Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Sind zehn Tage Gestagensubstitution zu wenig?
Bei Hormonersatzpräparaten mit einem Gestagenzusatz für nur zehn Tage ist nicht ausreichend belegt worden, dass die endometriale Sicherheit vergleichbar gut gewährleistet ist wie bei einer für mindestens zwölf Tage vorgesehenen Gestagensubstitution. Deshalb soll nach der Entscheidung des BfArM in Zukunft auf diese Problematik in den Fach- und Gebrauchsinformationen entsprechender Hormonersatzpräparate wie Climen® , CycloÖstrogynal® und Sisare® hingewiesen werden.Show moreHormonersatztherapie
01.09.2010, 22:00 Uhr
Bisphosphonate erhöhen Krebsrisiko nicht
Der Gebrauch von oralen Bisphosphonaten in der Osteoporosetherapie ist in den letzten Jahren weltweit stark gestiegen. Während Ösophagitis eine bereits seit Langem bekannte Nebenwirkung der Bisphosphonate darstellt, deuteten jüngste Berichte sogar auf einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Bisphosphonaten und der Entstehung von Speiseröhrenkrebs hin. Belastbare Studien fehlten jedoch bislang. Die Auswertung von über 80.000 Patientendaten ergab nun, dass die Bisphosphonat-Therapie nicht mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergeht.Show moreOsteoporose
01.09.2010, 22:00 Uhr
HDL-Cholesterin als Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. Als ein effektiver Therapieansatz gilt die Einnahme von Statinen, die LDL-Cholesterin reduzieren können und so die Morbidität und Mortalität von kardiovaskulären Erkrankungen senken. Mit der JUPITER-Studie sollte der vorbeugende Effekt eine Statineinnahme bei kardiovaskulär unauffälligen und nicht an Diabetes erkrankten Probanden ermittelt werden. Die Zweitauswertung der Daten ergab keinen Zusammenhang zwischen HDL- bzw. LDL-Spiegel und einem kardiovaskulären Ereignis.Show moreZweitauswertung der JUPITER-Daten
01.09.2010, 22:00 Uhr
Vorzeitiger Studienabbruch unter Rimonabant
Die Hoffnung, durch Rimonabant das kardiovaskuläre Risiko adipöser Patienten zu senken, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Eine Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da unter der Rimonabant-Einnahme vermehrte Selbsttötungen registriert wurden.Show moreCannabinoid-1-Rezeptor-Antagonist
01.09.2010, 22:00 Uhr
Risikopatienten: Blutfette sind meistens schlecht eingestellt
Vier von fünf Hochrisikopatienten in Deutschland erreichen trotz Behandlung mit einem Statin bei mindestens einem Lipidparameter die Werte nicht, die nach den Leitlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften anzustreben wären. Über 40% weisen mehr als eine Ziel- oder Normwertabweichung auf.Show moreDyslipidämie
01.09.2010, 22:00 Uhr
Pandemrix® unter Narkolepsie-Verdacht
Schweden und Finnland haben vor Kurzem über ein gehäuftes Auftreten von Narkolepsiefällen bei Jugendlichen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung von Pandemrix® berichtet und damit die Überwachungsbehörden auf den Plan gerufen. In Finnland wurde daraufhin die Aussetzung der Impfung mit Pandemrix® empfohlen. In Deutschland hatte die STIKO die speziellen Empfehlungen zur pandemischen Influenza zurückgezogen, weil der in den Pandemie-Impfstoffen enthaltene Virusstamm jetzt in den saisonalen Grippeimpfstoffen berücksichtigt ist.Show morePandemie-Impfstoffe
01.09.2010, 22:00 Uhr
Nalfurafine – neuer Therapieansatz bei urämischem Pruritus
Mit Nalfurafine könnte bald ein neuer Wirkstoff zur Linderung des chronischen Juckreizes von Dialysepatienten zur Verfügung stehen. Das Morphinderivat ist ein κ-Opioid-Rezeptoragonist und greift zentral in den Ablauf des urämischen Pruritus ein. Zwei schwedische Studien konnten die Wirksamkeit bei Dialysepatienten belegen. In Japan wird Nalfurafine bereits als orales Therapeutikum unter dem Namen Remitch® bei Hämodialysepatienten eingesetzt.Show moreAus der Forschung
01.09.2010, 22:00 Uhr
Infarkte vermeiden durch Pneumokokkenimpfung?
Atemwegsinfektionen, vor allem durch Influenzaviren und Pneumokokken, zählen zu den Triggerfaktoren kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Hypothese liegt nahe, dass Influenza- bzw. Pneumokokkenimpfungen das Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko reduzieren können. Für die Influenzaimpfung konnte dies bereits mehrfach bestätigt werden. Bei der Impfung gegen Pneumokokken ist die Studienlage jedoch nach wie vor uneinheitlich.Show morePrävention kardiovaskulärer Erkrankungen
25.08.2010, 22:00 Uhr
Neue multiresistente Keime zwingen zur Achtsamkeit
Als "Superkeime" fanden neue Infektionserreger, die auch gegen die Reserve-Antibiotikaklasse der Carbapeneme resistent sind, ein breites Medienecho. Spektakulär an den Meldungen, die sich auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "The Lancet Infectious Diseases" beziehen, war vor allem die Herkunft der Bakterien und die Bedrohungsszenarien, die sich ergeben könnten. Das Robert Koch-Institut hat jetzt die Meldungen relativiert, aber auch nochmals die grundsätzliche Problematik beim Auftreten derartiger hochresistenter Keime aufgezeigt.Show moreInfektionskrankheiten
25.08.2010, 22:00 Uhr
Aktuelle Therapien für schwache Herzen
Unter chronischer Herzinsuffizienz leiden in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Zwar gab es in den letzten Jahren ein therapeutisches Umdenken bei der Behandlung der Herzschwäche, doch trotz moderner Strategien geht die Erkrankung mit einer hohen Morbidität und Mortalität einher. Was aktuelle Leitlinien zur Therapie vorschlagen und welche neuen Behandlungsansätze für die Forschung interessant sind, war einer der Schwerpunkte bei der 2. Freiburger Sommerakademie.Show moreChronische Herzinsuffizienz
25.08.2010, 22:00 Uhr
Intravitreales Dexamethason-Implantat zugelassen
Das Implantat Ozurdex® wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit Makulaödem als Folge eines retinalen Venenastverschlusses oder retinalen Zentralvenenverschlusses. Es enthält 700 µg Dexamethason und soll durch die intravitreale Arzneistoffeingabe zu einer lang anhaltenden Verbesserung der Sehschärfe führen.Show moreTherapie des Makulaödems
25.08.2010, 22:00 Uhr
Studien mit langwirksamem Exenatid
Zwei aktuelle Phase-III-Studien verglichen unterschiedliche Metformin-basierte Diabetestherapien. Die zusätzliche Gabe des Inkretinmimetikums Exenatid führte zu besseren Ergebnissen wie Kombinationen mit Sitagliptin, Pioglitazon und Insulin glargin. Die wöchentliche Gabe von Exenatid schlug sich neben einer Senkung der HbA1c -Werte auch in einer Gewichtsreduktion nieder.Show moreTyp-2-Diabetes
25.08.2010, 22:00 Uhr
Missbrauch von gebrauchten Fentanylpflastern verhindern
Die missbräuchliche Verwendung von Fentanylpflastern hat jetzt auch die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen auf den Plan gerufen. In einer Mitteilung fordert sie dazu auf, die Pflaster nicht über den Hausmüll zu entsorgen und schlägt Alternativen vor.Show moreArzneimittelsicherheit
18.08.2010, 22:00 Uhr
Gezielter Wirkstofftransport in Nanopartikeln
Münchener Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, den Wirkstoff Colchicin in konzentrierter Form mithilfe von Nanopartikeln direkt in Zellen einzuschleusen. Als Grundlage dienten winzige Silikatpartikel mit einem Durchmesser von rund 50 Nanometern. Die Partikel sind in dieser Größe klein genug, um eine Zellmembran zu durchdringen, und aufgrund ihrer porösen Struktur können Wirkstoffe wie Colchicin gut absorbiert werden.Show moreKrebstherapie
18.08.2010, 22:00 Uhr
Konsequente Therapie kann Haarausfall stoppen
Rund 50% der Männer sind während ihres Lebens von einer androgenetischen Alopezie betroffen, aber auch 10 bis 20% der Frauen. Haarausfall, primär als psychisch-ästhetisches Problem wahrgenommen, kann auch handfeste Folgen haben. Bei gelichtetem Schädel steigt die Gefahr chronischer Lichtschäden der Kopfhaut. Ein Grund mehr für eine wirksame Therapie, für die es nach modernen Maßstäben nur zwei Wirkstoffe gibt. Jedoch haben auch "unterstützende" Ansätze ihre Berechtigung. In jedem Fall soll der Kunde wissen: Kein Mittel bewirkt Wunder.Show moreAndrogenetische Alopezie
18.08.2010, 22:00 Uhr
Was können Fibrate?
Nachdem mehrere klinische Studien die kardiovaskulären Eigenschaften von Fibraten unterschiedlich beurteilt haben, wurde zur Klärung der Daten eine Metaanalyse durchgeführt. Ihr Fazit: Fibrate können das Risiko für koronare Ereignisse reduzieren. Von einer Fibrat-Therapie scheinen vor allem Hochrisikopatienten mit kombinierter Dyslipidämie zu profitieren.Show morePrävention kardialer Erkrankungen
18.08.2010, 22:00 Uhr
Die Pandemie ist vorbei, das Virus zirkuliert weiter
Die WHO hat am 10. August 2010 die Neue-Grippe-Pandemie für beendet erklärt. Schon im Vorfeld hatte die STIKO entsprechende Impfempfehlungen aufgehoben und darauf verwiesen, dass der für die Pandemie verantwortliche Influenza-Erreger A(H1N1)v-2009 in den neuen saisonalen Grippeimpfstoffen berücksichtigt ist. Eine Impfung gegen die saisonale Grippe wird jetzt erstmals auch für Schwangere empfohlen. Für sie wird das Risiko für schwere Verläufe als besonders hoch eingestuft.Show moreInfluenza-Schutzimpfung
18.08.2010, 22:00 Uhr
Geringes kardiovaskuläres Risiko durch HbA1c -Werte < 6,0%?
Die in den USA durchgeführte ACCORD-Studie hatte das Ziel zu klären, ob das kardiovaskuläre Risiko für Typ-2-Diabetiker durch eine konsequente Einstellung auf einen HbA1c -Wert von unter 6% im Vergleich zur derzeitigen Standardtherapie mit dem Ziel eines HbA1c -Werts von unter 7,5% gesenkt wird. Von besonderem Interesse sind die Ergebnisse, weil zu Beginn der Studie vor rund fünf Jahren in den Leitlinien der amerikanischen Diabetesgesellschaft ein HbA1c -Wert von unter sieben empfohlen wurde.Show moreACCORD-Studie
18.08.2010, 22:00 Uhr
Entscheidend ist, wie der Patient die Therapie erlebt
Nicht die Lungenfunktion ist der zentrale Maßstab bei der Bewertung der Behandlungsqualität bei Asthma und COPD. Wichtiger ist das Patient Reported Outcome, also das, was der Patient unter der Therapie erlebt und beim Befragen als sein Befinden berichtet.Show moreChronische Atemwegserkrankungen
18.08.2010, 22:00 Uhr
Testosteron schadet dem Herz
Nehmen ältere Männer das Sexualhormon Testosteron ein, stärkt dies nicht nur die Muskeln, sondern birgt auch Gefahren für Herz und Kreislauf – bis hin zum Herzinfarkt. Das zeigte die TOM-Studie (Testosterone in Older Men with Mobility Limitations), die jetzt wegen dieser alarmierenden Ergebnisse abgebrochen wurde.Show moreSexualhormone
18.08.2010, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz mit PARP-Inhibitoren
Bei einer prognostisch ungünstigen Subgruppe von Mammakarzinomen wurden in ersten Untersuchungen mit einer neuen Substanzklasse, den PARP-Inhibitoren, positive Ergebnisse erzielt. Studien in der adjuvanten und metastasierten Situation werden derzeit in Deutschland initiiert.Show moreMammakarzinom
11.08.2010, 22:00 Uhr
Nur positive Ergebnisse sind gute Ergebnisse?
Wenn man die Auswertung der Bostoner Arbeitsgruppe um Florence Bourgeois zusammenfasst, die das Studienregister ClinicialTrials.gov bezüglich fünf Wirkstoffgruppen untersucht hat, sind für veröffentlichte herstellerfinanzierte Studien positive Ergebnisse charakteristisch. Dabei sollte durch das Studienregister verhindert werden, dass Studien mit einem negativen Ausgang von den Herstellern nicht veröffentlicht werden und so das Gesamtbild verzerrt wird.Show moreStudienregister
11.08.2010, 22:00 Uhr
PPI als Risikofaktor für erneute Clostridium difficile-Infektion
Clostridium difficile ist ein nosokomialer Problemkeim. Für die Infektion typisch ist eine mit heftigen Durchfällen verbundene Darmentzündung, die auch als Clostridium difficile-assoziierte Diarrhoe (CDAD) bezeichnet wird. Zur Behandlung der Erkrankung, die auf eine vollständige Beseitigung der auslösenden Ursache zielt, werden häufig Protonenpumpenhemmer und die Kombination von zwei Antibiotika eingesetzt. Wissenschaftler aus Südkorea zeigten jetzt, dass die PPI-Gabe überdacht werden sollte, da sie mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten der Durchfallerkrankung verbunden sein kann.Show moreProtonenpumpenhemmer
11.08.2010, 22:00 Uhr
Fructose kann das Wachstum von Krebszellen anregen
Der Kohlenhydratstoffwechsel nimmt eine Schlüsselstellung bei der Krebsentstehung ein. Es ist bereits häufig vermutet worden, dass Zucker das Wachstum von Krebszellen anregen können. In diesem Zusammenhang galt das Interesse bislang vor allem der Rolle von Glucose. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass auch Fructose Krebszellen "füttern" kann. Die Aktivierung eines spezifischen Stoffwechselwegs durch Fructose kann zumindest die Bildung von Pankreaskarzinomen fördern.Show moreAus der Forschung
11.08.2010, 22:00 Uhr
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