Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Clascoteron: neues Akne-Arzneimittel ab Juni verfügbar
Clascoteron (Winlevi®) ist ein topisches, verschreibungspflichtiges Akne-Arzneimittel mit neuartigem Wirkprinzip. Im Oktober 2025 erhielt es die europäische Zulassung. Nun soll es ab Juni 2026 auf den deutschen Markt eingeführt werden und über den Großhandel bestellbar sein.Show morearzneimittel-und-therapie
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Androgenrezeptor-Antagonist
13.05.2026, 10:00 Uhr
Cetuximab zur Erst-Linien-Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für den monoklonalen Antikörper Cetuximab (Erbitux®) zur Erst-Linien-Therapie in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie von Patienten mit rezidivierenden oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses erteilt. Cetuximab ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
10.12.2008, 23:00 Uhr
Adalimumab bei rheumatischen Erkrankungen von Jugendlichen
Die Zulassungserweiterung gilt für die Therapie der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis in Kombination mit Methotrexat bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Adalimumab (Humira®) ist zudem bei Patienten indiziert, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Basistherapeutika nur unzureichend angesprochen haben. Im Fall einer Unverträglichkeit von Methotrexat (MTX), oder wenn eine weitere Behandlung damit nicht angezeigt ist, kann Adalimumab auch als Monotherapie verabreicht werden.Show moreZulassungserweiterung
03.12.2008, 23:00 Uhr
Weiterer Lepraerreger entdeckt
Weltweit sollen etwa 8 bis 12 Millionen Menschen mit der Lepra infiziert sein. Ihre Symptome können stark variieren, wobei zwei wesentliche Verlaufsformen – die tuberkuloide und die lepromatöse Lepra – unterschieden werden. Diese Erscheinungsformen sind bislang mit individuellen Reaktionen des Immunsystems erklärt worden. Jetzt gelang es, einen weiteren Lepraerreger zu identifizieren. Er wurde aus dem Gewebe von zwei an einer lepromatösen Lepra Verstorbenen isoliert. Daher wurde für den neu beschriebenen Infektionserreger der Name Mycobacterium lepromatosis s. nov. vorgeschlagen.Show moreInfektionskrankheiten
03.12.2008, 23:00 Uhr
Liraglutid schlägt Glimepirid bei frühem Diabetes
Inkretinbasierte Therapien sind en vogue. Nach Gliptinen und Exenatid ist mit der Zulassung des GLP-1-Analogons Liraglutid zu rechnen. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Liraglutid werden derzeit im Phase-III-Studienprogramm Lead (Liraglutide Effect and Action in Diabetes) geprüft. In einer aktuell im Lancet publizierten Einjahres-Studie führte Liraglutid bei Diabetikern im Frühstadium zu einer besseren Stoffwechselkontrolle als Glimepirid. Außerdem entwickelten sich Blutdruck und Körpergewicht günstiger als unter dem Sulfonylharnstoff. Die Patienten scheinen umso deutlicher von dem GLP-1-Mimetikum zu profitieren, je weniger ihre Erkrankung fortgeschritten ist.Show moreTyp-2-Diabetes
03.12.2008, 23:00 Uhr
Neue Tyrosinkinase-Inhibitoren bei Imatinib-Resistenz
Ein Problem der Imatinib-Therapie sind frühe Rezidive oder Unverträglichkeiten. Risikopatienten müssen mithilfe hämatologischer, zytogenetischer und molekularer Marker rechtzeitig erfasst und auf eine neue Therapie umgestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit dem Multityrosinkinase-Inhibitor Dasatinib (Sprycel®). Ein Update entsprechender Studien zeigt den Benefit eines solchen Vorgehens.Show moreChronisch myeloische Leukämie
03.12.2008, 23:00 Uhr
STIKO soll HPV-Impfungneu bewerten
Die Diskussion um den HPV-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs reißt nicht ab. Jetzt haben 13 namhafte Wissenschaftler ein Manifest verfasst (s. Kasten). Ihre Forderung: die Ständige Impfkommission (STIKO) soll die HPV-Impfung neu bewerten. Zudem müsse den irreführenden Informationen ein Ende bereitet werden. Im Gespräch mit der DAZ äußerte Dr. Yvonne Deleré von der Geschäftsstelle der STIKO am Robert Koch-Institut zwar Verständnis für einige Kritikpunkte. Doch die Empfehlung der STIKO stehe zurzeit nicht zur Disposition.Show moreGebärmutterhalskrebs
03.12.2008, 23:00 Uhr
Rifaximin bei Reisediarrhö
Rifaximin (Xifaxan®) ist ein halbsynthetisches Rifamycin-Derivat. Es wird nicht resorbiert und wirkt deshalb ausschließlich im Darm. In Deutschland ist Rifaximin zur Behandlung der Reisediarrhö bei Erwachsenen indiziert, wenn diese durch nicht-invasive enteropathogene Bakterien verursacht wird.Show moreNeues Antibiotikum
26.11.2008, 23:00 Uhr
Bevacizumab kann venöse Thromboembolien fördern
Venöse Thromboembolien sind gefürchtete Komplikationen einer Krebserkrankung, die häufig tödlich enden. Sie können in Folge der Grunderkrankung oder einer konventionellen Chemotherapie auftreten. Aber auch der Angiogenesehemmer Bevacizumab steht im Verdacht, das Risiko zu erhöhen.Show moreOnkologie
26.11.2008, 23:00 Uhr
Was nützt Mitochondrien ein eigener genetischer Code?
Vor 30 Jahren wurde entdeckt, dass Mitochondrien einen eigenen genetischen Code und eine eigene Eiweißbiosynthese besitzen. Jetzt haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nachgewiesen, dass dieser zweite genetische Code der Bildung ganz spezieller Proteine dient, die gegen oxidativen Stress wesentlich besser geschützt sind.Show moreAus der Forschung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Wie sollte Bluthochdruck heute behandelt werden?
Die Diskussion um eine geeignete antihypertensive Therapie wird zunehmend von politischen und ökonomischen Faktoren geprägt. Die primären Ziele – eine effektive Blutdrucksenkung und eine zuverlässige Patientencompliance – geraten dabei oft ins Hintertreffen. Therapieentscheidungen, die diese Aspekte nicht berücksichtigen, erscheinen fragwürdig und werden kaum zum gewünschten dauerhaften Erfolg führen.Show moreHypertoniebehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
Zeit läuft: time is brain
Bereits eine Stunde nach einem Schlaganfall sind etwa 120 Millionen Nervenzellen zerstört – so viele wie sonst in 3,6 Jahren. Mit jeder weiteren Stunde steigt das Ausmaß irreversibler Schäden. Durch eine sofortige und effektive thrombolytische Therapie in Schlaganfall-Einheiten können Folgeschäden verhindert oder zumindest verringert werden.Show moreSchlaganfallbehandlung
26.11.2008, 23:00 Uhr
5-HT4-Agonist Prucaloprid steigert die Darmmotilität
In einer klinischen Studie führte der 5-HT4-Agonist Prucaloprid bei Patienten mit schwerer Obstipation zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden. Diese Studie wurde 1998 durchgeführt, aber erst 2008 veröffentlicht. Ein Kommentator weist kritisch auf den langen Zeitintervall zwischen der Untersuchung vor knapp zehn Jahren und der heutigen Publikation der Daten hin und fordert weitere Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneistoffs aktuell einschätzen zu können. Show moreSchwere Obstipation
19.11.2008, 23:00 Uhr
Leukämiepatient überwindet HIV-Infektion
Ein Leukämiepatient der Berliner Charité scheint dank einer Knochenmarktransplantation mit HIV-resistenten Stammzellen von seiner HIV-Infektion geheilt zu sein. Dieser Fall erregte großes Aufsehen in den Medien. Doch die Berliner Wissenschaftler warnen vor zu großen Hoffnungen.Show moreAids
19.11.2008, 23:00 Uhr
Wenn Clopidogrel das Herz nicht schützen kann
Protonenpumpenblocker wie Omeprazol, Pantoprazol und Lansoprazol werden über das Cytochrom-P450-2C19-Enzym metabolisiert. Dieses Enzym benötigt auch der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel, um in seine aktive Form überführt zu werden. Die gleichzeitige Behandlung mit diesen Arzneistoffen scheint bei Patienten nach Stentoperation oder Ballondilatation das kardiovaskuläre Risiko zu erhöhen.Show moreProtonenpumpenblocker
19.11.2008, 23:00 Uhr
Interferon dirigiert natürliche Killerzellen ins Krebsgewebe
Natürliche Killerzellen sind in der Lage, abnorme Zellen wie Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen abzutöten. Im Gegensatz zu den T-Zellen des Immunsystems müssen sie dabei keine spezifischen Zielstrukturen erkennen: Sie töten gezielt solche Körperzellen ab, die ihren "molekularen Pass", bestimmte Proteinkomplexe auf der Zelloberfläche, im Verlauf einer Virusinfektion oder Krebsentartung verloren haben. Jetzt konnte im Tierversuch gezeigt werden, dass Interferon γ und eine weitere Signalsubstanz (CXCL10) Killerzellen zum Tumor locken können [1].Show moreAus der Forschung
19.11.2008, 23:00 Uhr
Sugammadex hebt Wirkung von Muskelrelaxanzien auf
Sugammadex (Bridion®) ist ein Gamma-Cyclodextrin, das selektiv Muskelrelaxanzien einschließt und bindet. Es wird in der Anästhesie eingesetzt, um die Blockaden aufzuheben, die durch die Muskelrelaxanzien Rocuronium oder Vecuronium induziert werden.Show moreAnästhesie
19.11.2008, 23:00 Uhr
Demethylierende Wirkstoffe bei Blutkrankheiten
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) hat jetzt die Zulassung von 5-Azacytidin (Vidaza®) zur Therapie myelodysplastischer Syndrome empfohlen. In den USA ist 5-Azacytidin für diese Indikation bereits seit Mai 2004 zugelassen.Show moreArzneistoffe in der Entwicklung
19.11.2008, 23:00 Uhr
Aktuelle Behandlungsstrategien bei Crohn und Colitis
Die Colitis ulcerosa ist neben dem Morbus Crohn die wichtigste chronisch entzündliche Darmerkrankung. Der Verlauf und die Ausdehnung der beiden Erkrankungen sind sehr variabel. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer komplexen Diagnostik und abgestuften Therapie in der klinischen Praxis. Zwar gibt es keine kausale Therapie, aber es stehen antientzündliche und immunsuppressive Wirkstoffe zur Verfügung, die das Entzündungsgeschehen positiv beeinflussen können.Show moreEntzündliche Darmerkrankungen
12.11.2008, 23:00 Uhr
Ungetrübtes Glück für ältere Frauen?
Eine Testosteronsubstitution ohne Estrogen kann prinzipiell älteren Frauen auch im Alter befriedigende sexuelle Erlebnisse ermöglichen. Allerdings müssen sie einen unerwünschten Haarwuchs akzeptieren. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass Testosteron das Brustkrebsrisiko erhöht.Show moreLibidosteigerung mit Testosteron
12.11.2008, 23:00 Uhr
IQWiG sieht immer noch keinen Zusatznutzen
Schon im Jahr 2007 sah das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einer Nutzenbewertung keine Vorteile für eine fixe Kombination von lang wirksamen Beta-2-Agonisten und Corticoiden. Auch in einer soeben veröffentlichten erweiterten Nutzenbewertung kommt das IQWiG zu keinem anderen Schluss.Show moreAsthma bronchiale – Fixkombinationen
12.11.2008, 23:00 Uhr
Diclofenacpflaster gegen den Schmerz
Jetzt kommt in Deutschland das Flector-Schmerzpflaster neu auf den Markt. Es enthält wie das Voltaren-Schmerzpflaster in jedem Pflaster als Wirkstoff 180 mg Diclofenac als Epolaminsalz, was 140 mg Diclofenac entspricht. Mit diesen Pflastern werden im schmerzenden Gewebe höhere Wirkstoffkonzentrationen erreicht als bei der Einnahme einer Tablette.Show moreAnalgetika
12.11.2008, 23:00 Uhr
Interleukin-5-Hemmer Mepolizumab
In einer Phase-III-Studie konnte durch den monoklonalen Antikörper Mepolizumab (BosatriaTM) das hypereosinophile Syndrom signifikant besser kontrolliert werden als unter einer Placebogabe. Darüber hinaus wurde in vielen Fällen der Corticoidbedarf der Patienten gesenkt. Mepolizumab hat in Europa und in den USA den Orphan-drug-Status erhalten. Der Zulassungsantrag für diesen Wirkstoff soll in Europa bis Ende 2008 bei den Behörden eingereicht werden.Show moreHypereosinophiles Syndrom
12.11.2008, 23:00 Uhr
Eradikation verhindert Rezidive beim Magenkarzinom
In den westlichen Industrieländern hat die Magenkarzinom-Inzidenz in den letzten Jahren stark abgenommen. Dieser weltweit zu beobachtende Rückgang der Magenkrebserkrankungen wird vorwiegend auf das Erkennen und Vermeiden von Risikofaktoren zurückgeführt, zu denen auch eine Infektion mit Helicobacter pylori zählt. Eine aktuelle japanische Studie zeigte jetzt, dass die Eradikation von Helicobacter pylori nach einer Magenkrebsoperation ein erneutes Auftreten des Tumors weitgehend verhindern kann.Show moreHelicobacter pylori
12.11.2008, 23:00 Uhr
Erfolge in der Entwicklung von therapeutischen Impfstoffen
Sowohl gegen das West-Nil-Virus (WNV) als auch das Hepatitis-C-Virus (HCV) gibt es bislang keine Impfstoffe. Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig haben jetzt auf DNA-Basis einen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus entwickelt, der auch therapeutisch, also nach Ausbruch der Krankheit, wirkt. Fast gleichzeitig gelang es einer Forschergruppe aus den USA mit einer gentechnisch veränderten Bäckerhefe die Viruslast bei Patienten mit chronischer Hepatitis C deutlich zu senken.Show moreAus der Forschung
12.11.2008, 23:00 Uhr
Studie mit Vitamin E und Selen abgebrochen
Vieles sprach dafür, dass eine Supplementation von Vitamin E und Selen vor einem Prostatakarzinom schützen kann. In der Selenium and Vitamin E Cancer Study (Select-Studie) sollte ein entsprechender Nachweis geführt werden. Jetzt wurde die Studie vorzeitig gestoppt. In einer Zwischenanalyse waren nicht nur keine Anzeichen für eine Risikoreduktion zu erkennen. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Vitamin E das Prostatakarzinomrisiko erhöht. Unter Selen wurden geringfügig vermehrt Diabeteserkrankungen registriert.Show moreProstatakarzinomprävention
05.11.2008, 23:00 Uhr
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