Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
ASS in der Primärprophylaxe bisher ohne Nutzen
Für Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung oder nach Herzinfarkt und Schlaganfall ist eine dauerhafte Sekundärprophylaxe mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (low dose ASS) etabliert. Doch welche Intervention kann verhindern, dass Patienten dieses gefährliche Krankheitsstadium erreichen? Eine schottische Studie untersucht nun den Nutzen von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure bei nicht-symptomatischen Patienten, bei denen aber aufgrund eines erniedrigten Knöchel-Arm-Index ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen festgestellt wurde.Show moreKardiovaskuläre Erkrankungen
14.07.2010, 22:00 Uhr
Pseudoephedrin bald verschreibungspflichtig?
Das Sympathomimetikum Pseudoephedrin ist bislang nicht verschreibungspflichtig. Da es zunehmend missbräuchlich zur Herstellung des Betäubungsmittels Metamphetamin eingesetzt wird, wurde vom Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim BfArM am 6. Juni 2010 empfohlen, Packungen, deren Gesamtgehalt 720 mg Pseudoephedrin überschreitet, der Verschreibungspflicht zu unterstellen.Show moreRhinopront® Kombi und Reactine®
Duo
14.07.2010, 22:00 Uhr
Vitamin A verbessert die kindliche Lungenfunktion
Bei einem mütterlichen Vitamin-A-Mangel kann eine pränatale Substitution die kindliche Lungenreifung stärken. Eine mögliche Konsequenz hieraus ist die Vitamin-A-Substitution in Gebieten mit schlechter Nahrungsmittelversorgung, um die Gesundheit der Kinder langfristig zu verbessern.Show moreSchwangerschaft
14.07.2010, 22:00 Uhr
Nur noch einmal täglich inhalieren mit Indacaterol
Das lang wirksame Beta-Sympathomimetikum Indacaterol, das seit Januar 2010 auf dem Markt ist, wird von Takeda Pharma unter dem Präparatenamen Hirobriz® Breezhaler® seit Mitte Juni vertrieben. Indacaterol lässt sich mit der Formel 1/5/24 charakterisieren: Die einmal tägliche Applikation führt innerhalb von fünf Minuten zu einer signifikanten Bronchodilatation, die über 24 Stunden anhält.Show moreCOPD
14.07.2010, 22:00 Uhr
Erhöhte Fehlbildungsraten unter Valproinsäure
Die Einnahme von Valproinsäure während den ersten Schwangerschaftsmonaten erhöht das Risiko für mehrere kindliche Fehlbildungen. Zu diesem Ergebnis kam eine umfangreiche, aktuell publizierte Datenanalyse.Show moreAntiepileptika während der Schwangerschaft
07.07.2010, 22:00 Uhr
Profitieren Prostatakrebspatienten von Statinen?
Vieles deutet darauf hin, dass Statine das Wachstum von Prostatakarzinomzellen hemmen können. Schon länger wird diskutiert, ob sich ein solcher Effekt zur Prophylaxe nutzen lässt. Jetzt liefert eine Studie ein weiteres Indiz dafür, dass nach einer Prostatektomie das Rezidivrisiko durch Statinbehandlung zu senken ist.Show moreFortgeschrittenes Prostatakarzinom
07.07.2010, 22:00 Uhr
Denosumab hemmt die Osteoklastenaktivität
Mit dem humanen monoklonalen Antikörper Denosumab (Prolia®) ist der erste RANK-Ligand-Inhibitor zur Therapie von Knochenschwund auf dem Markt. Ähnlich wie das physiologische Osteoprotegerin hemmt es den RANK-Ligand und verhindert so die Aktivierung der Osteoklasten und dadurch sowohl die Knochenresorption im kortikalen als auch im trabekulären Knochen. Ein wesentlicher Vorteil: Es muss nur zweimal jährlich subkutan injiziert werden.Show moreNeues Prinzip bei Osteoporose
07.07.2010, 22:00 Uhr
Adjuvante Chemotherapie verbessert Prognose
Magenkrebspatienten, deren Karzinom operativ entfernt wurde, profitieren von einer adjuvanten Chemotherapie, was verlängerte krankheitsfreie Zeiten und eine erhöhte Gesamtüberlebenszeit zeigen. Diese Ergebnisse wurden in einer aktuell publizierten Metaanalyse ermittelt.Show moreMagenkarzinom
07.07.2010, 22:00 Uhr
Schmerzen bei Bandscheibenvorfall durch Immunreaktion
Bislang war man davon ausgegangen, dass der Druck, den die bei einem Bandscheibenvorfall austretende Substanz auf die Nerven ausübt, auch die heftigen Schmerzen verursacht. Offensichtlich ist aber eher eine massive Immunreaktion für diese Schmerzen verantwortlich. Das konnte jetzt durch Vergleich von gesundem und erkranktem Gewebe gezeigt werden.Show moreBandscheibenvorfall
07.07.2010, 22:00 Uhr
Nicht-medikamentöse Maßnahmen mehr einsetzen
Patienten mit Morbus Parkinson leiden nicht nur in den Off-Zeiten. Sie sind rund um die Uhr durch ihre Krankheit beeinträchtigt. Eine kontinuierlich wirksame medikamentöse Therapie ist deshalb unabdingbar. Sie sollte aber durch nicht-medikamentöse Maßnahmen ergänzt werden. Was Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie leisten können, zeigte ein Besuch des Zentrums für Parkinson-Therapie am St. Joseph-Krankenhaus in Berlin-Weißensee.Show moreMehr Lebensqualität für Parkinson-Patienten
07.07.2010, 22:00 Uhr
UV-A-Strahlung schädigt irreversibel DNA in Melanozyten
Eine Schädigung der DNA der Melanozyten durch UV-A-Exposition kann der Entwicklung von bösartigem Hautkrebs vorausgehen. Auch waren die Melanozyten nicht in der Lage, die geschädigte DNA zu reparieren. In einem vergleichenden Versuch wurden normale Hautzellen durch UV-A-Strahlung hingegen nicht geschädigt.Show moreAus der Forschung
07.07.2010, 22:00 Uhr
Paroxetin und Fluoxetin bei Tamoxifentherapie meiden
Jetzt empfiehlt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Tamoxifen nicht zusammen mit Paroxetin und Fluoxetin zu verordnen. Bei bestehender Behandlung wird ein Therapiewechsel empfohlen. Hintergrund ist das Ergebnis einer kürzlich publizierten Kohortenstudie, nach der Paroxetin die Wirkung von Tamoxifen herabsetzen und die Brustkrebssterblichkeit erhöhen kann (s. a. DAZ 2010, Nr. 7, S. 44).Show moreBfArM
07.07.2010, 22:00 Uhr
Pazopanib: neuer Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor
Als Fortschritt in der Therapie des Nierenzellkarzinoms gilt die zielgerichtete Therapie mit Multi-Tyrosinkinase-Inhibitoren. Nun wurde mit Pazopanib (Votrient®) ein Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation mit Auflagen zugelassen. Er blockiert die Rezeptor-Tyrosinkinasen VEGF-R 1,2 und 3, PDGF-R und c-KIT und unterbindet so Tumorwachstum und Tumorangiogenese. Indiziert ist er für die First-line-Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom und als Second-line-Therapie nach vorangegangener Zytokingabe.Show moreFortgeschrittenes Nierenzellkarzinom
30.06.2010, 22:00 Uhr
M. tuberculosis: Neuer Wirkstoff hemmt Zellwandbildung
Die Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch. Zahlreiche Stämme des wichtigsten Erregers Mycobacterium tuberculosis haben gegen Antibiotika bereits Resistenzen entwickelt, und selbst die kostenaufwändige Standardtherapie gegen eine unkomplizierte Tuberkulose beginnt heute mit einer komplexen Vierfachkombination. Seit Jahren wurde zudem kein neues Antituberkulotikum entwickelt. Würzburger Wissenschaftler haben jetzt einen neuen Wirkstoff synthetisiert, der die Zellwandbildung des Bakteriums hemmt.Show moreAus der Forschung
30.06.2010, 22:00 Uhr
„Kein Hinweis auf erhöhte Tumorhäufigkeit“
Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizininischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Dresden und geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) hatte schon im vergangenen Jahr die IQWiG/AOK-Studie (Hemkens LG et al.) heftig kritisiert und von Datenmanipulation gesprochen (s. a. DAZ 30/2009 S. 32 – 34). Nachfolgend stellt er die neue Fall-Kontroll-Studie zu Tumorneuerkrankungen unter Insulinen vor und erläutert, warum die Ergebnisse seiner Meinung nach den Krebsverdacht für Insulin Glargin sogar entkräften.Show moreStellungnahme zu Krebsrisiko unter Insulinen
30.06.2010, 22:00 Uhr
Neues Indiz für Krebsrisiko unter Insulin Glargin?
Vor einem Jahr hatten in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlichte Beobachtungsstudien den Verdacht aufkommen lassen, dass sich unter dem Insulin-Analogon Insulin Glargin (Lantus®) das Krebsrisiko erhöht. Nun wurde eine neue Fall-Kontroll-Studie publiziert [1], die für weiteren Diskussionsstoff sorgt.Show moreNeue Studie
30.06.2010, 22:00 Uhr
Nur ein paar Pickel? Gut beraten bei Akne
Nach den Therapieempfehlungen der Deutschen Dermatologischen GesellschaftVon Kirsten Lennecke
"Mein Sohn hat so viele Pickel. Das ist ihm so unangenehm. Er mag gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Da gibt es doch bestimmt eine geeignete Hautpflege. Können Sie mir etwas empfehlen?" Das können wir sicherlich. Wichtig ist, als erstes abzuklären, ob es sich bei den Hautproblemen des Sohnes tatsächlich nur um ein paar Pickel handelt oder ob er unter Akne leidet, die konsequent und effektiv behandelt werden kann.
Show more30.06.2010, 22:00 Uhr
Die Krankheit der 1000 Gesichter
Gehbehinderung und sensible Störungen prägen das öffentliche Bild der multiplen Sklerose. Jedoch können vielfach auch früh Fatigue und Depressionen auftreten, die sich negativ auf die Kognition und die Lebensqualität auswirken. Das erleben viele Patienten als beeinträchtigender als die motorischen Störungen. Eine frühe Therapie und unterstützende Programme können unter Umständen die Progression verzögern.Show moreMultiple Sklerose
30.06.2010, 22:00 Uhr
Krebs durch chronische Entzündungsreaktion?
Entzündungsreaktionen sind Ausdruck eines aktivierten Immunsystems und können dazu beitragen, der Entstehung von Tumoren entgegenzuwirken. Aber chronische Entzündungen können einer Krebsentstehung den Weg bahnen. Gut dokumentiert ist dies vor allem im Gastrointestinaltrakt.Show moreGastrointestinaltrakt
30.06.2010, 22:00 Uhr
Lapatinib zur First-line-Kombinationstherapie
Die Europäische Zulassungsbehörde hat jetzt die Kombination von Lapatinib (Tyverb®) mit einem Aromatasehemmer für die Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem metastasiertem Brustkrebs, deren Tumore ErbB2 (HER2) überexprimieren und die derzeit nicht für eine Chemotherapie vorgesehen sind, zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
30.06.2010, 22:00 Uhr
„Die Sicherheit ist nicht erwiesen!“
Prof. Dr. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zeichnet sich als Koautor mitverantwortlich für die vor einem Jahr veröffentlichte IQWiG/AOK-Studie, in der ein dosisabhängiges Krebsrisiko unter Insulin Glargin festgestellt worden war. Im Gespräch mit der DAZ erläutert er, warum aus seiner Sicht auch vor dem Hintergrund neuer Daten keine Entwarnung gegeben werden kann.Show moreDAZ-Interview
30.06.2010, 22:00 Uhr
Zulassung für Fingolimod bei schubförmiger MS beantragt
Mit dem Sphingosin-1-Phosphat(S1P)-Rezeptor-Modulator Fingolimod kann die zerstörerische Wirkung autoaggressiver Lymphozyten in Gehirn und Rückenmark gehemmt werden. Klinische Studien zeigen bei schubförmiger multipler Sklerose eine Reduktion der jährlichen Schubrate im Vergleich zu Placebo um 50 bis 60% und eine Überlegenheit gegenüber intramuskulär appliziertem Interferon-beta-1a. Fingolimod (in den USA vorgesehener Handelsname Gilenia®) befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren in den USA und Europa.Show moreNeues aus der MS-Forschung
30.06.2010, 22:00 Uhr
Antidepressiva bei neuropathischen Diabetesfolgen
Diabetes mellitus geht nicht nur auf die Gefäße, sondern auch auf die Nerven. Bis zu 50% der Diabetiker entwickeln eine diabetische Polyneuropathie, die schmerzhaft sein kann. Oft zieht sie Schlafstörungen und psychische Erkrankungen nach sich. Weil die Nervenschädigung pathomechanistisch weit oben steht, spielen – ungeachtet ihrer Indikationsbezeichnung – Antikonvulsiva und Antidepressiva eine wichtige Rolle in der Diabetestherapie. Ein Symposium beim Diabeteskongress beleuchtete Eignung und Unterschiede der Wirkstoffe.Show moreDiabetes mellitus
23.06.2010, 22:00 Uhr
Lupus: Molekularbiologische Zusammenhänge nachgewiesen
Wissenschaftler der Universität Münster haben erstmals gezeigt, wie bestimmte Moleküle zur Entwicklung einer systemischen Autoimmunität beitragen können. An einem Mausmodell und dann durch Untersuchungen an Patienten wurde die entscheidende Rolle von zwei Proteinen bei der Entstehung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) nachgewiesen [1]. Diese Ergebnisse könnten Grundlage neuer Therapieansätze für den SLE, aber auch andere Autoimmunerkrankungen sein, die auf ähnliche Mechanismen zurückzuführen sind.Show moreAutoimmunerkrankungen
23.06.2010, 22:00 Uhr
„Keine routinemäßige Ezetimib-Verordnung!“
Die in der Vergangenheit veröffentlichten Studien zu Ezetimib (Ezetrol®, Inegy®) haben mehr Fragen als Antworten aufgeworfen und Zweifel an dem Nutzen des Cholesterinsenkers hervorgerufen. Neuen Auftrieb hat die Diskussion durch eine vor Kurzem im European Heart Journal veröffentlichte Studie erhalten, nach der Ezetimib die proatherogenen LDL-Subfraktionen erhöht (s.a. DAZ 24/2010, S. 35). Wir haben mit Prof. Dr. Heiner Berthold vom Interdisziplinären Stoffwechselzentrum der Charité Berlin und Coautor der Studie über die Bedeutung dieser Ergebnisse gesprochen. Wir wollten wissen, welche Konsequenzen für die Praxis zu ziehen sind. Ist der Einsatz von Ezetimib noch zu rechtfertigen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?Show moreDAZ-Interview
23.06.2010, 22:00 Uhr
Bereichert Lasofoxifen die Therapie?
Im Arsenal der Wirkstoffe zur Therapie der Osteoporose hat der selektive Estrogenrezeptor-Modulator (SERM) Raloxifen mittlerweile einen festen Stellenwert. Durch die Interaktion mit verschiedenen Estrogenrezeptoren im Körper entfalten SERM neben der Hemmung des Knochenabbaus eine Vielzahl an Wirkungen. Ein weiterer SERM ist Lasofoxifen, das versucht in den Kreis der etablierten Substanzen aufzusteigen. Eine Studie untersuchte den Einfluss auf das Frakturrisiko, das Risiko für Brustkrebs und für kardiovaskuläre Erkrankungen.Show moreOsteoporosetherapie
23.06.2010, 22:00 Uhr
Erhöhtes Krebsrisiko unter Sartanen?
Einer soeben erschienen Metaanalyse zufolge scheinen Sartane das Krebsrisiko geringfügig zu erhöhen. Da die Patienten überwiegend mit Telmisartan (Micardis®, Kinzalmono®) behandelt worden waren, lastet der Verdacht in besonderem Maße auf diesem Angiotensin-II-Rezeptorblocker. Der Hersteller Boehringer Ingelheim sieht keine Gefahr. Eine interne Sicherheitsanalyse zeige kein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen unter Telmisartan.Show moreAngiotensin-II-Rezeptorblocker
23.06.2010, 22:00 Uhr
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