Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
„Ezetimib-Atherogenität ist nicht belegt!“
Ezetimib ist in Deutschland als Ezetrol® und in Kombination mit Simvastatin als Inegy® im Handel. Der Hersteller, MSD Sharp und Dohme, hat zu der European-Heart-Journal-Studie [Berneis K. et al. doi:10.1093/eurheartj/ehq181)] wie folgt Stellung genommen.Show moreStellungnahme von MSD Sharp & Dohme
23.06.2010, 22:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Olmesartan?
In zwei großen Studien sollte gezeigt werden, dass das Antihypertensivum Olmesartan bei Typ-2-Diabetikern die Progression einer diabetischen Nephropathie verlangsamen kann. Doch in beiden Studien stieg unter dem Angiotensin-II-Rezeptorblocker überraschend das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle. Die FDA hat dies zum Anlass genommen, das kardiovaskuläre Sicherheitsprofil von Olmesartan zu überprüfen.Show moreFDA prüft
16.06.2010, 22:00 Uhr
Eribulin verlängert Gesamtüberlebensdauer
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Phase-III-Studie belegen eine deutliche Verlängerung der durchschnittlichen Gesamtüberlebensdauer bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs durch Eribulin-Mesylat. Bei der Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentierte Eisai Inc. die Auswertung der EMBRACE-Studie [1], einer offenen, randomisierten, multizentrischen Studie an 762 Patientinnen mit lokal rezidivierendem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor bereits mindestens zwei Chemotherapien erhalten hatten.Show moreMammakarzinom
16.06.2010, 22:00 Uhr
Tumorsuppressor-Moleküle führen gemeinsam zur Apoptose
Das Protein p53 fungiert als Tumorsuppressor. Es unterbindet die Zellteilung, wenn die DNA Schäden aufweist. Wird die Erbsubstanz nicht repariert, kann der Zelltod, die Apoptose, eingeleitet werden. Auf diese Weise ist es möglich, die krebsgefährdete Zelle aus dem Organismus zu entfernen. Mutationen des Gens p53 und – damit verbunden – die Bildung nicht funktionsfähiger Proteine können zu Tumoren führen. Jetzt konnte gezeigt werden, dass die Kooperativität zwischen mehreren p53-Molekülen letztlich darüber entscheidet, ob die Apoptose eingeleitet wird oder ob die Zelle überlebt.Show moreAus der Forschung
16.06.2010, 22:00 Uhr
Warum Ezetimib Arterien wohl nicht schützen kann
Patienten, bei denen mit einem Statin der Cholesterinspiegel nicht ausreichend zu senken ist, sollten von einer Zusatztherapie mit Ezetimib profitieren. Doch die Ergebnisse verschiedener Studien ließen Zweifel an dem Zusatznutzen von Ezetimib aufkommen. Jetzt wurde möglicherweise eine Erklärung dafür gefunden. Ezetimib scheint proatherogene LDL-Subfraktionen zu erhöhen und damit positive Effekte der Cholesterinsenkung zu antagonisieren.Show moreCholesterinsenker
16.06.2010, 22:00 Uhr
Vitamin-B12-Spiegel sinkt unter Metformin
Eine neue Studie untermauert die Beobachtung, dass eine Langzeittherapie mit Metformin den Vitamin-B12-Spiegel senken und den Homocystein-Spiegel erhöhen kann. Die Autoren der Studie empfehlen daher, bei Metformin-Behandlung regelmäßig den Vitamin-B12-Spiegel zu kontrollieren und gegebenenfalls zu substituieren. Zu einer generellen Substitution des Vitamins unter Metformin-Therapie raten sie jedoch im Gegensatz zu anderen Experten nicht.Show moreTyp-2-Diabetes
16.06.2010, 22:00 Uhr
Add on: Liraglutid senkt Blutzucker stärker als Sitagliptin
Inkretinmimetika bieten ein großes Potenzial, die Stoffwechselkontrolle beim Diabetiker ohne Gewichtszunahme und ohne Hypoglykämien zu erreichen. In der ersten offenen Vergleichsstudie zwischen einem GLP-1-Analogon und einem DPP-4-Inhibitor bei Typ-2-Diabetikern führte Liraglutid zu einer stärkeren Blutzuckersenkung und Gewichtsabnahme als Sitagliptin.Show moreDiabetes mellitus Typ 2
16.06.2010, 22:00 Uhr
Quo vadis Diabetes-Versorgung?
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft wurde die zweite Auflage des "Weißbuch Diabetes" vorgestellt, ein Update der 2006 veröffentlichen Auflage. Es bewertet die aktuelle Situation und weist Wege für die dringend notwendige nationale Strategie im Umgang mit der Volkskrankheit.Show moreWeissbuch Diabetes in Deutschland
16.06.2010, 22:00 Uhr
Hormonblockade bei resistentem Prostatakarzinom
Mit einem neuen Androgen-Rezeptor-Antagonisten wurden in einer klinischen US-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom längerfristige Remissionen erzielt. MDV3100 ist im Gegensatz zu den bisherigen Antiandrogenen ein reiner Androgenrezeptor-Antagonist und blockiert die nukleäre Translokation des Androgenrezeptors. Er entwickelt keine agonistische Wirkung, falls es im Laufe der Behandlung zu einer Androgenrezeptor-Überexpression kommt. Ein Antiandrogenentzugseffekt wie nach Flutamid oder Bicalutamid ist nicht zu erwarten.Show moreOnkologie
16.06.2010, 22:00 Uhr
Neuer CD20-Antikörper Ofatumumab
Ofatumumab (Arzerra®) ist ein monoklonaler Antikörper gegen das Protein CD20. Er ist angezeigt für die Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die refraktär auf Fludarabin und Alemtuzumab sind. Die Zulassung wurde unter der Auflage erteilt, dass weitere Studiendaten nachgeliefert werden.Show moreChronische lymphatische Leukämie
09.06.2010, 22:00 Uhr
Ethosuximid scheint die beste Wahl zu sein
Ethosuximid und Valproinsäure sind bei der Behandlung von Kindern mit diagnostisch gesicherter Absence-Epilepsie über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten wirksamer als Lamotrigin. Zu diesem Ergebnis kam eine doppelblinde, randomisierte Studie mit zuvor unbehandelten Kindern. Ethosuximid schnitt zusätzlich bei der Messung von Aufmerksamkeitsparametern besser ab als Valproinsäure.Show moreAbsence-Epilepsie bei Kindern
09.06.2010, 22:00 Uhr
Dutasterid plus Tamsulosin für moderate bis schwere BPH
Die Fixkombination Dutasterid plus Tamsulosin (Duodart®) ist seit Ende Mai in Deutschland für die Behandlung moderater bis schwerer Symptome der benignen Prostatahyperplasie (BPH) und für die Risikoreduktion von akutem Harnverhalt und operativen Eingriffen bei Patienten mit moderaten bis schweren BPH-Symptomen zugelassen. Die europäische Zulassung erfolgte bereits Ende März 2010. Ab 15. Juni wird das Duo nun auf dem Markt erhältlich sein.Show moreBenigne Prostatahyperplasie
09.06.2010, 22:00 Uhr
Hoffnungsvolle Therapieoption gegen Sepsis
Jedes Jahr erkranken weltweit etwa 20 Millionen Menschen an einer Sepsis. Als Folge einer bakteriellen Infektion gerät das Immunsystem außer Kontrolle und es kommt zu einer komplexen systemischen Entzündungsreaktion des Organismus. Die Therapiemöglichkeiten sind bislang begrenzt, und bis zu 50% der Patienten sterben. Wissenschaftler haben jetzt im Tierversuch einen neuen Weg zur Bekämpfung von Blutvergiftungen aufgezeigt: durch Blockierung eines spezifischen Enzyms, das während der Entzündung verstärkt aktiviert wird, wurde die Sterberate deutlich gesenkt.Show moreAus der Forschung
09.06.2010, 22:00 Uhr
RANK-Inhibitor Denosumab reduzierte das Frakturrisiko
Die europäischen Behörden haben dem vollhumanen monoklonalen Antikörper Denosumab (Prolia®) die Zulassung erteilt. Er ist indiziert zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko und zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine hormonablative Therapie (Androgendeprivation) bei Männern mit Prostatakarzinom und erhöhtem Frakturrisiko. Denosumab wird zweimal jährlich subkutan injiziert.Show moreNeuer Wirkstoff zugelassen
02.06.2010, 22:00 Uhr
Gesund zum Fußball-WM-Titel: Achten Sie auf Ihr Herz!
Emotionale Aufregung kann zu Herzproblemen führen. Dass dies auch für Fußballspiele zutrifft, hat eine während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland durchgeführte Studie untersucht. Sie zeigte, dass an den Tagen, an denen die deutsche Nationalmannschaft spielte, das Risiko für ein akutes kardiales Ereignis deutlich erhöht war.Show moreFussballweltmeisterschaft
02.06.2010, 22:00 Uhr
Metaanalyse zum Therapieansatz Lp-PLA2 -Hemmung
Ergebnisse einer Metaanalyse zeigen, dass hohe Konzentrationen des Entzündungsmarkers Lp-PLA2 (Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2) mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und vaskulär bedingte Todesfälle verknüpft sind. Daher ist dieses Enzym ein interessantes Target für die Entwicklung von Arzneistoffen zur Prävention vaskulär bedingter Erkrankungen.Show moreAtherosklerose
02.06.2010, 22:00 Uhr
Neuer Alpha-1-Rezeptor-Antagonist Silodosin
Silodosin (Urorec) ist ein neuer selektiver Alpha-1A-Adrenorezeptor-Antagonist. Er ist bei Männern zur Behandlung der Anzeichen und Symptome einer benignen Prostatahyperplasie indiziert. Eine Blockade der Alpha-1A-Adrenorezeptoren in Prostata, Harnblase, Blasenhals und in der prostatischen Harnröhre bewirkt dort eine Entspannung der glatten Muskulatur und so eine Verminderung des Blasenauslasswiderstands.Show moreBenigne Prostatahyperplasie
02.06.2010, 22:00 Uhr
Pharmakotherapie psychotischer Störungen
Neuroleptika unterscheiden sich weniger in ihrem antipsychotischen Wirkprofil als in ihrer Wirkstärke und ihren Nebenwirkungen. Die Verordnung eines Neuroleptikums orientiert sich daher an der schnellen Aufsättigung, am Risikoprofil für motorische Dysfunktionen oder am Risiko für vegetativmetabolische Nebenwirkungen.Show more
02.06.2010, 22:00 Uhr

Wenn die Lebensmaßstäbe verrückt sind
Schizophrene und wahnhafte Erkrankungen sind komplexe psychiatrische Störungen, bei denen inhaltliche oder formale Denkstörungen wie Wahn oder desorganisierte Sprache das Krankheitsbild charakterisieren. Dazu kommt eine hohe Komorbidität von somatischen Erkrankungen. Die chronischen Krankheitsverläufe erfordern eine jahre- oder jahrzehntelange Pharmakotherapie mit Antipsychotika (Neuroleptika). Ein besonderes Problem dieser Arzneistoffe ist die Auslösung von motorischen und vegetativen Störungen. | Von Thomas Herdegen
Show moreSchizophrenie
02.06.2010, 22:00 Uhr
Erhöhtes Risiko für Knochenbrüche bei Frauen unter PPI?
Die langfristige Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) kann möglicherweise das Risiko von Frakturen an Hüfte, Handgelenk und Wirbelsäule erhöhen. Nach der Auswertung mehrerer Beobachtungsstudien kommt die amerikanische Food and Drug Administration FDA zu dieser Einschätzung und nimmt einen entsprechenden Warnhinweis in die Fachinformation auf.Show moreFDA-Warnung
02.06.2010, 22:00 Uhr
Neuroleptika
Neuroleptika (Antipsychotika, major tranquilizer) sind die einzigen Wirkstoffe zur Therapie von Psychosen wie der Schizophrenie. Neuroleptika hemmen entweder die D2 -Rezeptoren oder noch zusätzlich die 5-HT2 -Rezeptoren. Sie verändern die synaptische Signalübertragung entweder von Dopamin allein oder von Dopamin plus Serotonin.Show more02.06.2010, 22:00 Uhr
Leberschäden unter Orlistat?
Die FDA hat die Aufnahme neuer Sicherheitshinweise in die Fachinformationen von Orlistat hinsichtlich möglicher Lebertoxizität angeordnet. Im August 2009 war man auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Orlistat und Leberschäden aufmerksam geworden. Die anschließende Auswertung der verfügbaren Daten aus präklinischen, klinischen und Postmarketingstudien aus dem Zeitraum April 1999 bis August 2009 führte jetzt zu diesen erweiterten Sicherheitshinweisen.Show moreFDA-Sicherheitshinweis
02.06.2010, 22:00 Uhr
Verbesserter Therapieerfolg mit Telaprevir
Für Hepatitis-C-Patienten, die auf eine Standardbehandlung nicht mehr ansprechen, gibt es eine neue, vielversprechende Therapieoption. Wie in einer aktuellen Studie gezeigt wurde, erhöht die zusätzliche Gabe des Protease-Inhibitors Telaprevir die Heilungsraten.Show moreHepatitis C
02.06.2010, 22:00 Uhr
Schizophrenie
Der Begriff Schizophrenie leitet sich vom griechischen schizo = spalten und phren = Zwerchfell ab, da die alten Griechen den Sitz der Seele im Oberbauch lokalisierten (gegenwärtig noch in den "gut feelings" trivialisiert). Er soll die Zerrissenheit von Fühlen und Denken beschreiben. Der Einsatz von Neuroleptika als Arzneistoffe gegen eine persönlichkeitsumfassende Störung leitet sich seinerseits ab von neurolep = das Gehirn ergreifend. Die unter dem Begriff Schizophrenie zusammengefassten Störungsbilder haben eine vielschichtige Begriffsgeschichte, die – ähnlich derjenigen der affektiven Störungen – die verschiedenen Krankheitsbilder, pathogenetischen Konzepte und Verlaufsformen wiedergeben.Show more02.06.2010, 22:00 Uhr
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