassung das erste Arzneimittel, das vorbeugend wirkt. Azithromycin ist bereits in Tablettenform als Antibiotikum, unter anderem auch bei Borreliose, im Einsatz.
Die bisherigen Studienergebnisse sprechen dafür, dass das Gel sehr gut wirkt.
Für die letzte Studienphase suchen die Studienzentren noch bis zum Herbst 2012 Personen zwischen 18 und 80 Jahren, die von einer Zecke gebissen wurden. Die Zecke sollte mitgebracht werden oder noch in der Haut stecken. Über 500 Probanden nehmen bereits an der Studie teil. Betroffene Personen, die an einer Studienteilnahme interessiert sind, können das Bernhard Nocht Centre for Clinical Trials (BNCCT) im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin unter der Telefonnummer (040) 42818-367 oder per E-Mail unter studien@bnitm.de kontaktieren.
Weitere Studienzentren und Informationen zum Thema Borreliose finden Interessierte über die offizielle Studienwebsite http://www.zeckenstudie.com.
Dr. Bettina Hellwig / 14.06.2012, 10:00 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.







Betroffene sagt:
28.09.2012 09:34- ich bin selbst betroffen von dieser Infektion im Endstadium als gesicherte Diagnose durch Fachärzte verschiedener Fachrichtungen.
Eine Studienklinik (Uni) habe ich persönlich erlebt und da wurden erstmalige Lähmungen im peripheren Nervensystem und eine chronische Monarthritis im Kniegelenk angeblich durch einen nicht vorhandenen Knorpelschaden (durch ASK gesichert) verursacht. Wieviel sind wohl die Studien mit zwei Untersuchungen und zwei Telefonaten dann in dieser Klinik wert?
Dr. Heinz Joachim Mensing sagt:
14.06.2012 18:19ApothekerVerlags-Autor Dr.M.Schmidt mockierte sich vor langer Zeit über die Zeckenborreliose als "Modekrankheit".
Seither ist die Qualität der Information offenbar nicht besser geworden. Beispiele:
--- Zecken beißen nicht, sie STECHEN, haben einen hochentwickelten Stechapparat, es handelt sich also um Zeckenstiche, nicht -bisse.
--- Die höchst erfolgreiche Doxy-nach-Zeckenstich-Studie vor Jahren schon vergessen? Nach meiner Erinnerung im NEJM veröffentlicht. In Deutschland gleich von vermeintlichen "Experten" dezidiert abgelehnt -- es handelt sich ja um eine fast bedeutungslose "Modekrankheit", die zudem meist von selbst heilen soll.
Wer käme auf die Idee, daß etwa die Lues oder Tbc oder die chron. mehr...