Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Koronare Risiken durch Vareniclin
Der partielle Nicotinagonist Vareniclin (Champix ®) steht möglicherweise mit einem leicht erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse in Zusammenhang. Dies teilt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA mit. Der Hinweis auf das erhöhte Risiko kardiovaskulärer Ereignisse für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen muss in die Fachinformation aufgenommen werden. Show moreFDA-Warnung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Darmeinstülpungen auch bei neuen Impfstoffen
Besonders bei Kleinkindern sind Rotaviren die häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen. Derzeit stehen zwei verschiedene Rotavirus-Impfstoffe (Rotarix®, GlaxoSmithKline und RotaTeq®, Sanofi Pasteur MSD) zur Verfügung, nachdem eine Schluckimpfung (RotaShield®, Wyeth Lederle) 1999 in den USA zurückgezogen wurde. Als Nebenwirkung waren 76 Fälle von Intussuszeptionen (Darmeinstülpungen) aufgetreten. Zwei Studien zeigen entsprechende Komplikationen jetzt auch für die Impfstoffe der zweiten Generation RotaTeq® und Rotarix®.Show moreImpfung gegen Rotaviren
22.06.2011, 22:00 Uhr
Kombinationstherapie mit additiven vasoprotektiven Effekten
Sowohl Olmesartan als auch Amlodipin senken effektiv den Blutdruck und vermitteln zugleich antiatherogene Wirkungen. Die vasoprotektiven Effekte der Kombination der beiden Wirkstoffe sind aktuellen Daten zufolge deutlich ausgeprägter als bei den Einzelsubstanzen.Show moreHypertoniebehandlung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Neue Arzneimittelkombination in Phase-III-Studie
In einer aktuellen Ausgabe von Lancet werden die Ergebnisse einer Studie zur Adipositastherapie vorgestellt. Die Kombination aus Phentermin und Topiramat führte zu einer dosisabhängigen Gewichtsreduktion, die allerdings von unerwünschten Wirkungen begleitet sein kann, so dass für eine Nutzen-Risiko-Abwägung längerfristige Studien wünschenswert sind.Show moreAdipositastherapie
22.06.2011, 22:00 Uhr
Kardiale Risiken unter der Respimat® -Therapie
Eine aktuelle Metaanalyse bestätigt für die Anwendung von Tiotropium mit dem Respimat® -Inhalator eine bekannte, im Vergleich zu Placebo höhere kardiale Gefährdung. Die Therapie sollte bei Patienten mit kardialer Vorschädigung und/oder Herzrhythmusstörungen mit Vorsicht angewendet werden. Die Einschränkung gilt nicht für das Tiotropium-Inhalationspulver (Spiriva® 18 Mikrogramm).Show moreCOPD
22.06.2011, 22:00 Uhr
Integrininhibitor Cilengitide beim Glioblastom
Cilengitide (vorgesehener Handelsname Impetreve®) ist ein Integrininhibitor, der jetzt zur Erst-Linien-Therapie von Glioblastom-Patienten in Kombination mit einer Standardtherapie in einer Phase-III-Studie getestet wird.Show moreIn der Pipeline
15.06.2011, 22:00 Uhr
Alpha-Reduktasehemmer erhöhen Risiko für Prostatakarzinom
Die Food and Drug Administration (FDA) warnt davor, dass 5-Alpha-Reduktasehemmer wie Finasterid und Dutasterid das Risiko für ein Hochrisiko-Prostatakarzinom erhöhen können. Entsprechende Hinweise werden in die Fachinformationen aufgenommen.Show more
FDA-Warnung
15.06.2011, 22:00 Uhr
Lixisenatid als Zusatztherapie zu Basalinsulin
Der GLP-1-Agonist Lixisenatid (vorgesehener Handelsname Lyxumia®) befindet sich in der Entwicklungsphase und kann als Zusatztherapie zu Basalinsulin (mit oder ohne Metformin) den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern signifikant senken, ohne das Risiko für Hypoglykämien zu erhöhen. Show moreIn der Pipeline
15.06.2011, 22:00 Uhr
Negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis von Pioglitazon
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht derzeit den begründeten Verdacht eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses für den PPARγ-Agonist und rät von Pioglitazonverordnungen ab. Grund hierfür sind die seit Kurzem verfügbaren Ergebnisse einer französischen Kohortenstudie, in der die Häufigkeit des Auftretens von Blasenkrebs bei Diabetikern, die Pioglitazon-haltige Arzneimittel einnahmen, untersucht wurde. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Pioglitazon das Risiko für Blasenkrebs erhöhen kann.Show moreErhöhtes Blasenkrebsrisiko
15.06.2011, 22:00 Uhr
Insulinresistenz durch kleine RNA-Stränge
Durch ein vermindertes Ansprechen von menschlichen Körperzellen auf Insulin kommt es zur Insulinresistenz. Die reduzierte Sensitivität beeinträchtigt sowohl die Wirkung von körpereigenem als auch von gespritztem Insulin. Wissenschaftler der ETH Zürich zeigten jetzt die Funktion kleiner RNA-Stränge auf, die das Gen für ein membranständiges Protein blockieren, das eine zentrale Rolle bei der Zuckeraufnahme in Leber- und Fettzellen spielt. Durch spezifische Antagonisten lassen sich die RNA-Stränge deaktivieren, und die Zellen sprechen wieder auf Insulin an.Show moreAus der Forschung
15.06.2011, 22:00 Uhr
Metastudie belegt erhöhtes Melanomrisiko
Ein Zusammenhang zwischen Morbus Parkinson und einem erhöhten Risiko für die Erkrankung an Melanomen bei diesen Patienten war bereits seit Langem vermutet worden. Seit Mitte der 60er Jahre liegen verschiedene Studien vor, die eine Assoziation nahelegen. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Metastudie ein doppelt erhöhtes Melanom-Risiko für männliche Parkinson-Patienten nachgewiesen. Als eine mögliche Ursache für die Risikoerhöhung wird eine genetisch bedingte Variation der Melanin-Synthese diskutiert, die auch die Entstehung von Morbus Parkinson begünstigen könnte.Show moreMorbus Parkinson
15.06.2011, 22:00 Uhr
Wenn der Zucker am Nerv nagt
Etwa jeder dritte an Diabetes Typ 1 oder 2 Erkrankte entwickelt eine diabetische Polyneuropathie. Häufig leidet der Patient an Schmerzen und Missempfindungen. Die Neuropathie wird dennoch oft übersehen, gar nicht oder falsch behandelt. Als kausale Therapie gilt die normnahe Stoffwechseleinstellung. Gegen Schmerzen helfen eine Reihe recht spezifisch wirkender Substanzen. Die viel verordneten nicht-steroidalen Analgetika gehören nicht dazu.Show moreDiabetische Polyneuropathie
15.06.2011, 22:00 Uhr
Längeres Überleben durch Hemmung gestörter Signale
Ungefähr die Hälfte aller Melanome weist eine bestimmte Mutation auf, die durch Stimulation einer Kinase zu unkontrolliertem Wachstum führt. Durch die Hemmung dieser onkogenen Kinase mithilfe des BRAF-Inhibitors Vemurafenib konnten in einer Phase-III-Studie das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben von Melanompatienten verbessert werden. Diese Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongress diskutiert und werden in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine vorgestellt.Show moreMetastasiertes Melanom
15.06.2011, 22:00 Uhr
Erster MOR-NRI überzeugt durch gute Analgesie
Mit Tapentadol (Palexia® retard) ist seit Ende 2010 ein erster Vertreter der neuen Wirkstoffklasse der MOR-NRI verfügbar geworden. Das Betäubungsmittel wirkt als μ-Opioid-Rezeptor-Agonist (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NRI) zugleich und vermittelt eine den starken Opioiden bei entsprechender Dosierung vergleichbar gute Analgesie bei jedoch deutlich weniger Nebenwirkungen. Tapentadol ist indiziert für die Behandlung starker, chronischer Schmerzen bei Erwachsenen, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können.Show moreSchmerztherapie
15.06.2011, 22:00 Uhr
Weniger Neuinfektionen, aber trotzdem keine Entwarnung
Zwar werden dem Robert Koch-Institut seit einigen Tagen deutlich weniger Erkrankungen an HUS/EHEC gemeldet. Auch ist es gelungen, den EHEC-Stamm O104:H4 zu charakterisieren sowie rohe Sprossen als Überträger für die EHEC-Infektionen zu identifizieren. Doch Entwarnung kann nicht gegeben werden, denn noch immer ist unklar, wo die eigentliche Infektionsquelle liegt. Es sollten weiterhin die Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmitteln und Patienten streng befolgt werden.Show moreEHEC
15.06.2011, 22:00 Uhr
Antikörper gegen Adalimumab gefährden Therapieerfolg
Wenn Patienten mit rheumatoider Arthritis nicht auf eine Behandlung mit Adalimumab (Humira®) ansprechen, können Autoantikörper die Ursache dafür sein. Über die klinische Relevanz dieses Phänomens für die Langzeitbehandlung war bisher wenig bekannt. In einer aktuellen niederländischen Studie zeigte sich, dass die Bildung von Anti-Adalimumab-Antikörpern mit einem negativen Outcome für die RA-Patienten verbunden war.Show moreRheumatoide Arthritis
08.06.2011, 22:00 Uhr
Studie zur Niacin-Therapie vorzeitig abgebrochen
Bislang war man von "gutem" und "schlechtem" Cholesterin ausgegangen, wenn es um eine Bewertung der HDL- bzw. LDL-Cholesterinspiegel als kardiovaskulären Risikofaktoren ging. Während sich die Senkung des LDL-Cholesterins unter einer Statintherapie auch als erfolgreich erwiesen hat, konnte eine Erhöhung der HDL-Werte unter Niacin keine Verbesserung der Prognose für Patienten zeigen. Eine große Endpunktstudie wurde daher jetzt vorzeitig abgebrochen. Niacin ist der dritte Wirkstoff, der trotz Erhöhung der HDL-Werte die Prognose nicht verbesserte.Show moreKardiovaskuläre Erkrankungen
08.06.2011, 22:00 Uhr
Verkehrsteilnahme ist ein wichtiger Risikofaktor
Belgische Epidemiologen werteten 36 Studien aus um herauszufinden, welche der bekannten Herzinfarkt-Risikofaktoren die größte Bedeutung haben. Sie stellten fest, dass Kokainkonsum zwar für den Einzelnen das größte Risiko darstellt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist jedoch der Risikofaktor Straßenverkehr der Spitzenreiter.Show moreHerzinfarkt-Risikofaktoren
08.06.2011, 22:00 Uhr
Vier-Jahres-Daten für Odanacatib
Inhibitoren von Kathepsin K werden für die Therapie der Osteoporose entwickelt. Odanacatib hat bislang die Nase vorn. Die Ergebnisse der Phase-IIb-Studien sind vielversprechend, Mitte 2011 werden die Daten einer Phase-III-Frakturstudie mit 16.300 Patienten erwartet.Show moreOsteoporosetherapie
08.06.2011, 22:00 Uhr
Neues Therapieziel bei Brustkrebs
Da das Wachstum der meisten Mammakarzinome durch das Sexualhormon Östrogen gefördert wird, hat der Therapieansatz mit Östrogen-Rezeptor-Modulatoren die Behandlung von Brustkrebs revolutioniert. Es kommt jedoch oft zu Resistenzen, deren Ursache das Enzym Lemur-Tyrosin-Kinase-3 (LMTK-3) ist. Jetzt ist es im Tierversuch gelungen, die Bildung dieses Proteins zu blockieren und die Tumorgröße zu verringern.Show moreAus der Forschung
08.06.2011, 22:00 Uhr
Therapieziel: dauerhafte Virussuppression
Die chronische Hepatitis B wird vorrangig mit Nukleosid- bzw. Nukleotidanaloga behandelt. Für den jüngsten Vertreter, das Tenofivir, wurden auf dem diesjährigen Kongress der European Association for the Study of the Liver (EASL) in Berlin die Vier-Jahres-Daten präsentiert. Sie belegen eine anhaltende Virussuppression und, was mindestens so wichtig ist, das Risiko einer Resistenz geht zumindest bislang gegen Null.Show moreChronische Hepatitis B
08.06.2011, 22:00 Uhr
Eribulin – erster Vertreter einer neuen Substanzklasse
Mit dem Wirkstoff Eribulin (Halaven®) ist für Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs nun eine neue Option zur Chemotherapie verfügbar geworden. Es handelt sich um den ersten Vertreter der neuen Substanzklasse der Halichondrine. Der Wirkstoff, der Studien zufolge eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens bewirkt, wurde zur Monotherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms nach Vorbehandlung mit einem Anthracyclin und einem Taxan zugelassen.Show moreFortgeschrittener Brustkrebs
08.06.2011, 22:00 Uhr
Sativex®: erstes Cannabis-haltiges Fertigarzneimittel
Ab 1. Juli 2011 ist es so weit: Das erste Cannabinoid-haltige Medikament steht in Deutschland zur Verfügung: Sativex®, ein Oromukosalspray, der die beiden therapeutisch wirksamen Cannabinoide Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol enthält, ist zugelassen für die Zusatzbehandlung der mittelschweren bis schweren Spastik bei Patienten mit multipler Sklerose, die auf eine andere antispastische Therapie nicht angesprochen haben. Erst Mitte Mai war auch in Deutschland vonseiten des Gesetzgebers der Weg für Cannabis-haltige Medikamente frei gemacht worden.Show moreMultiple Sklerose
01.06.2011, 22:00 Uhr
Therapieversagen bei HIV-infizierten Kindern
Das Therapieversagen unter einer antiretroviralen Dreifachtherapie ist bei Kindern relativ gering, liegt aber höher als bei Erwachsenen. Da infizierte Kinder eine lebenslange Therapie benötigen, sind Strategien zur Verbesserung der Compliance, zur frühen Identifizierung von Therapieversagern und zur Vereinfachung der Therapie dringend erforderlich.Show moreAntiretrovirale Dreifachtherapie
01.06.2011, 22:00 Uhr
Rosacea – nicht heilbar, aber meist behandelbar
Rosacea, eine chronische und oft juckende Hauterkrankung, entstellt nicht selten das Gesicht des Betroffenen. Eine kausale Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht, aber bei phasengerechter Therapie ist die Rosacea gut kontrollierbar. Empfohlen werden hierzu verschiedene topische und systemische Behandlungen. Jedoch existieren nur für wenige Substanzen reproduzierbare Aussagen zur Wirksamkeit, vor allem für Metronidazol, Azelainsäure und Doxycyclin.Show moreCochrane Review
01.06.2011, 22:00 Uhr
Regadenoson verbessert Diagnosemöglichkeiten
Der selektive A2A-Adenosinrezeptoragonist Regadenoson (Rapiscan®) wurde jetzt zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit eingeführt. Er wirkt, indem er an die A2A-Adenosinrezeptoren in den Wänden der Herzblutgefäße bindet, eine Erweiterung der Blutgefäße verursacht und den koronaren Blutfluss erhöht. Dadurch kann die Durchblutung des Herzens während der Myokardperfusionsaufnahme besser beobachtet werden.Show moreKoronare Herzkrankheit
01.06.2011, 22:00 Uhr
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