Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Was der neue AMTS-Aktionsplan in petto hat
Zum 1. April 2026 hat das Bundeskabinett einen neuen Aktionsplan für Arzneimitteltherapiesicherheit beschlossen. Insgesamt 20 Maßnahmen sollen dazu beitragen, die AMTS zu stärken. Von den Ideen ist noch nichts in Stein gemeißelt: Die Ansätze werden zunächst erarbeitet bzw. erprobt.Show moreChronische Herzinsuffizienz: Selektive Betablocker helfen auch alten Herzpatient
Klassische Indikationen für Beta-Adrenozeptor-Antagonisten sind die koronare Herzerkrankung, Rhythmusstörungen und Hypertonie. Seit Mitte der 90er Jahre setzt man sie Ų in einer therapeutischen Kehrtwende Ų auch bei Herzinsuffizienz ein. Auch alte Patienten mit einer Pumpschwäche des Herzens profitieren noch von einer beta-1-selektiven Therapie.Show moreMigränetherapie: Naratriptan steht rezeptfrei zur Verfügung
Das Triptan Naratriptan (Formigran®), das zum 1. April dieses Jahres aus der Verschreibungspflicht entlassen wurde, steht ab sofort in einer Packungseinheit von zwei Tabletten mit jeweils 2,5 mg Naratriptan zur Verfügung, wie GlaxoSmithKline mitteilte.Show moreKardioprotektion: Kein Votum für Folsäure und B-Vitamine
Nach einer weit verbreiteten Hypothese weisen Folsäure und B-Vitamine eine protektive Wirkung auf Herz und Gefäße auf, da sie die Konzentration von Homocystein senken. Die Ergebnisse der HOPE-Studie widerlegen diese Hypothese eindeutig. Zwar senkt die Vitaminkombination den Homocysteinspiegel signifikant, führt aber zu keiner Reduktion des kardiovaskulären Risikos.Show moreInterview: Keine gefäßprotektive Wirkung von Folsäure
Nachdem es in der Vergangenheit Hinweise gegeben hat, dass Folsäure vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt, mehren sich nun Meldungen, denen zufolge Folsäure weit überschätzt wurde. Für Enttäuschung unter den Vitaminbefürwortern sorgt nun die HOPE-2-Studie (siehe S. 30), die keine klare gefäßprotektive Wirkung von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 erkennen lässt. Wir sprachen mit Prof. Dr. Thomas F. Lüscher, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Zürich, welche Bedeutung die Mega-Untersuchung für die Praxis hat.Show moreMultiple Sklerose: Interferon beta-1b für Frühstadien zugelassen
Auch Patienten mit einem ersten Schub, der eine multiple Sklerose (MS) vermuten lässt, können nun mit Interferon beta-1b (Betaferon®) behandelt werden. Diese Zulassungserweiterung wurde jetzt von der Europäischen Kommission erteilt. Sie gilt für alle 25 EU-Staaten sowie für Island und Norwegen.Show moreFolatsupplementierung: Benefit durch modifiziertes Folat
Zwischen kindlichen Fehlbildungen und einem geringen mütterlichen Folatspiegel besteht ein Zusammenhang. Da in Deutschland die Folatzufuhr teilweise nicht ausreicht, ist eine Supplementierung vor und während der Schwangerschaft zu empfehlen. Mit 5-Methyl-Tetrahydrofolat (Metafolin®) steht seit kurzem ein biologisch aktives Folat zur Verfügung, das seine Wirkung unabhängig von der mütterlichen Enzymausstattung entfaltet.Show moreAus der Forschung: Chancen einer neuen Art von Krebs–therapie mit Imatinib
Nach jahrzehntelanger zytostatischer "Schrotschusstherapie" in der Onkologie zeichnet sich durch die Fortschritte in der Genom- und Proteomtechnologie ein Paradigmenwechsel hin zu einer individualisierten Krebstherapie ab. Einer der ersten Vertreter der so genannten targeted therapies war der Tyrosinkinase–inhibitor Imatinib (Glivec®), von dem auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Atlanta neue Daten präsentiert wurden.Show moreVerletzungen im Spitzensport: Was macht – nicht nur Sportler - schnell wie
Gerade jetzt während der Fußball-WM 2006 sehen wir es wieder jeden Tag: Ein Spitzensportler geht verletzt vom Platz oder wird Ų eventuell sogar schwer verletzt Ų vom Spielfeld getragen. Der Zuschauer meint, das sei das "Aus" Ų mindestens für dieses Spiel Ų und wundert sich, wie schnell ein verletzter Athlet nach einer kurzen Behandlung sein Spiel fortsetzt. Welche Strategien machen ihn so schnell wieder fit und helfen sie auch in der Akuttherapie im Alltag?Show morePlaque-Psoriasis: Verringert Etanercept auch Müdigkeit und Depression?
50 mg Etanercept, zweimal pro Woche subkutan injiziert, war in einer randomisierten Doppelblindstudie bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wirksam. Nicht nur die Hauterscheinungen nahmen ab. Nach zwölf Wochen hatte sich unter Etanercept (Enbrel®) im Vergleich zu Placebo bei mehr Patienten die Müdigkeit klinisch bedeutsam verbessert und bei mehr Patienten eine Depression um mindestens 50% verringert.Show moreKardiometabolisches Risiko: Zulassung für Rimonabant für Adipositas mit Komorb
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Rimonabant (Acomplia®) für alle 25 europäischen Mitgliedstaaten erteilt. Rimonabant ist der erste Vertreter der so genannten CB1-Ant–agonisten, Hemmstoffen des Cannabinoid-Systems. Es ist indiziert zusätzlich zu Diät und Bewegung zur Behandlung einer Adipositas oder übergewichtiger Patienten, die darüber hinaus Risikofaktoren wie Typ-2-Diabetes oder Dyslipidämie aufweisen. Die Markteinführung plant Sanofi-Aventis für das zweite Halbjahr 2006.Show moreDeutsche Novartis-Stiftung: Forschung für das Herz
Die deutsche Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung fördert in jedem Jahr Grundlagenforscher aus verschiedenen Arbeitsgebieten. Auf dem Internistenkongress in Wiesbaden wurden vier Projekte ausgezeichnet. Bei allen handelt es sich um Grundlagenforschung, jedoch könnten die Arbeiten, so die Novartis-Stiftung, neue Wege für die Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bahnen.Show moreProstatakrebs: Hilfe mit fokussiertem Ultraschall
Totaloperationen mit dem Skalpell treten bei bösartigen Tumoren immer mehr in den Hintergrund. Nicht- oder minimal-invasive Operationstechniken sind in den meisten medizinischen Disziplinen auf dem Vormarsch. In der Heidelberger Klinik für Prostatatherapie werden seit über zehn Jahren nicht-invasive Verfahren ambulant durchgeführt. Die DAZ sprach mit Klinikleiter Dr. Joachim-Ernst Deuster, der an der Entwicklung eines hochmodernen Ultraschallgerätes zur Behandlung von Prostatakarzinomen selbst beteiligt war.Show moreZulassungserweiterung: Trastuzumab für Brustkrebs im Frühstadium
Die Europäische Kommission hat Trastuzumab (Herceptin®) für die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium im Anschluss an eine Operation und eine Standard-Chemotherapie zugelassen, wie Roche mitteilte.Show moreRheumatoide Arthritis: Initialtherapie mit niedrig dosiertem Cortison
Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit steroidalen und nicht-steroidalen Antirheumatika zielt auf Schmerz und Entzündungssymptome, während die Basistherapie die Gelenkzerstörung verlangsamen soll. Bei vertretbarem Risiko kann die Initialtherapie mit niedrig dosierten Corticoiden zusätzlich zur sym–ptomatischen Besserung ebenfalls die Progression bremsen. So kann auch die Latenzzeit bis zur Wirkung der Basistherapie überbrückt werden.Show moreInterview: Impfung bietet keinen absoluten Schutz vor Zervixkarzinomen
Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen in Europa der zweithäufigste bösartige Tumor zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr. Für großen Optimismus sorgt derzeit eine Impfung, die in Kürze auf den Markt kommen soll und wahrscheinlich einen Großteil der Zervixkarzinome verhindern kann. Wir sprachen mit Prof. Dr. med. Karl Ulrich Petry, leitender Arzt der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Gynäkologische Onkologie am Klinikum Wolfsburg, über die Erfolgschancen dieser Impfung.Show moreZervixkarzinom: Impfstoff zur Prävention von Gebärmutterhalstumoren
Ein rekombinanter tetravalenter Impfstoff gegen humane Papillomaviren (Gardasil®) wurde von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs zugelassen, die durch die humanen Papillomavirusstämme (HPV) hervorgerufen werden. Er verhindert offenbar auch effektiv vaginale und vulväre Präkanzerosen. Show moreFettstoffwechselstörungen: Hohe HDL-Werte sind wichtig
Bei der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen sollte nicht nur das Gesamtcholesterin beurteilt werden. Das kardiovaskuläre Risiko zeigt sich erst an dem Verhältnis des "guten" HDL-Cholesterins zum "schlechten" LDL-Cholesterin. So hat jemand mit einem eher hohen Gesamtcholesterin von 220 mg/dl, aber einem hohen HDL-Cholesterin von 65 mg/dl ein genauso hohes kardiovaskuläres Risiko wie jemand, mit einem deutlich niedrigeren Gesamtcholesterin von 100 mg/dl und einem HDL von nur 44 mg/dl.Show moreArthrose: Hagebuttenpulver lindert Gelenkbeschwerden
Seit kurzem steht ein Hagebuttenpulver (Litozin®) zur Verfügung, das entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften aufweisen soll. Das Nahrungsergänzungsmittel soll bei Arthrose-Patienten die Beweglichkeit der Gelenke erhöhen.Show moreBeratung von Diabetikern: Erheblich verbesserte Blutzucker-Selbstkontrolle
Wie kaum eine andere Patientengruppe sind Diabetiker am Erfolg ihrer Therapie direkt beteiligt. Qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker können einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität leisten, wie die aktuell veröffentlichte EDGAr-Studie (Evaluation der Durchführung von Glucose-Selbstkontrollen von Menschen mit Typ-2-Diabetes in Apotheken) zeigte.Show moreTyp-2-Diabetes: Mit Sitagliptin die Inkretinwirkung verbessern
Die Aktivierung des Inkretinsystems, das bei Typ-2-Diabetikern nur noch ungenügend funktioniert, ist ein innovatives Wirkprinzip in der Diabetestherapie. Verfolgt werden zwei Strategien:Inkretinmimetika, die die Wirkung der körpereigenen Inkretine "imitieren", und DPP(Dipeptidyl-Peptidase)-4-Inhibitoren, die den Abbau der körpereigenen Inkretine durch Proteasehemmung verhindern. Der DPP-4-Inhibitor Sitagliptin (vorgesehener Handelsname Januvia®) befindet sich derzeit in Phase-III-Studien.
Show moreMultiple Sklerose: Gute Beratung für bessere Verträglichkeit
Zur Behandlung der schubförmig verlaufenden multiplen Sklerose (MS) wird unter anderem Interferon beta-1a (Rebif®) subkutan angewendet. Hinweise zur richtigen Applikation können zur Verminderung unerwünschter lokaler Hautreaktionen beitragen.Show moreTherapie der Schizophrenie: Sertindol ist wieder verfügbar
Im Jahre 1998 wurde das erst zwei Jahre zuvor zugelassene atypische Neuroleptikum Sertindol (Serdolect®) vom Markt genommen, da es zu Bedenken hinsichtlich der kardialen Sicherheit gekommen war. Nachdem sich in der Analyse neuerer Studienergebnisse kein erhöhtes Mortalitätsrisiko gezeigt hatte, steht der Wirkstoff jetzt wieder für die normale Verordnung zur Verfügung.Show moreDepressionen: Alternativen bei Therapieversagen
Welcher Weg ist Erfolg versprechend nach einem Versagen der Erst-Linien-Therapie: Der Wechsel des Medikaments oder eine Kombination verschiedener Wirkstoffe? Mit dieser Frage befassten sich zwei Studien zur Therapie der Major Depression. Mit einer Kombination erzielt einer von drei Patienten eine Remission, von einem Wechsel profitiert ein Patient von vier. So das Fazit der zwei Untersuchungen.Show moreAus der Forschung: Neues Antibiotikum aus südafrikanischer Erde
In einer südafrikanischen Bodenprobe entdeckten Forscher der Firma Merck & Co. das neue Antibiotikum Platensimycin. Es wird auf natürliche Weise vom Bakterium Streptomyces platensis gebildet und weist einen bisher unbekannten Wirkungsmechanismus auf: Es hemmt die Fettsäuresynthese von Bakterien.Show moreGlykogenose Typ II: Enzymersatztherapie für Morbus Pompe
Patienten mit der seltenen lysosomalen Speicherkrankheit Glykogenose Typ II (Morbus Pompe) konnten bisher nur symptomatisch behandelt werden. Seit März dieses Jahres steht mit dem Orphan Drug Myozyme® erstmalig eine spezifische Enzymersatztherapie zur Verfügung.Morbus Pompe wurde erstmals im Jahre 1932 vom niederländischen Arzt Dr. Johann Casanius Pompe beschrieben. Es handelt sich um eine autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, bei der ein Gendefekt zum Fehlen oder zu einem Mangel an saurer alpha-1,4-Glukosidase führt. Dieses Enzym ist in den Lysosomen verschiedenster Gewebe für den Glykogen-Abbau zuständig. Bei fehlender oder mangelnder Aktivität kommt es zur exzessiven Anhäufung von Glykogen und dadurch zur Störung der normalen Zellfunktion und zum Zelluntergang. Herzmuskelzellen und periphere Muskelzellen sind dabei in der Regel am schwersten betroffen.
Show moreAsthma bronchiale: Einen Therapieerfolg messbar machen
Wie gut ist mein Asthma kontrolliert? Mit dem Fragebogen ACTTM können Asthmatiker diese Frage nun schnell beantworten. Für den Arzt ist das Ergebnis des kurzen Fragebogens ein wichtiger Hinweis auf die Befindlichkeit des Patienten und den Erfolg der bisherigen Therapie.Show moreOsteoporose: Langkettiges Parathormon-Analogon zugelassen
Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat am 24. April 2006 unter dem Handelsnamen Preotact® ein naturidentisches, langkettiges rekombinantes humanes Parathormon (PTH 1-84) für postmenopausale Osteoporose-Patientinnen mit hohem Frakturrisiko zugelassen, wie die Nycomed Pharma GmbH mitteilte. Die Einführung in Deutschland ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Preotact® wird von den Patientinnen selbst als einfach anzuwendende tägliche subkutane Injektion mit einem Pen verabreicht.Show moreZulassungserweiterung: Nebivolol jetzt auch bei chronischer Herzinsuffizienz
Bisher war Nebivolol (Nebilet®) zur Behandlung der essenziellen Hypertonie zugelassen. Nebivolol hat seine Wirksamkeit auch bei älteren Patienten unter Beweis gestellt und steht ab 6. Juni 2006 für die Behandlung der Herzinsuffizienz zur Verfügung, wie die Berlin-Chemie AG mitteilte.Show moreRechtliches
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