Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Abwehrpeptid der Haut stoppt Entzündungsreaktion
Rund zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an Psoriasis. Einen neuen Mechanismus, der zu den Hautentzündungen bei der Erkrankung führt, haben Wissenschaftler der Universität München jetzt aufgeklärt. Interleukin 1β (IL-1β) spielt bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Die Aktivierung des Signalmoleküls verläuft über bestimmte Faktoren, die nur in Keratinozyten von Psoriasis-Läsionen, nicht aber in gesunder Haut nachgewiesen wurden. Ein besonderes Peptid der Haut kann diesen Prozess jedoch stoppen und eröffnet damit eine neue Therapieoption.Show morePsoriasis
25.05.2011, 22:00 Uhr
Schmerzen, Schmerzmittel und das kardiale Risiko
In einer soeben erschienenen dänischen Kohortenstudie wurde der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Einnahme von NSAIDs nach einem Myokardinfarkt auf das Reinfarktrisiko hat. Das Ergebnis: schon eine kurzzeitige NSAID-Anwendung (1 bis 7 Tage) kann das Risiko für einen erneuten Herzinfarkt und das Sterberisiko geringfügig erhöhen. Der Pharmakologe Prof. Dr. Thomas Herdegen, Kiel, hat die Studie zum Anlass genommen, die Datenlage zu kardiovaskulären Risiken von COX-Inhibitoren näher zu beleuchten und kritisiert Berichte, die pauschal titeln: „Schmerzmittel können Herzinfarkt auslösen“.Show moreKommentar
25.05.2011, 22:00 Uhr
LDL-Cholesterol: Je tiefer desto besser?
Statine führen unabhängig von den Ausgangswerten des Patienten zu einer Reduktion des LDL-Cholesterols und zu einer Abnahme des kardiovaskulären Risikos. Daher sollten vor allem Risikopatienten eine intensivierte Therapie mit potenten Statinen erhalten, so das Resümee einer Metaanalyse.Show morePrävention kardiovaskulärer Erkrankungen
25.05.2011, 22:00 Uhr
Protease-Inhibitor Boceprevir in den USA zugelassen
Erwartungsgemäß ist Boceprevir (Victrelis®) nach Abschluss erfolgreicher Studien von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zur Behandlung der chronischen Hepatitis C jetzt zugelassen worden. Die Anwendung gilt für Patienten mit bestehender Leberfunktion und in Kombination mit der jetzigen Standardtherapie aus Peginterferon α und Ribavirin. In Europa hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA in seiner Sitzung vom 16. bis 19. Mai 2011 empfohlen, Boceprevir für die Behandlung von Patienten mit Hepatitis C zuzulassen.Show moreHepatitis C
25.05.2011, 22:00 Uhr
Enterohämorrhagische E. coli: schwere Krankheitsverläufe
Enterohämorrhagische E. coli (EHEC) sind schon lange bekannt, in den vergangenen Jahren wurden mehrfach Infektionen gemeldet. Allerdings noch nie so viele Fälle in so kurzer Zeit wie in der vergangenen Woche: mittlerweile sind mindestens 140 Menschen infiziert, 160 Verdachtsfälle sind bekannt, der Erreger hat sich in vielen Bundesländern verbreitet. Die Häufung ist außergewöhnlich, ebenso, dass primär Erwachsene betroffen sind. Die Verunsicherung ist groß, zumal bisher auch kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden konnte.Show moreLebensgefährliches Darmbakterium
25.05.2011, 22:00 Uhr
Erhaltungstherapie mit nur einmal monatlicher Injektion
Zu einer Verbesserung der Erhaltungstherapie der Schizophrenie kann Paliperidonpalmitat, die Depotformulierung von Paliperidon, beitragen. Das neue Depot-Antipsychotikum Xeplion® muss nur einmal monatlich injiziert werden, was die Compliance der Patienten fördern kann.Show moreSchizophrenie
25.05.2011, 22:00 Uhr
Diagnostik ist das A und O für Kinder mit ADHS
Im April fiel in Berlin der Startschuss für die Informationskampagne "ADHS und Zukunftsträume", initiiert von der Shire Deutschland GmbH. Und gleich in der Auftaktveranstaltung wurde deutlich: Aufklärung ist dringend notwendig, vor allem mit Blick auf die Diagnostik. Denn viele vermeintliche "ADHS-Kinder" sind nicht hyperaktiv. Gleichzeitig wird ADHS oft nicht erkannt. Eines aber ist ADHS sicher nicht: eine Modekrankheit.Show moreInformationskampagne
25.05.2011, 22:00 Uhr
Nebenwirkungen der Analgetika und wie man sie vermeidet
Im therapeutischen Effekt, der von der Hemmung der Cyclooxygenase 2 abhängt, ähneln sich traditionelle NSAR und die selektiven COX-2-Inhibitoren. Nicht so in den Nebenwirkungen. Äquipotente Dosierung vorausgesetzt, gibt es Klassenunterschiede vor allem bei gastrointestinalen Effekten. Besondere Bedeutung hat dies für ältere Patienten mit Ulcusanamnese. Und die lang diskutierte kardiovaskuläre Sicherheit? Sie ist wahrscheinlich für alle antiphlogistischen Wirkstoffe sehr ähnlich – auch wenn eine Metaanalyse gerade den gängigen NSAR kein gutes Zeugnis ausstellt.Show moreNSAR und Coxibe
25.05.2011, 22:00 Uhr
Vitamin E hilft kaum gegen Fettleber
Eine Leberverfettung (Steatose) kann sich nicht nur bei Menschen mit hohem Alkoholkonsum entwickeln. Auch fett- und/oder zuckerreiche Ernährung führt zur übermäßigen Ansammlung von Lipiden, vor allem Triglyceriden, in den Hepatozyten. Wegen der Zunahme von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist auch die junge Generation zunehmend von derartigen Erkrankungen betroffen. Eine Studie untersuchte, ob eine Behandlung mit Vitamin E oder Metformin der Leberverfettung bei Kindern und Jugendlichen Einhalt gebieten kann.Show moreLebererkrankungen im Kindesalter
18.05.2011, 22:00 Uhr
Cabazitaxel bei hormonrefraktärem Prostatakarzinom
Das Taxel Cabazitaxel (Jevtana®) ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von Patienten mit einem hormonrefraktären metastasierten Prostatakarzinom angezeigt, die mit einem Docetaxel-basierten Therapieschema vorbehandelt sind.Show moreNeuer Mitosehemmer
18.05.2011, 22:00 Uhr
Ein einfaches Rezept gegen persistente Erreger
Persistente Erreger stellen bei zahlreichen Infektionskrankheiten ein erhebliches Problem dar. Im Gegensatz zu Mikroorganismen reduzieren Persister ihre Stoffwechselaktivitäten auf ein Minimum und sind damit einer Antibiotika-Therapie nicht zugängig, die zumeist ausschließlich gegen sich vermehrende Erreger wirksam ist. Wie US-amerikanische Wissenschaftler im Tierversuch jetzt zeigten, lassen sich diese Dauerformen durch die zusätzliche Gabe von einfachen Metaboliten, die den Stoffwechsel aktivieren, unschädlich machen.Show moreAus der Forschung
18.05.2011, 22:00 Uhr
Nachweis für Krebsschutz durch Selen fehlt
Nach wie vor ist umstritten, ob und unter welchen Bedingungen das Spurenelement Selen vor Krebs schützen kann. In einem Cochrane Review wurde daher untersucht, ob es eine Evidenz für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Selenexposition und Krebsrisiko gibt und ob eine Selensupplementation vor Krebs schützen kann. Einen eindeutigen Beleg für den Nutzen einer Supplementation in der Primärprävention von Krebs konnten die Autoren des Reviews nicht finden, potenziell schädliche Wirkungen wollten sie nicht ausschließen [1].Show moreCochrane-Review
18.05.2011, 22:00 Uhr
Erste Erfahrungen mit Asenapin bei Manie
Für die Therapie von erwachsenen Patienten mit mäßigen bis schweren manischen Episoden einer Bipolar-I-Störung liegen nun die ersten Erfahrungen mit dem neuen atypischen Antipsychotikum Asenapin (Sycrest®) vor, das Ende 2010 zugelassen wurde. Es ist ähnlich wirksam wie Olanzapin. Das Rezeptorbindungsprofil sorgt für eine gute Verträglichkeit.Show moreBipolar-I-Störungen
18.05.2011, 22:00 Uhr
Tiotropium bei COPD besser als Salmeterol?
Standardtherapeutika für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind langwirksame Bronchodilatatoren. Sie steigern die körperliche Belastbarkeit und die Lebensqualität und senken das Risiko von Exazerbationen und Krankenhauseinweisung. Leitlinien differenzieren bislang nicht zwischen den lang eingeführten Substanzen Tiotropium und Salmeterol. Das könnte sich nach den Ergebnissen der einjährigen POET-COPD-Studie ändern.Show moreCOPD-Studie
18.05.2011, 22:00 Uhr
Lopinavir verstärkt Abwehr gegen HPV-infizierte Zellen
Vor zehn Jahren wurde das Virustatikum Lopinavir gemeinsam mit dem antiviralen Wirkstoff Ritonavir als Kombinationspräparat des Herstellers Abbott unter dem Handelsnamen Kaletra® zur Therapie von HIV-Infektionen zugelassen. Beide Substanzen wirken als HIV-Proteaseinhibitoren und hemmen die Vermehrung der Viren. Lopinavir wirkt offensichtlich aber auch gegen humane Papillomaviren, von denen verschiedene Stämme für das Entstehen von Zervixkarzinomen verantwortlich sind. Den Wirkmechanismus haben britische Wissenschaftler jetzt aufgeklärt.Show moreGebärmutterhalskrebs
11.05.2011, 22:00 Uhr
Die richtige Wahl bei Nagelpsoriasis
90 Prozent der etwa zwei Millionen Psoriasispatienten in Deutschland benötigen eine medizinische Therapie. Diese suchen sie allerdings immer seltener beim Facharzt, und sie erhalten häufig keine indikationsgerechte Versorgung. Zugelassen und wirksam bei Haut- wie auch Nagelpsoriasis sind beispielsweise TNF-alpha-Inhibitoren wie Infliximab (Remicade®).Show moreDermatologie
11.05.2011, 22:00 Uhr
Retigabin verhindert Aktionspotenzialentladungen
Mit Retigabin (Trobalt®) kommt der erste Kaliumkanal-Öffner für die Behandlung der Epilepsie auf den Markt. Er ist indiziert als Zusatztherapie fokaler Krampfanfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab dem 18. Lebensjahr. Die europäische Zulassung wurde bereits Ende März 2011 erteilt. Ab Mitte Mai steht das neue Antiepileptikum in Deutschland zur Verfügung.Show moreNeues Wirkprinzip bei fokaler Epilepsie
11.05.2011, 22:00 Uhr
Schützt Vitamin D vor Krebs?
Vitamin D und seine Metaboliten sind unter anderem in der Lage, Apoptose zu induzieren und die Angiogenese zu hemmen. Ausreichend hohe Blutspiegel könnten daher vor Krebs schützen. Gestützt wird diese Hypothese durch Ergebnisse zahlreicher epidemiologischer Untersuchungen und Interventionsstudien. Wie hoch die Vitamin-D-Konzentrationen sein sollten und ob eine Vitamin-D-Supplementierung für die Prävention und Behandlung von Tumorerkrankungen sinnvoll ist, darüber sind sich die Experten noch nicht einig.Show moreTumorerkrankungen
11.05.2011, 22:00 Uhr
Kommt sie bald, die Pille für den Mann?
Vor allem eine zu geringe Zahl von Spermien im Ejakulat, deren verminderte Motilität oder ein zu hoher Anteil an fehlgeformten Samenzellen werden als Ursache für die Unfruchtbarkeit beim Mann genannt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei jedoch offensichtlich ein Regulationsmechanismus, den Homburger Wissenschaftler jetzt aufgeklärt haben. Für die Heranreifung funktionsfähiger Spermien ist eine über einen bestimmten Calciumkanal gesteuerte Erniedrigung der Calciumkonzentration in der Nebenhodenflüssigkeit zwingend notwendig.Show moreVerhütung
11.05.2011, 22:00 Uhr
Nebenwirkungen und wie man sie vermeidet
Prostanoide sind als ständig gebildete Signalmoleküle essenziell für viele physiologisch-adaptive Prozesse. Ihre Synthesehemmung provoziert daher ein charakteristisches Nebenwirkungsprofil als Folge der COX-Inhibition; dazu gesellen sich individuelle Risiken des einzelnen Wirkstoffes. Hier werden die Nebenwirkungen der COX-Inhibitoren als Klasseneffekte dargestellt; weitere wirkstoffspezifische Nebenwirkungen sind bei den einzelnen Substanzen bzw. bei Paracetamol und Metamizol beschrieben.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Hemmstoffe der Cyclooxygenasen
Die Hemmung der COX-2 vermittelt die therapeutischen Effekte, während die Nebenwirkungen gleichermaßen durch Hemmung der COX-1 und COX-2 verursacht werden. Paracetamol und Metamizol besitzen wesentliche oder hauptsächliche Effekte zusätzlich zu der COX-Hemmung.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Körperliche Aktivität kann vor Stürzen schützen
Was kann Sport in der Primär- und Sekundärprävention der Osteoporose leisten? Mit diesem Thema befasste sich ein Symposium auf dem Osteologie-Kongress. Sicher scheint zu sein: Wer körperlich trainiert ist, erleidet seltener einen Sturz. Und der kommt ja häufig vor dem Knochenbruch. Insgesamt ist die Datenlage zum Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, Frakturrisiko beziehungsweise Knochendichte aber eher unbefriedigend.Show moreOsteoporose
04.05.2011, 22:00 Uhr
5-Alpha-Reduktase-Hemmer und Alpha-Blocker kombinieren
Bei der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Urologie in Wien wurde eine Studie zur Therapie der benignen Prostatahyperplasie diskutiert, in der eine Kombination aus Tamsulosin und Dutasterid eingesetzt wurde. Die Auswertung der Vier-Jahres-Daten spricht für die Kombinationstherapie, die zu einer Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität sowie zu einer Verringerung von Komplikationen führte.Show moreTherapie der benignen Prostatahyperplasie
04.05.2011, 22:00 Uhr
Gleichwertigkeit von Ranibizumab und Bevacizumab gezeigt
Eine kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass die VEGF-A-Antikörper Ranibizumab und Bevacizumab bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) über ein Jahr gleichwertig sind. Dieser erste Direktvergleich beider Wirkstoffe war auch deshalb mit großer Spannung erwartet worden, weil das deutlich preiswertere Bevacizumab bisher nur für onkologische Indikationen zugelassen ist und sein Einsatz bei der AMD off label erfolgt.Show moreAltersbedingte Makuladegeneration
04.05.2011, 22:00 Uhr
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